Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2003

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WANDERUNG

Den ersten Teil dieser Wanderung mit Anfahrt findet man auf der ersten Seite.

Nachdem wir nach dem halben Abstieg in den Canyon die grandiose Aussicht auf das Tal und die gegenüberliegende Steilwand genossen hatten ging es weiter bergab. Von oben hatten wir eine ganze Menge Pfade entdeckt, aber auch Kühe, die im Tal weiden. Es waren also eher Trampelpfade von Vieh, ein Wanderweg war weder ausgeschildert noch immer zu erkennen.

Also haben wir grob die Richtung sondiert und uns rechts gehalten, in der Hoffnung unten im grünen Dickicht auf die Brücke zu treffen.

Direkt am Fluss endete der Weg - dummerweise oben auf einem etwa 12 Meter hohen Felsen. Irgendwie musste es doch wie am Anfang des Weges ganz oben eine Stelle in der senkrechten Felswand geben, die durch Erosion etwas abgeschrägt und gangbar war. Nach einigen Minuten Sucherei fanden wir dann nur einige Meter zurück auf der rechten Seite einen ziemlich steilen Abstieg in einer Felsrinne, angefüllt mit Sand und Kieseln. Einige behelfsmäßig befestigte Bretter bildeten hier und da eine Stufe, zusammen mit einer Menge Geröll rutschen wir herunter, dann standen wir auf dem Boden der Schlucht. Hier war es grün, Vögel sangen, es war windstill, und ab und zu huschten kleine Nager quieckend in den Schutz ihrer Höhlen. Vermutlich Gruppen von tuco tuco, etwas größer als ein Meerschwein.

Das war Idylle pur, mittlerweile war uns so warm dass wir die Jacken ausgezogen hatten. Es gibt eine Menge Sand in den Flussschleifen am Talgrund, direkt daneben auch oberflächlich ausgetrocknete Schlammflächen, die teilweise sehr tief sind und in dem die Schuhe versinken. Daneben wieder üppige Wiesen mit weißlich-gelben Blumen, auf dem kleinen Foto zu sehen. Ab und zu hört man in der Ferne ein Rind, sonst ist es fast unheimlich still. Auch der ständige Wind schweigt hier am Talgrund. Auf dem Weg zum Flussufer hielten wir uns immer schön an der Grenze zum Gras, um nicht unbedacht in Treibsand zu geraten.

Die Brücke

Nachdem wir uns im einem trockenen und festen Flecken von warmen Sand eine Weile von den Strapazen des Abstiegs erhohlt hatten entdeckten wir wider Erwarten auch schnell die schmale Fußgängerbrücke. Eine rote Hängebrücke aus zusammengebundenen und verklammerten Stahlgittern, die über den kristallklaren Fluss führte - darunter lagen noch die Trümmer der vorherigen Holzkonstruktion.

Nachdem wir mehrmals hin- und hergelaufen waren, weil man natürlich noch ein schnell eine Videosequenz vom tapferen Überschreiten der Todesbrücke filmen muss, suchten wir die Fortsetzung des Weges wieder hinauf zur Rangerstation.

Was aus der Höhe der anderen Seite noch als Trampelpfad klar erkennbar war konnte man von unten und aus der Nähe nicht mehr erkennen. Da wir aber ungefähr wußten, wo sich die Rangerstation befindet, war es nicht schwer einfach bergauf in diese Richtung zu klettern.

Das erwies sich aber als sehr schweißtreibend, denn nach einer Weile wurde die Steigung sehr heftig etwa 45° - ohne unsere Bergstiefel wären wir weggerutscht. Unten auf dem Bild ist dieses Stück rechts neben der Rangerstation zu sehen. Zum Glück war der Sandstein schön griffig. Oben angekommen waren wir fix und fertig, und da entdeckten wir einen einfachereren Weg, den wir von unten übersehen hatten. Nun war es zu spät, aber der Rückweg würde einfacher sein. Im Restaurant der Rangerstation belohnten wir uns erst einmal mit einer kalten Cola.

Wahrscheinlich ist diese Wanderung für durchtrainierte Menschen ein Spaziergang, wir fanden es schon ziemlich anstrengend, vor allem weil wir nach Besichtigung der Cuevas de las Manos den gleich Weg ja auch wieder zurück mussten.

Denn unser Auto wartete einsam oben auf der gegenüberliegenden Felskante... Doch die Erfahrungen des Hinwegs halfen uns sehr beim Rückweg, wo wir gezielt einfache Passagen wählen konnten und es insgesamt leicht in der Hälfte der Zeit schafften. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir zurück in Los Toldos.

Auch wer hier mit dem Auto hinkommt, der sollte unbedingt von der Rangerstation bis hinunter zum Fluss klettern. Der Weg führt am Anfang ganz sachte von der Station aus etwas parallel zur Straße und macht dann einen Knick in das Erosionstal rechts neben der Station. Nur kurz vor dem Talboden muss man ein kleines Stück klettern. Aber es lohnt sich. Die Stimmung und die Aussicht sind grandios.

Video zum Thema

Cueva de las Manos

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