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CUESTA DE MIRANDA

Am Morgen der Fahrt von Chanarmuyo nach Villa Unión waren wir noch in Chilecito und besuchten dort die zweite Station der La Mejicana Mine. Da wir den Kakteengarten Chirau Mita schon einen Tag zuvor besucht hatten, hielt uns sonst nicht mehr viel in Chilecito und wir fuhren auf der Ruta 40 in Richtung Süden. Unterwegs passierten wir eine der üblichen Polizeistationen, an denen man angehalten wird und der Polizist nach dem Woher und Wohin fragt. Hier an dieser Stelle auch kombiniert mit einer weiteren Kontrollstation, denn Früchte dürfen wegen der Fruchtfliege nicht in die nächsten grünen Oasen Nonogasta und Sañogasta eingeführt werden.

Bei Nonogasta macht die berühmte Straße einen scharfen Knick und führt weiter in Richtung Berge. In diesem kleinen, bei der Durchfahrt eher unscheinbaren Ort, befand sich die einst größte Gerberei der Welt. Nach alten Angaben wurden hier jeden Tag etwa 4.000 Häute verarbeitet.

Unser nächstes Tagesziel war der kleine Ort Villa Unión, in dem wir 2 Nächte bleiben wollten, um von dort den Nationalpark Talampaya in aller Ruhe zu erkunden. Doch um Villa Unión zu erreichen, führt der Weg über einen teilweise unasphaltierten und besonders schönen Teil der Ruta 40: über die Cuesta de Miranda. Wer sich stur nach Kilometerangaben aus Landkarten hält, der wird feststellen, dass man oft für eine recht kurze Srecke weit mehr Zeit braucht als erwartet.

Nach einigen Schleifen bei Nanogasta erreicht man den Fluss Rio Miranda und von einem Parkplatz hinter der Brücke hat man einen schönen Rundblick ins Tal. Auf der anderen Seiten zwängt sich das Wasser durch eine recht tiefe und bizarre Schlucht. Michael stieg auf einen Hügel, um den Verlauf der Straße zu fotografieren und der Rundblick belohnte ihn für die Mühe. Das Wetter hätte an diesem Tag nicht besser sein können.

Kurz danach wird die Straße eine Gravel Road (ripio) und führt in zahlreichen Kurven über die Cuesta de Miranda. So benannt, weil der ehemalige spanische Gouverneur namens Don Juan de Miranda der Besitzer des Landes hier war.

Die Geologie der Berge hier ist sehr interessant: bei dieser geologischen Formation sorgt Eisen-Oxid für die hier vorherrschende purpurrote Farbe der Felsen. Große Kakteen stehen überall wie Wächter auf den Hängen.

In insgesamt 800 Kurven schraubt man sich immer weiter hoch und dann wieder runter, die Hänge sind sehr steil. Am Wegrand befinden sich diverse Wegschreine, die der Difunta Correa oder Gauchito Gil gewidmet sind. Unten im Tal kann man eine Oase mit üppig grünen Bäumen erkennen, der Rest ist eher arid und sehr farbenprächtig. Die Steilwände sind hier teilweise über 500 Meter hoch und wenn man an einer Parkbucht anhält, dann blickt man an manchen Stellen ohne Geländer steil in die Tiefe.



Atravesado

Der höchste Punkt der Fahrt ist ein Aussichtspunkt namens Bordo Atravesado. Hier ist man auf 2.020 Meter über dem Meeresspiegel und blickt weit hinab in das weite Tal und auf diverse Bergrücken: die Sierra de Los Tarjados, Talampaya im Süden und die schneebedeckten Gipfel der Sierra de Famatina. Hunderte von Formen kann man in den roten Steilwänden der Cuesta de Miranda entdecken. Wir haben so viel fotografiert unterwegs, für all die Bilder ist hier auf der Seite gar kein Platz.

Ungefährt 12 Kilometer lang ist die Straße, zwar nicht asphaltiert, aber Ende 2008 in einem guten Zustand. Gar kein Problem, sie bei trockenem Wetter mit einen normalen Auto zu befahren. Nach der Passhöhe geht es dann steil wieder bergab. Hier kamen wir durch ein Tal, in dem wir am Rand der Straße durchaus bizarre Felsformationen fanden. Bilder davon hatten wir noch in keinem Reiseführer gefunden, überhaupt wird diese Strecke leider meist nur in ein paar Sätzen abgehandelt. Ebenfalls auffallend war die hohe Anzahl blühender Kakteen. Diese Pflanzen hatten uns zwar immer schon begleitet, aber so viele blühende wie hier hatten wir noch nicht gesehen. Dicke, längliche weiße Blüten die zum größten Teil gerade aufgingen. Ein paar Wochen später muss der Anblick wunderbar sein, vermutlich liegt das Tal hier besonders geschützt.

Die Straße wird wieder einfacher befahrbar, weil der Asphalt anfängt. Nach einer weiteren Polizei- und Obstkontrolle führt sie dann fast schnurgerade durch eine Ebene in Richtung Villa Unión. Die Landschaft rechts und links ist eher unspektakulär, im Rückspiegel wurden die Berge der Cuesta de Miranda immer kleiner.

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann unser Hotel, das Pircas Negras, wo wir uns nach der Fahrt erst einmal im Pool entspannen konnten.




Google Map zum Thema

Cuesta de Miranda - Ruta 40

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