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ALLGEMEINES

Buenos Aires ist die Hauptstadt von Argentinien, die Vororte dazu gerechnet leben in dieser Metropole über 13 Millionen Einwohner. Das sind etwa ein Drittel aller Argentinier. Damit ist "Gran Buenos Aires" die größte Metropolregion in Argentinien und nach São Paulo die zweitgrößte in ganz Südamerika. Nach einem Parlamentsbeschluss aus dem Jahr 1987 sollte eigentlich das weiter südlich gelegene Viedma Hauptstadt werden, dass Projekt wurde dann aber nicht weiter verfolgt.

Buenos Aires gilt als eine Weltstadt und wird oft mit dem Begriff "Paris von Südamerika" bezeichnet. Hier ist der wirtschaftliche, politische und kulturelle Mittelpunkt des Landes. Die Bewohner werden Porteños bzw. Porteñas genannt, sofern in Buenos Aires gebürtig, das ist der Verweis auf die Herkunft "am Hafen". Sie ist überwiegend spanischen und italienischen Ursprungs, gesprochen wird fast ausschließlich spanisch und die überwältigende Mehrheit ist römisch-katholisch.

Aus der Luft sieht man ein gigantisches Schachbrett aus rechtwinkeligen Straßen - wobei manche Stadtviertel zwar in sicch rechtwinklig sind, aber gegenüber dem Rest der Stadt aus geografischen Gründen um 30 oder 45° verdreht. Die Stadt liegt am breitesten Fluss der Erde, dem Rio de La Plata, der hier mit sagenhaften 45 Kilometern Breite vorbeifließt. Westlich und südlich von Buenos Aires erstrecken sich die fruchtbaren Pampas, das landwirtschaftlich am intensivsten genutzte Gebiet von Argentinien. Von dort kommen die guten Steaks für den Export, auf riesigen alten Estancias werden Rinder gezüchtet und mit saftigem Gras gemästet.

Die Stadt ist auf Schwemmland gebaut, zur Stabilisierung ruht zum Beispiel die monumentale Hauptpost auf etwa 3.000 tiefgründigen Betonpfeilern. Es gibt in Buenos Aires 48 Stadtviertel, die hier Barrios heißen. Jedes hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Die meisten Touristen zieht es vor allem in den östlichen Teil der Stadt entlang des Flusses: zum Beispiel nach Microcentro mit dem Hafen Puerto Madero, Retiro mit der Plaza San Martín, das reiche Recoleta mit dem fantastischen Friedhof, nach Palermo, in das Altstadtviertel San Telmo mit seinen Antiquitätenläden oder in das als bunt vermarktete La Boca. Im Barrio Norte ist traditionell das Wohngebiet der reichen Bevölkerung, im Microcentro befindet sich das Börsen- und Geschäftszentrum.

Zurechtfinden ist eigentlich kein Problem, auch wenn man zu Fuß unterwegs ist hat man schnell durchschaut, wo man sich gerade befindet. Die Stadt ist schachbrettartig aufgebaut und besteht aus über 100.000 Straßenblocks. Wenn man sich verlaufen hat, muss man einfach nur die Blocks abzählen.

Jede "Cuadra", also jeder Häuserblock, fängt bei der vollen Hundert bei den Hausnummern an und ist auch etwas über 100 m lang. Der nächste Block beginnt wieder bei der nächsten Hundertermarke zu zählen. Es gibt mehrere kilometerlange Avenidas, sie durchziehen die Stadt längs und quer und haben Hausnummern weit in die Tausender.

Die Rivadavia zum Beispiel ist 35 Kilometer lang, die Avenida 9 de Julio - die angeblich breiteste Straße der Welt - hat 16 bis 22 Fahrspuren, je nach Zählweise. Hier steht, umtost vom Verkehr, ein Wahrzeichen der Stadt: der 67,5 m hohe, weiße Obelisk, der zur Erinnerung an die 400. Wiederkehr des Gründungstages von Buenos Aires im Jahre 1936 errichtet wurde. Als "Straße, die niemals schläft", wird die Avenida Corrientes bezeichnet. Sie verläuft in west-östlicher Richtung vom Geschäftszentrum San Nicolás bis nach Chacarita. Hier befinden sich viele Theater, daher wird sie auch "Broadway von Buenos Aires" genannt.

Eine weitere Besonderheit von Buenos Aires ist der weltweit einzige Hochsee-Süßwasserhafen am Rio de la Plata, an dem sich die Stadt über 70 Kilometer entlang zieht.



Einkaufen

Seit dem Kursverfall des Peso und der Abkopplung vom Dollar ist Argentinien als Reiseland preiswerter geworden. Wo man vor 2002 noch sehr tief in die Tasche greifen musste, bekommt man heute Ware zum Schnäppchenpreis. Aber wirklich günstig sind nur landeseigene Produkte, Importware ist teuer.

