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TALAMPAYA 3

Vom ersten Stopp mit seinem Rundweg, vorbei an den Petroglyphen, geht die Fahrt tiefer hinein in den Canyon. Der nächste Halt, an dem wir alle wieder aussteigen durften, befindet sich mitten im imposantesten und meist fotografierten Canyon inmitten des trockenen Flussbettes des Rio Talampaya, dort, wo die Schlucht am schmalsten ist. Ich freue mich über mein 10-20mm Weitwinkel-Zoom... Im Trias streiften die Dinosaurier hier entlang, wovon heute noch zahlreiche Fossilienfunde zeugen.

Hier beeindrucken nicht nur die senkrechten, roten Felswände vor blauem Himmel.Der Fußweg führt hier durch den Bosquecillo, den kleinen Wald. Hierbei handelt es sich um eine repräsentative Ansammlung endemischer Pflanzen. Dieser Jardin Botanico beherbergt im Schatten der Felswände an die 40 verschiedene Pflanzen, viele davon sind Medizinalpflanzen. Hier gibt es beeindruckende Büsche und Bäume, wie der Chanar mit seiner knallgrünen Rinde. Oder die Kaper (capparis atamisquea) und ein mit langen Dornen bewaffnetes Mimosengewächs (prosopis chilensis). Die Felswände rundum sind 150 Meter hoch und Schreie der grünen Felsensittiche (cyanoliseus patagonus) hallen durch das enge Tal. Sie sitzen in schmalen Ritzen im Felsen und beobachten die für sie ungebetenen Besucher.

Der Führer geht dann mit der Gruppe zu einem Highlight des Parks, dem Chimenea del Eco. Es handelt sich hierbei um einen halbrunden Erosionskamin in der Felswand mit ca. 5 Metern Durchmesser. Die Gruppe muss sich hereinstellen und alle rufen zusammen: ¡Hola Argentina!. Das Echo kommt 3- bis 5-fach zurück und es scheint fast so, als würde es lauter.

Als sich alle wieder am Bus versammelt hatten, gab es unter einem wunderschönen Baum im Schatten etwas zu trinken für alle. Wahlweise Kaffee, Tee oder Wasser, dazu wurden Bonbons gereicht. Eine nette entspannende Aufmerksamkeit, mit der wir gar nicht gerechnet hatten. Die kleinen Becher und Bonbonpapierchen wurden alle sorgfältig wieder eingesammelt und im Bus verstaut.



Kathedrale

Die Fahrt führt weiter, der Canyon öffnet sich wieder und die Felswände weichen ein wenig vom Fahrweg zurück. Der Blick aus dem Busfenster bleibt beeindruckend, hinter jeder Kurve gibt es neue Formationen zu entdecken.

Der nächste Halt findet an einem weiteren Wahrzeichen des Talampaya statt, an der so genannten Kathedrale. Hier steht man klein und staunend in einer weiten, staubigen Ebene vor einer gut 140 Meter hohen, kerzengeraden und auch noch fast 400 Meter langen Felswand. Sie beeindruckt mit freistehenden dünnen Felsnadeln. Auf dem Boden davor haben sich malerisch ein paar Büsche drapiert, einer davon blühte sogar in kräftigem gelb und ist von Bienen besucht. Ebenso fotogen sind die abgestorbenen Baumstämme, die vor der Felswand liegen. Hoch oben am Himmel ziehen Geier und Raubvögel ihre Kreise. Selbst der Bus wirkt klein und unscheinbar vor dieser Naturkulisse.

Die Gruppe verstreut sich und alle suchen die besten Fotowinkel, wohl dem, der ein Weitwinkelobjektiv besitzt. Hier wäre man gerne alleine, ohne dass einem immer wieder Gruppenmitglieder vor die Linse laufen. Da heißt es warten, bis niemand mehr im Bild ist. Aber eine Person im Vordergrund zeigt auch den Massstab - alles ist realtiv. All zu viel Zeit hat man dafür leider nicht, dann geht es schon wieder weiter zum nächsten Stopp.

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