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ALLGEMEINES

Anders als in Patagonien haben wir die Hotels in der Region Cuyo allgemein als sehr angenehm empfunden. Überall gab es heißes Wasser ohne Aufwand, jederzeit Strom aus der Steckdose, offene Kamine für die kalte Jahreszeit und meistens auch ein richtig gutes Frühstück. In Patagonien waren diese Dinge damals nicht selbstverständlich. Fünf Jahre nach unserer ersten Argentinienreise hatte sich auch Allgemein so einiges getan und vor allem die Weinregionen im Cuyo bieten heute schon eine andere Klasse an Unterkünften an. Denn wo es Wein gibt, da gibt es weltweit meist auch Boutique Hotels und gutes Essen.

Viele der von uns besuchten Hotels waren noch recht neu, was sich auch in der geschmackvollen und modernen Einrichtung zeigte. Einige fanden wir noch nicht einmal auf dem Sat-Bild bei Google Map, da es sie noch gar nicht gab zur Zeit der Aufnahme - und die sind ja bekanntlich meist nicht älter als 3 Jahre. Flachbildschirme mit Sat-TV im Zimmer gab es öfters, Wi-Fi war meist schon selbstverständlich und oft gab es einen Internet-PC zur kostenlosen Nutzung in der Lobby. Die Betten waren breiter und bequemer als in Patagonien und der Austattungsstandard der Zimmer wesentlich höher. Ausnahmen gab es natürlich auch, aber dann stimmte auch der meist niedrige Preis.

So kann man sich je nach Budget eine schöne Rundreise zusammenstellen, ob einfache Hosteria oder Luxus-Boutiquehotel. Für uns macht es, wie immer, die Mischung. Allerdings steigen mit dem Preis natürlich auch die Ansprüche. Das teuerste Hotel der Rundreise kostete 300 US$ mit Halbpension für zwei Personen, das günstigste 69 US$ mit Frühstück. Wobei das Teuerste nicht das Beste und das Günstigste nicht das Schlechteste war.

Gebucht haben wir die Hotels der Rundreise über Patricia von wwww.boutiquehotelsargentina.com in Buenos Aires. Bezahlt wurde alles in US$ im Voraus, auf ein Konto in den USA. Trotz anfänglicher Skepsis hat alles reibungslos funktioniert und da der Dollar im Laufe des Jahres 2008 teurer wurde hatten wir einen guten Preisvorteil dadurch. Glück muss man haben!

Die beiden Hotels in Mendoza und in Buenos Aires waren bei www.asiarooms.com günstig zu haben. In Buenos Aires wird fast monatlich ein neues Boutique-Hotel eröffnet, meist in den Vororten Palermo und San Telmo. Und die haben dann erst einmal Eröffnungsangebote, es lohnt sich also ein wenig nach News zu stöbern. Wo bekommt man schon ein Superior Zimer mit Whirlpool in einem kleinen, exklusiven Hotel in einer Hauptstadt für 97 Euro? Und das inklusiv Frühstück für zwei Personen.

Unseren Leihwagen, Kategorie Ford Focus, haben wir über www.holidayautos.de alles inklusive gebucht und sind bei Alamo gelandet. Bei den internationalen Flügen hat die Lufthansa die besten Verbindungen, die Flüge innerhalb von Argentinien haben wir bei www.lan.com gebucht.


Service

Auch wenn die Ausstattung des Hotels vom Feinsten ist: in Bezug auf den Service sollte man nicht all zu viel erwarten - auch nicht bei Hotels, die ihre Preise in US$ angeben oder eine tolle Webseite in diversen Sprachen haben. Die wenigsten Angestellten sprechen eine Fremdsprache, daher sind Spanischkenntnisse von Vorteil. Nur in den teureren Hotels um Mendoza trafen wir auf wenigstens einen Englisch sprechenden Menschen im Hotel. In den ersten 14 Tagen unserer Rundreise war es genau einer: der Guide im Nationalpark Ischigualasto.

Die Angestellten der Unterkünfte sind meist Einheimische aus der ländlichen Umgebung. Sie tun ihr Bestes, sind immer freundlich und hilfsbereit. Aber sie haben keine Vorstellung davon, wie es ist die Landessprache nicht zu verstehen. Rund um Argentinien wird ja nur Spanisch und das verwandte Portugiesisch gesprochen, die meisten Gäste sind Argentinier oder Chilenen und überhaupt sind viele Bewoner im Cuyo noch niemals weiter gereist als bis zur nächsten Provinzhauptstadt. Teilweise stammen die Mitarbeiter aus Kooperativen aus dem Dorf um die Ecke. Da wundert es nicht, wenn es an Weltgewandheit feht. Was man als Gast dann auch durchaus als positiv empfindet, denn so bleibt das Geld vor Ort. Zusätzlich unterstützt haben wir die Mitarbeiter zum Beispiel, in dem wir angebotene Marmeladen oder Nüsse gekauft haben. An anderer Stelle haben wir die dann wieder verschenkt, man kann ja nicht alles mit nach Hause nehmen.

Einfache Dinge würden dem Fremden ja schon helfen, aber dies ist noch nicht zu den Managern vorgedrungen. So könnte man das Menü für den Abend, wenn es im Übernachtungspreis inbegriffen ist, auf eine Tafel schreiben. So hätte der Gast die Chance, vorab unbekannte Vokabeln im Wörterbuch nachzuschlagen. Sitzt man schon am Tisch und der Kellner leiert die Speisefolge in schwer verständlichem Dialekt herunter, dann kommt man irgendwann nicht mehr mit, wenn Vokabeln fehlen. Bei der Bitte um Wiederholung wird dann der gleich Text genau so schnell und unverständlich noch einmal wiederholt. Also wird meist gegessen, was auf den Tisch kommt und hinterher analysiert was es war. Auch ein fertig vorbereitetes kleines Verzeichnis im Zimmer, was man wo und wann machen kann, wann und wo es Essen gibt, wäre hilfreich, aber so etwas haben wir nur selten gefunden.

Eine andere Sache, die uns hier extrem aufgefallen ist: Man muss für alles nachfragen. Von selbst kommt kaum jemand auf die Idee, nach langer Fahrt nach der Ankunft eine Tassee Kaffee anzubieten. Oder den Gast, der eine Stunde im Aufenthalsraum sitzt und liest mal zu fragen, ob er etwas zu trinken haben möchte. Es ist kein Problem etwas zu bekommen, aber man muss sich immer melden - und das auf spanisch.


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