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PLAYA EL DORADILLO

Der schnellste Weg, der von der Hafenstadt Puerto Madryn auf die Halbinsel Valdés führt ist über die Ruta Nacional 3 im Landesinneren und dann auf der Ruta Provincial 2 nach Osten. Die Reisebusse und Tourveranstalter nehmen auch diese Route. Denn sie müssen an einem Tag ja noch einges an Strecke auf der Halbinsel bewältigen und haben für Abstecher keine Zeit.

Wer allerdings Zeit hat und unabhängig reist, für den gibt es noch eine durchaus lohnende Nebenstrecke, die direkt an der Küste entlangführt. Sie ist allerdings ziemlich holprig und man kommt hier wesentlich langsamer voran als auf der großen Hauptstraße.

Dafür bieten sich aber immer wieder schöne Ausblicke auf den Golfo Nuevo, man kann an langen Kiesstränden spazieren gehen und sieht mit etwas Glück zwischen Mai und Dezember auch Wale in den ruhigen Gewässern der Bucht.

Wir kamen von Valdés. Die Ruta Provincial 2 macht nach dem Isthmus und der Kontrollstelle des Naturreservats einen leichten Knick, links biegt nun die ungeteerte Ruta Provincial 42 ab. Nach einigen Kilometern auf nunmehr wesentlich holperigerer Straße erreicht man die Küste und einen Aussichtspunkt auf einer Bergkuppe. Der Blick von oben auf die steil abfallenden Felsen und die weiten Strände ist sehr schön, siehe Bild oben.

Dann geht es hinunter auf Meeresniveau, und es gibt eine Menge Tracks, die links zum Strand führen. Dunkle Kieselsteine mit weißer Brandung wechseln sich hier ab mit hellgelben Sandstränden, regelmäßig auftretende Mülleimer zeugen von den zu erwartenden Besuchermengen zur Hauptsaison. Leider hielten wir hier vergeblich Ausschau nach den Walen. Man kann sie mit Glück vom Ufer aus beobachten, denn sie lieben die flache und warme Bucht.

Am Aussichtspunkt

Auf einem hohen Cliff, man sieht man den rot-weißen Radarreflektor oben auf dem Bild dort schon von weitem, befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt mit einem Mini-Infocenter. Es ist zusätzlich auch von der Straße aus gut ausgeschildert.

Die kleine Hütte wurde von der Fundación Patagonia Natural angelegt und unterhalten. Man parkt das Auto in den Dünen und geht einige Meter über einen schmalen Fußweg, vorbei an riesigen Walknochen, die am Wegrand liegen.

Hier ist ein idealer Platz für eine Rast. Es gibt Bänke auf Holzplanken, die Ecke ist ziemlich windstill und man hat einen weiten Blick über die Bucht und auf die Wale.

Wir machten hier ein kleines Picknick und das Ausbleiben der Wale wurde wieder gut gemacht durch die zahlreichen, zutraulichen Vögelchen die auf unsere Krümel warteten. Dabei waren neben frechen Spatzen auch Schönheiten mit knallrotem Bauch (long tailed meadowlark oder loica comun(sturnella loyca)) - siehe oben. Ab und zu segelte eine Möwe vorbei. Unten auf dem Wasser tat sich gar nichts, links beginnt der weite Kiesstrand der Playa Doradilla am Fuße des Cliffs.

Von diesem Aussichtspunkt sind es noch 14 km auf der Schotterstraße und weitere 4 km auf Asphalt durch Industriegebiet, dann hat man die Hafenstadt Puerto Madryn erreicht. Schon lange vorher hat man einen Panoramablick auf die hässlichen Hafenanlagen und die klotzige Aluminiumfabrik, die australisches Bauxit verarbeitet. Die 50.000-Einwohnerstadt ließen wir dann so schnell wie möglich hinter uns uns fuhren zu unserem nächsten Übernachtungsort, der walisischen Siedlung Gaiman bei Trelew.

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Klippen mit Aussicht


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