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DIVERSE TIERE

Auf einer Reise durch Argentinien begegnet man vielen verschiedenen Tieren. Auch wenn die Lebensräume oft recht karg sind, am Meer, in den Steppen oder im Hochgebirge: eine vielfältige Fauna überrascht oft den Reisenden. Den bekanntesten Tieren habe ich eigene Seiten gewidmet: dem Guanaco, den Maras, den Gürteltieren oder den Tieren am Strand. Dazu kommen natürlich noch zahlreiche Vögel und die Weidetiere wie Kühe, Schafe oder Ziegen.

Es gibt vier Urwaldgebiete in Argentinien: der subtropische Regenwald von Misiones, der ebenfalls subtropische Nebel- und Regenwald in Tucumán und Salta, der gemäßigte, inzwischen fast vollständig abgeholzte Feuchtwald am Río Paraná und Río de la Plata und der subpolare Regenwald der Südanden. Die ersten zwei genannten Vegetationszonen sind sehr artenreich, dort sind verschiedene Affenarten, Jaguare, Pumas, Ozelots, Waschbären, Nasenbären, Ameisenbären, aber auch Tapire, Nabelschweine und Reptilien wie Schlangen und Kaimane antreffen. Wir haben sie aber leider bisher nicht besucht. Entweder waren wir bisher in den alpinen und kargen Landschaften im Nordwesten unterwegs oder weiter südlich in der Region Cuyo. Oder in den weiten Steppen und in den Anden von Patagonien.

Es gibt einige Tierarten, die man wohl eher selten sieht. Sogar die Einheimischen haben Schwierigkeiten einen Luchs, einen Pudu oder einen Huemul zu sehen. Die beiden letzten sind kleine Hirsche, die sich in den dichten Wäldern sehr gut verstecken können. In den Feriengebieten in den Anden von Patagonien ist fast alles, von der Unterkunft bis zum belegten Sandwich, nach dem Huemul benannt. Gesehen hat ihn kaum jemand, denn als mittelgroße Art der Hirsche mit kurzen, gämsenähnlichen Beinen und einem plumpen Körperbau ist der Huemul (Hippocamelus bisulcus) an das Leben in den Hochgebirgsregionen der Südanden sehr gut angepasst. Die Schulterhöhe beträgt 80 bis 90 Zentimeter, die Kopf-Rumpf-Länge 140 bis 175 Zentimeter. Der Südpudu (Pudu puda) ist im westlichen Patagonien beheimatet. Es handelt sich um die kleinsten Hirsche der Welt, sie sind kaum größer als Hasen und dem ensprechend schwer zu entdecken. Ihre Schulterhöhe beträgt rund 25 bis 43 Zentimeter, ihre Kopfrumpflänge 60 bis 83 Zentimeter und das Gewicht sechs bis 13 Kilogramm. Wir können ein Pärchen im Kölner Zoo besuchen.

Auf dieser Seite sind noch ein paar Tiere zu sehen, die wir auf unseren Reisen durch das Land gesehen haben. So wie die Viper, die auf dem Wanderweg nahe Chanarmuyo Estate in der Provinz La Rioja lag und vermutlich Jagd auf kleine Frösche machte.




Naturschutz

Im Jahr 2007 stand nur 6,2 Prozent von Argentinien unter Naturschutz. Die größten ökologischen Bedrohungen im Land sind das Jagen und Abholzen der Bäume im Norden, der intensive Tourismus in den fragilen Ökosystemen im Süden und die Überweidung, von der fast alle Regionen betroffen sind. Immerhin hat Argentinien die World Heritage Convention und die Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete unterzeichnet.

Ein schönes Beispiel ist die Lagune am Vulkan Tromen in der Provinz Neuquen. Am 2. Februar 2006 wurde das Gebiet zur Ramsar Site No.1626 erklärt, eines von 21 geschützten Feuchtgebieten in Argentinien. Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, dessen Ausarbeitung von der UNESCO angestoßen wurde. Mehr dazu unter ramsar.org.

Außerdem hat Argentinien im Rahmen eines Programms der UNESCO bisher 14 Gebiete zu Biosphärenreservaten erklärt: San Guillermo (1980), Laguna Blanca (1982), Costero del Sur (1984), Ñacuñán (1986), Pozuelos (1990), Yabotí (1995), Mar Chiquita (1996), Paraná-Delta (2000), Riacho Teuquito (2000), Laguna Oca del Río Paraguay (2001, vergrößert 2014), Las Yungas (auch: Selva Nublada)(2002), Andino Norpatagonica (2007), Pereyra Iraola (2007) und natürlich die Halbinsel Valdés (2014).

Die amerikanische Organisation Nature Conservancy hat vor kurzem mit Unterstützung des US-amerikanischen Programms Debt-for-Nature Lebensräume in den patagonischen Anden unter Naturschutz gestellt.

Nicht nur die Feuchtgebiete, auch die umliegende Steppe überrascht mit ihrer Vielfalt an Reptilien und Kleinsäugern, die Zuflucht in Felshöhlen oder im niedrigen Gebüsch finden. Ebenso Schlangen und mehr als fünf Arten von Eidechsen der Gattung Liolaemidae (Schuppenechsen) und aus der Familie der Leguanartigen (Iguania).

Auch seltene und wenig bekannte Kammratten, Berg-Chinchillas und andere kleine Nagetiere leben dort. Dies erklärt auch die hohe Zahl der Raubvögel, Füchse, Frettchen und Pumas, die in diesem Bereich zu finden sind.





Eigens Video zum Thema

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