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3. WERKEN
     Wie es bei kostenlosen Ratschlägen selbstverständlich ist: Ich trage keine Verantwortung für eventuelle finanzielle Desaster oder Verstümmelungen, die aus der hier beschriebenen Anleitung folgen mögen. Wer sich daran begibt, den Plan für unsere Voliere nachzubauen sollte schon selbst wissen, wo bei einer Bohrmaschine die gefährliche Seite ist...
     Ohne Hellseher zu sein: Beim Volierenbau wird man sich an abgeschnittenen Drähten ritzen, mit Zange und Saitenschneider quetschen und mit dem Teppichmesser schneiden können. Irgendwas davon wird wohl jedem passieren - ist es mir auch...
     Ich versuche hier ein paar Tipps zu geben, wie sich so etwas nach Möglichkeit vermeiden läßt.

Werkzeug
Bohrständer      Eine Bohrmaschine gehört wohl zu jedem Haushalt, eine ordentliche Gehrungssäge gibt es nur da, wo schon mal neue Fußleisten verarbeitet wurden. Das Sägen der Rahmenprofile auf 45° für die Ecken geht wohl auch mit einer der kleinen Gehrungsschienen, dabei ist aber auf sehr gute Fixierung der Teile zu achten. Auch muss man viel Geduld mitbringen, damit man ruhig und langsam arbeitet. Zuviel Kraft und Eile bringen die Säge aus der Spur.
     Ebenso wie die Gehrungssäge ist ein Bohrständer in ganz einfacher Ausführung eine Investition, die viel Zeit und Ärger vermeidet. Neue, wirklich scharfe Bohrer ersparen ebenfalls viel Mühe, bei vorsichtigem Arbeiten entfällt das Punktieren der Bohrstelle mit dem Körner, weil sie sich ohne Mucken genau da in das Alu graben, wo man das Loch hinhaben will.
     Von den Aluprofilen bleiben am Ende zwei Stücke von ca. 80 cm übrig. Also keine falsche Scham, man kann sich an einem der Profile ein paar Übungsschnitte und Probebohrungen leisten.

Genauigkeit
     Um Frustration und Ärger zu vermeiden muss man sich beim Werken über die natürlichen Grenzen im klaren sein. Die Präzision der maschinellen Massenproduktion kann man auf der heimischen Werkbank bzw. dem Küchentisch nur mit erheblichem Aufwand erreichen - also ist es besser, schon im Plan eine gewisse Ungenauigkeit zuzulassen.
     Messen, Anzeichnen und Bohren gelingt auf etwa einen halben Millimeter genau oder besser, Sägen schafft man mit der Abweichung einer Sägeblattdicke oder weniger. Wenn man bei allen Maßen unter einem halben Millimeter Abweichung bleiben kann, so kann man zufrieden sein.
     Ansonsten gilt: dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz! Lieber die Ungenauigkeit im Maß als Zugabe nehmen als zu knapp. Ist das Werkstück eine Kleinigkeit zu lang, so kann man mit etwas Geduld sehr genau kürzen. Aber zu kurz bleibt zu kurz...

Schutz
     Als Brillenträger betrifft es Michael nicht so sehr, ansonsten ist der Gebrauch einer Schutzbrille unverzichtbar. Wer will schon Staub von der Flex oder Aluminiumspäne vom Bohren im Auge haben? Auch abgeknipste Drahtenden springen mit sehr viel Energie quer durch den Raum.
     Wenn man mit einer Minibohrmaschine und Trennscheiben arbeitet ist auch ein Mundschutz zu empfehlen - das Trennen und Schleifen der Drahtenden produziert ekligen Staub.
     Je nach Qualität der Werkbank und der Möglichkeit, die Werkstücke zu fixieren sind Arbeitshandschuhe zu empfehlen. Die Drahtenden sind scharfkantig, die abgesägten Aluprofile auch, man kann auch mit Säge, Messer oder Bohrer abrutschen.
     Die gute Nachricht: Ein Schutzhelm und Schuhe mit Stahlkappe sind wohl nicht nötig. Und jetzt geht es zum Einkauf...
 

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