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SALENTEIN

Schon lange vor unserem Urlaub in Argentinien kannten und kauften wir die Weine der Bodega Salentein. So stand es für uns sehr schnell fest, dass wir die letzen beiden Tage in der Posada Salentein auf dem Weingut verbringen wollten. Für Hausgäste ist die Führung durch die Bodega und des Besucherzentrums Killka mit Kunstausstellung kostenlos. Das hat allerdings nicht viel zu sagen, wie wir vor Ort feststellen mussten. Denn man nimmt an einer 08/15 Gruppenführung teil und diese Bodegatour hat den sagenhaften Geegenwert von 10 Pesos pro Person - die Kunstausstellung ist sowieso kostenlos.

Aber jeder, der in der Region unterwegs ist, sollte hier bei Salentein mal vorbeischauen. Das Besucherzentrum Killka ist wirklich vom Feinsten.

Salentein liegt inmitten spektakulärer Landschaft, die schneebedeckten Gipfel der Anden immer im Blickfeld und die Provinzhauptstadt Mendoza liegt ca. 2 Fahrstunden oder rund 100 Kilometer entfernt. Die Kellerei im Valle de Uco gilt als Weinbau-Pionier für dieses Gebiet.

Die Salentein Gruppe "Salentein Argentina B.V." wurde 1992 gegründet und ist jung und erfolgsorientiert. Carlos Alberto Pulenta, Mitglied einer der wichtigsten Weinfamilien Argentiniens, und der Holländer Mijndert Pon gründeten das Weingut. Innerhalb kurzer Zeit ist es gelungen zur die Spitze der Weinproduzenten aufzuschließen. Zur Holding gehören neben Bodegas Salentein auch noch Farming Salentein, Salentein Fruit and Salentein Tourism mit weiteren Projekten, u.a. in der Provinz Entre Rios.

Die Bodegas Salentein wurden in London bei der renommierten Wine and Spirits Competition zur "Winnery of the Year 2003" gewählt. Das inzwischen breit gefächerte Angebot ist auf die europäischen Märkte zugeschnitten, vom ausgezeichneten Alltagswein bis hin zum teuren Spitzenwein wie den Top Wein Numina. In El Portillo wird auch leckerer Sekt aus Chardonnay und Pinot Noir hergestellt. 65% der Produktion werden in 54 Länder exportiert.

Die modernen Gebäude sind umgeben von Rebflächen. Es gibt drei Wein produzierende Fincas in unterschiedlichen Höhenlagen. Dazu gehören die Finca La Pampa, El Portillo und die schon im 17. Jahrhundert gegründete Finca San Pablo. Die preiswerteren Weine der Finca El Portillo wachsen auf rund 1.000 m Höhe, die besten Weinberge für die Salentein-Linie befinden sich auf 1.700 m Höhe. Weitere Rebflächen der Gruppe liegen bei San Juan auf 800 m Höhe, sie werden unter dem Label Bodegas Callia vermarktet. Die Weine von Callia sind einfach klasse, was das Preis-Genussverhältnis angeht. Ein echter Geheimtipp.

Zum Betriebsbesitz gehören insgesamt 2.000 ha, eine Fläche von 700 ha ist bisher bepflanzt worden und pro Jahr sollen jeweils 100 ha hinzu kommen. Alle Lagen haben unterschiedliche Böden. Die Bewässerung erfolgt mit dem salzarmen Wasser, das von den Anden kommt, dieses ist das ganze Jahr über verfügbar. Die Trauben werden im vollreifen Stadium per Hand gelesen, noch einmal per Hand verlesen und dann erst leicht gequetscht.

Die Tage im Valle de Uco sind warm, die Nächte kühl und der Boden ist überwiegend steinig und sandig. So fließt Regenwasser schnell ab und die Reben können exakt dosiert bewässert werden. Dies sind gute Voraussetzungen, um die Beerengröße zu steuern. Kleinere Beeren haben mehr Zucker und mehr Aroma. Vor allem die in Argentinien heimisch gewordene Malbec-Rebe kann so zu großer Klasse heranreifen.



Killka

Eine ganz besondere Attraktion ist das Besucherzentrum von Salentein namens Killka. Es wurde im Oktober 2007 neu eröffnet und ist eine Attraktion in Mendoza und Pflichtprogramm für jeden Weintouristen. Geöffnet ist hier täglich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr. Wer eine Führung mitmachen möchte, der sollte sich vorher anmelden. (+54-2622-429000, visitas@bodegasalentein.com)

Bevor man den großen Parkplatz erreicht, liegt rechterhand noch eine moderne Kapelle. Hier finden oft Hochzeiten statt, man sollte sich das Gebäude unbedingt ansehen. Es strahlt eine Zen-artige Ruhe aus. Am Parkplatz kann man wunderbar Vögel beobachten, hier tummelten sich mehr als im Garten der Posada.