Offiziell sind die großen Shoppingcenter täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Nur: allzu viele gibt es nicht in zentraler Lage, einkaufen in Buenos Aires ist eher ein mühsames Laufen von Geschäft zu Geschäft. Im ehemaligen Zentralmarkt Abasto ist heute das riesige Abasto Shopping Center untergebracht, das man bequem mit dem Taxi erreichen kann.

In Buenos Aires gibt es ganze Straßenzüge mit kleinen Schuhgeschäften, Herrenausstattern, Weinläden und Boutiquen am laufenden Meter hintereinander. Wenn man dann im 4. Geschäft war und die Angebote sich wiederholen hat man irgendwann keine Lust mehr zum Einkaufen. Dann ist es Zeit, eines der Restaurants auf zu suchen, die trotz altertümlichem Ambiente im Inneren oft riesige Flachbildschirme laufen haben, um das Publikum beim Essen zumindest mit Bildern zu unterhalten. Tipp: Mit einer Pizza zum Teilen und einer Literflasche Bier macht man nichts verkehrt.

Im Microcentro gibt es die Galerias Pacifico, ein wunderschönes restauriertes italienisches Gebäude aus dem Jahr 1900 mit sehenswerten Fresken auf der Innenseite der Kuppel. Das Bild oben zeigt die Fresken. Man findet dieses bekannteste Kaufhaus von Buenos Aires an der Ecke von Florida und Córdoba, die Geschäfte hier sind allerdings sehr hochpreisig. Dafür kann man sich im Erdgeschoß gleich die Mehrwertsteuer zurückgeben lassen. Ansprechend ist zum Teil die Gastronimie für den kleinen Hunger zwischendurch, alleine den Torten in der Ausstellung kann man nur schwer widerstehen.

Die Haupteinkaufsstraßen sind die Calle Florida und die Avenida Santa Fé mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geschäfte und vor allem die Fußgängerzone der Calle Florida soll ein Einkaufsparadies sein.

Wir fanden es hier nicht so toll, jede Menge Buchhandlungen und Ledergeschäfte. Schlepper stehen an jeder Ecke und versuchen einen entweder in Tango-Shows oder in die Geschäfte zu locken, wo man nach Maß Lederjacken anfertigen lassen kann, falls sie nicht nur Devisen tauschen wollen. Weder Schnitte noch Preise haben uns überzeugt und nach einger Zeit nervte die Anmache nur noch.

Wo die Florida die Fußgängerstraße Lavalle kreuzt, liegt das Zentrum innenstädtischen Lebens. Hier strömen die Massen vorbei. Auf der Lavalle gibt es viele Restaurants und Kinos, dazwischen leider auch viele nervtötende Spielhallen.

Zum eher vornehmen Shopping oder Flanieren für Leute mit dickerer Geldbörse eignen sich am besten die im Stadtteil Recoleta liegenden Straßen Alvear, Quintana und Arenales. Hier findet man noble Boutiquen und Antiquitätengeschäfte. Auch Palermo Soho ist mit seinen kleinen Designer-Boutiquen ein gutes Ziel für einen Bummel. Wer Altes und Gebrauchtes mag, gern auf Flohmärkte geht und handeln kann, der ist in San Telmo im Einkaufsparadies. Ausserdem lieben die Argentinier kleine Stände, in denen alles angeboten wird, was man in Handarbeit herstellen kann und noch vieles mehr. Von Schmuck über Strickwaren, Glaskunst bis hin zu Töpferwaren. Überall in der Stadt findet man auf freien Plätzen und in Parks eine Ansammlung solcher Stände.

Bevölkerung

Buenos Aires ist eine Stadt der Einwanderer, allein deutschstämmige Nachfahren von Immigraten gibt es sicherlich im Millionenbereich. Sie sprechen teilweise untereinander das so genannte Belgranodeutsch. 7% der Bevölkerung sind Juden, es gibt viele Synagogen in der Stadt.

Viele Einwanderergruppen haben wie überall auf der Welt eigene Stadtviertel, so gibt es auch in Buenos Aires ein armenisches Viertel, ein Chinatown, auch die Bolivianer oder die Koreaner wohnen zusammen in einigen Straßenzügen.

Am stärksten haben aber die Italiener und die hispanisch-kreolische Bevölkerung die Stadt und ihre Kultur geprägt. Insgesamt ist die Hauptstadt Argentiniens eine sehr kosmopolitische Stadt, die rund um die Uhr lebt. Hier gibt es keine Bürgersteige, die nach Einbruch der Nacht hochgeklappt werden, keine Stadtteile die zu einigen Tageszeiten verwaiset sind. Hier lebt man auf der Stasse, auch spät sind noch die mehr als 13.000 quioscos geöffnet - das sind Kioske, die rund um die Uhr alles Mögliche verkaufen und Automaten überflüssig machen. Man geht aus und geniesst die lebhafte Kultur- und Theaterszene, die zahlreichen Kinos und die Veranstaltungen. Zwischen 22 und 24 Uhr geht man üblicherweise ins Restaurant, die Stadt scheint nie zu schlafen...




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