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7. STECKEN
     Nachdem der Bodenrahmen zusammengenietet und alle Löcher für die Gitter durch die Bodenplatte durchgebohrt sind können 2 Gitterreste für die Rückwände und die Seitenwände probeweise eingesetzt werden. Es fehlen nämlich noch die 5 mm Löcher für die Stützen in den Ecken, wo uns jetzt die kleine Plastikschablone wieder behilflich ist. Wenn man wie in den Rahmenteilen für die Rückseite die Löcher angezeichnet hat, sollten die Mittelpunkte etwa 12 bis 13 mm von den Aussenkanten weg sein und in jeder Ecke genau auf der 45°-Kante zwischen den zwei Rahmenteilen liegen.
Eckloch von obenEckloch von unten
     Hier muss man nun mit dem 5 mm-Bohrer durch. Am Ende sollte das Loch von unten betrachtet ziemlich genau in der Ecke innerhalb des Flachwinkels liegen, der Winkel ist nur ein klein wenig angekratzt, ca. 2 mm.
     Die hier an der Ecke sichtbaren 2 kleinen Standlöcher für die Wandgitter waren dann beim Zusammenbau nicht verwendbar, weil zu ungenau gebohrt. Sie werden von den senkrechten Stützprofilen verdeckt, die Stand-Drähte der Wandgitter an den Ecken entsprechend gekürzt. Die Blindnieten sehen von der versteckten Seite etwas hässlich aus, aber sie halten...
Eckschraube von obenEckschraube von unten
     Auf den zwei Bildern hier sieht man die untere, vordere Ecke mit Stützschraube und dem Dübelteil für das Türscharnier. Von oben sitzt das Dübelteil in einem 6 mm Loch, bis unten durch geht nur in der Mitte das 3,2 mm Loch für den Türdraht, um den Flachwinkel nicht zu schwächen.
     Als letzten Schritt vor dem ersten Aufbau sollte man den Boden jetzt noch mit den 24 Füssen versehen: Weinkorken in 12 mm-Seiben schneiden, ein Filzgleiter auf eine Seite, die andere Seite mit Alleskleber unter die Bodenplatte kleben.
Korkfuss
Aufbauarbeit
     Bevor man die zugeschnittenen Gitter jetzt zusammenbauen kann muß man sich erstmal davon überzeugen, dass sie auch gerade sind. Ab Werk sind vom Verschweißen der Gitterdrähte leichte Spannungen darin, so daß jedes Gitter in sich etwas gebogen ist. Jetzt muß man ganz sachte übers Knie oder die Sofalehne in die Gegenrichtung biegen, bis jedes Gitter flach auf den Boden gelegt werden kann, ohne daß eine Ecke hochsteht.
     Bei normalen Deckenhöhen muss man jetzt auf dem Fußboden weitermachen. Erstmal durch die 6 Löcher von 5 mm von unten eine M5 x 50 Schraube stecken - der Fußboden bewahrt sie vor dem Herausfallen. Dann die 6 gelben Plastikstützen aufsetzen und die 4 Gitter für Seitenteile und Rückseite einschieben. Hoppla, das sieht ja schon ganz gut aus.
     Sollten die senkrechten Drähte der Gitter nicht ohne weiteres in die dazugehörigen Löcher im Rahmen der Bodenplatte passen (was trotz aller sorgfältigen Arbeit so gut wie sicher ist), gibt es auch da einen Trick: Die Löcher, die etwas neben dem Ziel liegen, einfach mit 4 mm nachbohren, dabei den Bohrer notfalls noch ganz sachte in die gewünschte Richtung drücken. Wenn das nicht reicht, das eine oder andere Loch nochmal mit 5 mm nachbohren. Und schon passt alles!
 
Richtfest
     Auf die jetzt stehenden Seiten- und Rückwandteile kann man die Seiten- und Rückwandprofile des oberen Rahmens direkt auflegen - wenn eventuell einige Löcher noch so anzupassen sind wie eben für den Bodenrahmen beschrieben. Das Rückwandprofil muss jetzt mit zwei M5 x 50 mm Schrauben an den beiden mittleren Stützprofilen festgesteckt werden. Die beiden Flachwinkel für die hinteren Ecken können mit der Nietzange direkt angezogen werden, so dass 3 Seiten des oberen Rahmens schon fast fertig sind.
Winkel oben vorne      Die beiden Winkel vorne machen etwas mehr Mühe: Damit die Dübelteile für die Türscharniere eingesetzt werden können müssen zwischen Flachwinkel und Rahmenprofil noch 3-4 mm Abstand eingebaut werden. Dazu kann man ein Reststück Hartfaserplatte nehmn, mehrere Lagen feste Pappe, oder passende Stücke aus den bereits bemühten Weinkorken. Daraus macht man 4 Streifen von 1 cm Breite. Mit Bohrlöchern an den passenden Stellen legt man diese Streifen zwischen Flachwinkel und Aluprofile und nietet das Ganze zusammen.
