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FIAMBALÁ

Wer die Einsamkeit sucht, gepaart mit einer grandiosen Landschaft und Erholung fernab jeder Hektik, der ist in der Region rund um den kleinen Ort Fiambalá genau richtig. Das Dorf, das mitten in einem von Bergen umringten Tal liegt, ist eine grüne Oase in der ariden und wilden Umgebung, die stark vom Vulkanismus geprägt ist. Rundum wachsen Oliven und Wein. Gegründet wurde der Ort im Jahr 1702 von einem Herrn namens Don Diego Carrizo de Frites. Die ganze Region ist berühmt für die handgewobenen Produkte aus Lama- und Alpacawolle.

Weltweit bekannt wurde die entlegene Region in der Provinz Catamarca im Jahr 2008, als der Tross der Rallye Dakar hier bei der 11. Etappe von Copiapo nach Fiambalá hier Station machte.

Von diesem Tal aus führt die Ruta Nacional 60 hinauf auf den sagenumwobenen San-Francisco-Pass. Auf der Berghöhe, die 4.700 Meter über dem Meer liegt, überquert man die Grenze ins Nachbarland Chile. Fiambalá ist auch Ausgangspunkt für Besteigungen des Ojos del Salado, der mit einer Höhe von 6.893 m der höchste Vulkan der Erde ist. Ihn erreicht man nur nach Grenzübertritt. Auch der Monte Pissis, der dritthöchste Berg Amerikas und höchstwahrscheinlich der zweithöchste Vulkan der Erde, liegt hier ganz in der Nähe und ist ebenfalls ein attraktives Ziel für Bergsteiger.

Der nächste größere Ort ist Tinogasta, die Hauptstadt des gleichnamigen Departamento Tinogasta in der Provinz Catamarca im Nordwesten Argentiniens. Von hier aus sind es nur wenige Dutzend Kilometer bis zum Ort Fiambalá, der ziemlich übersichtlich ist und sich im Wesentlichen, wie so oft in der Region rund, um die Plaza herum gruppiert. Einige kleine Hosterias bieten Unterkunft für Touristen.

Nicht verpassen sollte man die kleine Adobe Kirche namens Igelsia de San Pedro. Man kann eigentlich gar nicht an ihr vorbeifahren, denn sie liegt genau an der einzigen Zufahrtstraße Ruta Nacional 60 kurz vor Fiambalá. San Pedro wurde im Jahr 1770 vom größten Landbesitzer in der Region, Captain Sonntag Carrizo, erbaut. Sein Grab befindet sich im Inneren. Die kleine Kirche ist sehr markant mit ihrem trutzigem Glockenturm und den dicken, geweißten Mauern. Es gibt nur zwei Elemente, durch die Licht ins Innere fällt: der Eingang und ein kleines Fenster im Chor. Im Inneren findet man Ölgemälde, auch ein Bildnis des heiligen Pedro, die aus Cuzco in Bolivien Stammen. Wir machten eine Rast auf einer Bank in dem kleinen Wäldchen vor der Kirche. Direkt daneben befinden sich noch weitere historische Gebäude und der Eingang zu einer guten Bodega, der Finca Don Diego.

Die Ruta 34 führt hinter Fiambalá noch ein Stück weiter ins Tal bis zum Weiler Palo Blanco. Ab hier geht es nur noch mit Allrad und Maultieren weiter hinein in die einsame Bergwelt. In der Region finden sich auch hohe Sanddünen, an denen wagemutige Jugendlich auf Brettern herunter gleiten. Sandbording ist hier In. Die Umgebung ist auch ein Paradies für Offroadfans und Motorradfahrer, die mit ihren Enduro-Motorrädern querfeldein durch die Mondlandschaft brettern.



Badebecken

Die berühmten Thermalquellen von Fiambalá waren schon 2008 unser Ziel, als wir von unserer Unterkunft in Chañarmuyo einen Tagesausflug in die Region machten. Den weiten Weg haben wir nicht bereut, denn hier oben in einem einsamen Wüstental, weit weg von Stress und Hektik, ist es wunderschön. Durch eine karge Mondlandschaft schlängelt sich die Straße 12 Kilometer lang in vielen Kurven bis zum Wachposten, der den Eingang zu den Quellen kontrolliert. Die Zufahrt ist von Ort aus gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen.

Als Tagesbesucher zahlten wir in 2008 ein kleines Eintrittsgeld von 6 Pesos pro Person, man kann hier aber auch Wohnen oder Zelten. Bei unserem Besuch im Oktober hatte man gerade zwei neue, kleine Häuser fertig gestellt. Beim nächsten Urlaub 2009 haben wir dann 2 Nächte in einem davon verbracht.

Rund um die Quellen verteilen sich die Besucher und es gibt eine gut ausgebaute Infrastruktur. Umkleidekabinen, Toiletten, ein Restaurant und Picknickplätze mit Grillmöglichkeiten sind vorhanden. Dazu ein atemberaubender Ausblick auf die Ebene, umrahmt von schroffen und steilen Felsformationen. Die Quellen liegen auf ca. 1.800 Meter über dem Meeresspiegel, die Luft ist herrlich und durch das Wasser wachsen hier im Tal kleine Bäume, Büsche und Wasserpflanzen. Dies ist attraktiv für zahlreiche kleine Vögelchen, die sich hier gut beobachten lassen, weil sie keine Scheu vor Menschen haben. Beim Grillen fällt immer ein Bröckchen für sie ab. Das heiße Quellewasser ist hier in Natursteinbecken im Schatten der Bäume gefasst.

Die Becken werden von oben nach unten kälter und sind ideal zum Entspannen. Insgesamt zählten wir 10 Thermalbecken, die in kaskadenartiger Anordnung in die Landschaft integriert wurden. Im obersten Becken herrschen gute 48°C vor, im untersten sind es immerhin noch 25°C. Zwischendrin findet man garantiert einen Pool, dessen Temperatur man als angenehm empfindet. Mache davon sind kleiner und flacher zum Sitzen, andere eignen sich sogar für ein paar Schwimmzüge.



Video zum Thema

Iglesia San Pedro Fiambalá

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Valle Calingasta


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