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SCHÖNE LAGUNE

Nachdem wir die heftige steinige Nebenstrecke von Buta Ranquil an den Flanken des Vulkan Tromen vorbei zum Schotterband der Ruta 37 geschafft hatten war es nicht mehr weit bis zur malerischen Lagune. Sie ist seit dem Jahr 1971 Teil des Parque Provincial El Tromen. Diese Öko-Region schützt 30.000 Hektar patagonische Steppe, die Lagune am Tromen selbst und die etwas tiefer liegenden Los Barros Feuchtgebiete. Von der Stadt Chos Malal aus sind es nur 38 Kilometer bis hierher.

Nicht nur die Feuchtgebiete, auch die umliegende Steppe überrascht mit ihrer Vielfalt an Reptilien und Kleinsäugern, die Zuflucht in Felshöhlen oder im niedrigen Gebüsch finden. Ebenso Schlangen und mehr als fünf Arten von Eidechsen der Gattung Liolaemidae (Schuppenechsen) und aus der Familie der Leguanartigen (Iguania).

Auch seltene und wenig bekannte Kammratten, Berg-Chinchillas und andere kleine Nagetiere leben hier. Dies erklärt auch die hohe Zahl der Raubvögel, Füchse, Frettchen und Pumas, die in diesem Bereich zu finden sind. Leider haben wir nicht einen der Säuger gesehen, weder Beute noch Räuber.

Die Lagune liegt auf einer Höhe von 2.100 m und hat eine ist 4 Km² große Oberfläche. Sie ist voller Vögel, der an diesem Tag nur manchmal aufkommende Wind peitschte kleine Wellen über das Wasser.

Als wir ankamen parkte inmitten der weiten Landschaft ein anderes Auto und als wir uns näherten sahen wir, dass es sich um den örtlichen Ranger handelte. Der suchte mit einem Fernglas gerade die Bergsteiger, die sich am heutigen schönen Sonntag auf den Weg zum Gipfel aufgemacht hatten. Er zeigte uns das Lager zwischen den Felsen auf halber Höhe, ein kleines gelbes Zelt, das man aber auch nur mit Fernglas entdecken konnte. Für die Kletterer war ebenso wie für uns ein unglaublich schönes Wetter, Sonnenschein und fast gar kein Wind.

Außerdem wurden wir beobachtet, ob wir uns den hier zahlreichen Vögeln zu sehr nähern. Aber wir wollten die Tiere ja nicht erschrecken, außerdem waren sie sowieso recht scheu mit großer Fluchtdistanz.





Feuchtgebiete

Nah am Ufer stand eine Gruppe Flamingos, die sich schon weg bewegten, als wir uns mit dem Auto näherten und dann nervös die langen Hälse reckten, als ich versuchte, mich vorsichtig an sie heran zu schleichen, was aber gründlich misslang. Die Flamingos gingen ruhig einfach ein Stück weiter hinaus in den flachen See, wobei sie mich ständig beobachteten. Die Möwen und Seeschwalben über mir flogen Angriffe und schrien dabei so laut, dass alle anderen Vögel in der Umgebung gewarnt waren. Wenigstens konnte ich auf dem Rückweg schöne Flugbilder der ständig kreischenden Angreifer vor herrlich blauem Himmel fotografieren.

Sonst findet man hier an der Lagune auch Ibisse, Schwarzhalsschwäne, Reiher, Gänse und diverse Entenarten. Es wurde beobachtet, dass auch Zugvögel aus der kanadischen Tundra die Lagune besuchen. Je nach Jahreszeit sieht man auch Kiebitze, Strandläufer, Regenpfeifer und Schnepfen.

Am 2. Februar 2006 wurde das Gebiet zur Ramsar Site No.1626 erklärt, eines von 21 geschützten Feuchtgebieten in Argentinien. Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, dessen Ausarbeitung von der UNESCO angestoßen wurde. Mehr dazu unter ramsar.org.

Auf dem Weg nach Chos Malal kommt man am Refugio Cerro Wayle vorbei, der Basis des gleichnamigen Berges Cerro Wayle (3.296 Meter) vorbei. Hier ist Sitz der Guardaparque und es gibt einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Bergsteiger und Wanderer, falls das Wetter umschlägt. Der bei uns noch mit Schnee bedeckte Cerro Wayle kann von hier aus in einer leichten 4-5 Stunden Wanderung hin und zurück bestiegen werden. Im Winter ist das Refugio ist ein kleines Skigebiet mit drei kurzen 300 Meter Pisten am Cerro Wayle.

Vorbei an den Los Barros Feuchtgebieten mit zahlreichen Gänse-Paaren und Kiebitzen sowie Schafen mit Lämmern fuhren wir zurück ins Hotel Terra Malal nach Chos Malal und beendeten so unsere Rundfahrt rund um den Vulkan Tromen.







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