     Nun können die Türen eingepasst werden. Dazu schneidet man von den 6 Dübeln die obersten 5 mm ab und steckt diese Stücke in die 6 Scharnierlöcher, 3 oben und 3 unten. An den Ecken muss man eventuell etwas vom überstehenden Rand abschneiden, weil sonst die Stützprofile im Weg sind. Die Dübelenden mit ein wenig Alleskleber fixieren.
     Jetzt kann man die vorher geradegebogenen Türgitter einsetzen. Den Scharnierdraht unten in den Dübel einführen, dann die Tür insgesamt etwas biegen und den Draht auch oben einsetzen. Die Tür spannt sich wieder gerade - und die obere Ecke ist krum! Keine Sorge, das ist normal. Unten wird die Tür durch die 4 bzw. 5 angesenkten Löcher und die 2 mm Draht-Zapfen fixiert. Oben wackelt sie irgendwie in der Gegend herum, ist wahrscheinlich sogar noch in sich gebogen. Also muss man die Tür noch mal herausnehmen und soweit sachte weiterbiegen, bis diese Vorspannung dazu führt, dass das Gitter nach dem Einsetzen möglichst parallel zum oberen Rahmen steht.
     Nun wird der Platz für die drei Magnetverschlüsse markiert. Ich habe sie jeweils vor den vorletzten senkrechten Draht auf der Innenseite jeder Tür plaziert - am letzten Draht wüde man den Spalt für die Trennwand blockieren. 3 mal zwei Löcher mit 3,2 mm von oben etwa mittig durch das Aluprofil gebohrt und die Verschlüsse ganz sachte mit der Nietzange festgezogen. Mit sanfter Gewalt lassen sie sich jetzt noch etwas nach vorn und hinten schieben, da sie Langlöcher haben. Die Magneten sollten die Türen jetzt am oberen Rahmen fixieren, nicht sehr fest, aber klapperfrei. Auf dem Bild unten sieht man einen der drei Magneten und die freien oberen Ecken von zwei Türen, dazwischen der Spalt zum Einschieben der Trennwand. Zwischen Aluprofil und Oberkante der Türen sind ein paar Millimeter Platz, das reicht zum Herausheben aus den Fixierlöchern unten.
Magnetverschluss
Dachdecker
     Der obere Rahmen ist ja schon mit zwei Schrauben auf der Rückseite mit den Stützprofilen verbunden. Jetzt fehlen noch die 4 Löcher an den Ecken. Da wir vom unteren Rahmen noch wissen, wo die hinmüssen, können wir einfach auf der 45°-Naht in jeder Ecke genau innenliegend vom Flachwinkel ein 5 mm-Loch bohren. Nicht zu ruppig, wir wollen ja die Stützen darunter nicht beschädigen, sondern genau in dem kleineren Loch des Stützprofils landen. Sobald wir durch sind, können wir die M5-Schrauben hindurchstecken und die Stützen damit fixieren.
     Man beachte: Wir waren noch nicht an der Rückwand. Das kommt später!
Dach auflegen      Vorher kommen wir zum Dach. Dazu wird das letzte Gitter von 52 cm Breite in der Mitte, etwa bei 64 cm geteilt. Diese Stücke legt man jetzt rechts und links von oben in den oberen Rahmen hinein, so dass es überall etwa 1 cm auf dem Rahmen aufliegt. Jetzt sind in der Mitte noch etwa 49 cm frei. Hier verwenden wir die Reststücke von den anderen drei Gittern dieser Breite. Wir lassen die Stücke etwas überlappen und verbinden sie fest mit Kabelbindern. Resultat ist ein langes Gitter von 180 x 52 cm. Das war ja einfach.
 
Trennwand
     Bevor wir nach dem Aufbau der Wände die Rückwand in der Mitte anbringen können fehlt noch ein Detail des Innenausbaus: Die U-Profile, die als Führung für die Trennwand dienen sollen.
U-Profil mit Nietzange      Da jetzt sowohl Türen als auch Rahmen fixiert sind ist die Lage der Spalte zum Einschieben der Trennwand zwischen den Türen genau bekannt. Die Mitte des Spalts ist auf den vorderen Rahmenteilen genau zu markieren. Zum Anbringen der U-Profile muss jetzt leider noch einmal alles auseinander genommen werden, damit man bequem an die Bodenplatte kommt. Wie praktisch, dass alle grossen Teile nur gesteckt sind!
     Zum Schieben der Trennwand braucht man oben und unten ein U-Profil von etwas mehr als 51 cm Länge, mit der kleinen Schablone kontrollieren, daß es nicht vorne an die Türgitter oder hinten an die mittleren Stützprofile stößt. Die Ecken schön abrunden und entgraten. Jeweils 5 mm vor dem Ende kommt ein Loch von 3,2 mm hindurch. Die zwei Profile für unten bekommen je noch zwei weitere Löcher, auf 1/3 und 2/3 der Länge.