Einzigartig in Argentinien wird dem Besucher im Killka eine Kombination aus Kunst, Weingeschichte, Weinshop und Top-Gastronomie geboten. Die Architektur fügt sich perfekt in die Landschaft ein, der Ausblick auf die mächtigen Schneeberge der Anden ist von hier aus einfach wunderbar. Beim Bau wurde ausschließlich Naturstein verwendet und rund um das Gebäude stehen einige Kunstwerke, die sich harmonisch mit dem ganzen verbinden.

Die Kunstausstellung mit 200 Werken bedeutenden Gemälden argentinischer und alter niederländischer Künstler ist alleine einen Besuch wert. Fotografieren darf man hier nicht, der Eintritt ist kostenlos. Bei Bedarf steht Personal zur Erklärung der Ausstellung bereit. Zwei Kunstwerke haben uns besonders gut gefallen, die hätten wir am liebsten gleich mitgenommen. Leider haben wir nicht den passenden Wohnraum für die monumentalen Bilder.

Das moderne Restaurant soll Spitzenküche bieten, gegessen haben wir hier nicht. Im Weinshop kann man alle Weine von Salentein kaufen, dazu Dekanter und Kleidung mit Aufdruck. In einer kleinen Ausstellung wird die Geschichte des Weinbaus in der Region ausfühlich erklärt.



Bodega

Im Besucherzentrum Killka versammelt sich die Gruppe, um mit ihrem Frührer zur benachbarten Kellerei zu gehen. Unsere Führung fand auf Englisch statt. Doch vor der Kür kommt erstmal das Pflichtprogramm: In einem kleinen Kinosaal bekamen wir erstmal eine Filmvorführung mit englischen Untertiteln über den Weinanbau an sich uns speziell über die Jahreszeiten hier am Ort. Schöne Bilder, weil man als Tourist ja nur zu einer einzigen Jahreszeit hier ist.

Das moderne Gebäude der Kellerei ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Keller ist riesig, kreuzförmig und am Kreuzungspunkt wie ein antikes Forum mit Säulen angelegt, in seiner Art einzigartig in Südamerika. Die Wahl der Kreuzform ist ein Hommage an die Missionare, die das Land in dieser Region urbar gemacht haben und hier auch die ersten Reben pflanzten.

Wir waren im Oktober dort, dann ist ja gar nichts los und die Hallen liegen leer und verwaist. Interessanter ist es mit Sicherheit zur Zeit der Weinlese.

Die Kellerei ist modern und technisch ausgereift, mit funktioneller Bauweise und edlen Materialen. Ähnlich den Spitzenweingütern, die wir in Südafrika besucht haben wie z.B. Vergelegen. Es wundert uns nicht, dass der Architekt dafür einen internationalen Preis erhalten hat. Auffallen ist der Boden im unteren Keller, der mit einem Mosaik geschmückt ist, welches an einen Kompass erinnert.

Technisch auf dem neusten Stand ist man nicht nur, was die Bausubstanz angeht, sondern auch bei der Technik für die Weinbereitung. Die ganze Bodega ist so gebaut, so dass eine konstante Temperatur von 12°C bei einer realtiven Luftfeuchtigkeit von 80% gehalten werden kann.

Die Kellerei verfügt über einen Fassraum von 1,4 Mio. Liter im oberen Stockwerk. Im Keller darunter stapeln sich Barriques mit dem gleichen Volumen, Fässer aus franzöischer Eiche mit jeweils 225 Liter Inhalt. Die Besucher können hier statt der 2 Etagen Treppe sogar einen Aufzug benutzen, wenn sie nicht gut zu Fuß sind.

Die Fermentierung der Primus-Spitzenweine erfolgt in französischer Eiche. Extra für die Vinifikation dieser Linie wurde ein separater Keller eingerichtet, der Primus Raum. Hier stehen 12 temperaturgeregelte Fässer mit jeweils 7.600 Liter Fassungsvermögen. Nur das beste ist gut genug, eine eigene kleine Winery in der Großen.

Wer die Kellerei besichtigt, spürt mit welcher Genauigkeit und mit welch hohem Aufwand bei Salentein die Spitzenqualität produziert wird. Der erfahrene Winemaker heißt Laureano Gomez und arbeitet seit der Gründung von Salentein auf dem Weingut. Zuvor war er zehn Jahre bei Trapiche.

Es gibt zwei Tasting Rooms im Keller. Unsere Gruppe passte in den kleineren, der größere ist auch für private Feiern zu mieten und wir konnten durch die Glastür nur kurz hineinschauen. Beeindruckend sind hier die handbemalte, gewölbte Decke und der riesige Steintisch.

Die Weinprobe selbst war eine Enttäuschung. Gerade mal zwei Weine konnten wir probieren, wovon wir einen schon lange zu Hause im Keller haben. Gerne hätten wir, auch gegen Aufpreis, mal die Spitzenweine wie den Primus probiert. Bevor man sich den am Abend im Restaurant für umgerechnet 50 Euro pro Flasche bestellt... Aber das war nicht möglich, mit ein bisschen Brot und zwei Mini-Gläschen Wein, ein Sauvignon Blanc und ein Malbec, wird man hier abgespeist. Das haben wir woanders schon besser erlebt.


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