Nietzange mit Abstandshalter      Beim oberen Rahmen ist es jetzt einfach: Der Rahmen wird umgedreht und auf den Boden gelegt, genau gegenüber der vorderen Markierung für den Spalt wird auch das Profil für die Rückseite markiert. Dort jetzt das U-Profil auflegen und die Löcher durchbohren.
     Jetzt braucht man ein kleines Hilfsmittel, z.B. eine abgesägte Hülsenmutter von 10 mm Länge oder etwas anderes sehr festes mit einem 2 mm-Loch, was in das U-Profil passt. Ich habe mir einige Stücke Aluminium passend geschnitten und gebohrt. Ohne dieses Gegenlager kann man das U-Profil nicht an den Rahmen nieten, da die Nietzange zu breit ist und das Profil plattquetscht. Durch das Loch in dem kleinen Metallteil ragt der Stift des Blindniets, der von der Zange abgerissen wird. Daher muss das Teilchen wirklich sehr druckfest sein.
U-Profil Endeinbau      Hat man so ein fummeliges Teil nicht, so muß man die U-Profile (Alternative 1) mit M3-Senkkopfschrauben befestigen. Senkkopf, damit in den Profilen keine Schraubenköpfe herausstehen, da will man ja die Trennwand einschieben. Weil der Senk-Bohrer ebensowenig wie die Nietzange in das U-Profil hineinpasst muß man das Ansenken der 3,2 mm-Löcher mit dem 5 mm-Bohrer erledigen. Nicht durchbohren, nur soweit die Kanten anschrägen, bis die Schraubenköpfe hineinpassen. Oder (Alternative 2) dort, wo die Nieten hinkommen sollen, werden die Seitenbleche des U-Profils für 2 cm Länge entfernt, damit die Nietzange dort hinpasst.
     Die Profile auf dem unteren Rahmen werden genauso befestigt, mit einem kleinen Unterschied: Da sie ja auf dem Rahmen aufliegen ist zwischen U-Profil und Bodenplatte eine Lücke von 2 mm. Diese wird mit einem Stück von dem Alu-Flachprofil gefüllt - man braucht zwischen dem vorderen und hinteren Rahmenprofil etwa 49 cm davon. Jetzt die Profile passend auflegen, mit 3,2 mm durch das Flachprofil und die Bodenplatte bohren und die je 4 Nieten mit Hilfe des erwähnten Hilfs-Teils zusammennieten. Oder anschrauben, wie oben beschrieben.

Rückwand
     Jetzt kann man alles wieder zusammenstecken, Türen und Dach aber erstmal noch weglassen. Dabei kann man die Köpfe der M5 x 50 mm Schrauben zum Stabilisieren der Stützprofile mit etwas Alleskleber unter den Schraubenköpfen fixieren - nur ganz wenig, nicht in die Stützprofile einkleben. Zum Befestigen der Rückwand wird die Voliere jetzt am besten nach vorne auf den Boden gekippt, so dass man die Hartfaserplatte hinten auflegen kann.
Ansatz der Rückwand      Die Rückwandplatte sollte jetzt auf allen 4 Seiten auf den beiden Rahmen-Rückseiten und den zwei Stützprofilen in der Mitte der Rückseite aufliegen. Oben und unten sollte sie genau mit den Kanten der Rahmen abschließen - dann ist auch die Voliere in sich rechtwinklig!. Ist die Platte zu lang, dann erst mit dem Cutter auf das genaue Maß kürzen. Dabei nicht am Rahmen, sondern auf der Werkbank exakt rechtwinklig anzeichnen und abschneiden, damit die Winkelgenauigkeit für die Voliere erhalten bleibt.
     Mit Schraubzwingen die Rückwand an den Rahmenprofilen so fixieren, daß die Platte exakt abschließt. Oben und unten kommen je 4 Löcher von 3,2 mm durch Rückwand und Rahmenprofil. Damit können Rahmenprofile und Rückwand entweder vernieter oder verschraubt werden. Das Verschrauben ermöglicht später eine fast vollständige Demontage der Voliere. Je nach Räumlichkeiten kann das notwendig sein, um die Voliere zum endgültigen Standort zu bringen, da sie ja recht sperrig ist.
RückwandbefestigungRückwandbefestigung (unscharf)
     Die Voliere kann nun wieder senkrecht aufgestellt werden, damit die Stützprofile bei den nächsten Arbeitsschritten nicht durchhängen. Von Hinten auf der Rückwand anzeichnen, wo die Mitte der senkrechten Stützprofile verläuft. Dort auf jeder Seite etwa 6 oder 8 Löcher durch die Platte hindurch in das Plastikrohr des Stützprofils hineinbohren - aber nicht soweit, daß der Bohrer vorne wieder rauskommt. Dann einfach Platte und Stützprofile vernieten und fertig. Bei einer Demontage können diese 3 Teile zusammenbleiben. (Meine Rückwand war dummerweise 2 cm zu schmal, daher sitzen die Nieten so dicht am Rand... In der Einkaufsliste ist das korrigiert.)
     Jetzt fehlt nur noch der Innenausbau...
 

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