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VOGELINSEL UND MUSEUM

Über den Isthmus Carlos Ameghino, der den Golfo San José und den Golfo Nuevo trennt, erreicht man die Halbinsel Valdés. Nur wenige Kilometer hinter dem Kassenhäuschen und dem Centro de Visitantes, wo man seine 25 Pesos Eintritt zahlt, liegt rechts die erste Zwischenstation für Touristen auf dem Weg zu den attraktiven Schauplätzen der Region: ein Interpretation Center mit einem kleinen Aussichtsturm.

Der Eintritt in das kleine Museum ist hier kostenlos, leider ist die ganze Ausstellung ausschließlich in Spanisch beschildert und die Ausstellungsstücke sind zum Teil doch schon ziemlich verstaubt und alt. In der Mitte ist ein komplettes Walskelett aufgebaut, es gibt geologische und paläontologische Schaukästen, Fundstücke von Urzeitmenschen, Indianern und europäischen Einwanderern sowie eine Reihe ausgestopfter Tiere in einem Nebenraum.

Ein kurzer Rundgang lohnt sich dennoch für den ersten Überblick, wenn nicht gerade eine ganze Busladung Touristen angekommen ist, denn dann wird es sehr schnell eng in den Räumen. Bei vielen der Tiere kann man sich auf jeden Fall eine Vorstellung von der Größe, Form und Farbe machen, wenn man später danach Ausschau halten will. Filmvorführungen, natürlich ebenfalls ausschließlich in Spanisch, runden das Angebot ab.

Vom Aussichtsturm hat man einen weiten Blick über das flache Land und sieht den Golfo San José im Norden und den Golfo Nuevo im Süden.

Isla de los Pájaros

Gegenüber dem Interpretation Center zweigt eine Stichstraße ab zur Vogelinsel Isla de los Pájaros. Diese liegt im Golfo San José, der einen Gezeitenhub von rund 11 Metern hat. Bei Ebbe erstreckt sich hier an der gesamten Küste ein kilometerweites Wattgebiet und bietet zahlreichen Tieren Nahrung im Überfluss.

Bei unserer Ankunft am Aussichtspunkt war noch etwas vom Watt zu sehen. Das Seevogel-Schutzgebiet hier heißt Reserva Faunistica Isla de los Pájaros und entpuppte sich doch als ziemliche Enttäuschung. Vielleicht ist das Eiland im November mit nur wenig Bewohnern zu bewundern, sehr viele Vögel sahen wir nämlich nicht.

Das die Insel selbst nicht betreten werden darf und etwas vor der Küste liegt hatten wir vorher gelesen. Nur ausgesuchte Wissenschaftler bekommen einen Sondergenehmigung für Studien. Allerdings hatten wir wohl eine falsche Vorstellung von den Dimensionen.

Vor dem Rangerposten hat man eine hölzerne Beobachtungsplattform errichtet, von der man mit einem dort eingebauten Fernglas für einen Peso einen Blick auf die Vogelinsel werfen kann. Eine Karte und Ansichtsskizze im show-room erklärt dann, welche Vogelart welchen Teil der Insel bewohnt.

Leider ist die Insel so weit weg, das selbst mit gutem Fernglas die Tiere nur als kleine, weiße Pünktchen zu erkennen sind. Dafür kann man sich in einem Mini-Museum wenigstens windgeschützt einige Fotos von den dort lebenden Seeschwalben, Austernfischern, Sturmvögeln, Kormoranen und diversen Möwenarten anschauen.

Zu allem Überfluss kam dann noch ein großer Reisebus an und eine Besucherhorde verteilte sich auf dem Gelände. Grösste Attraktion war dann auch nicht die entfernte Vogelinsel, sondern das alte blecherne Flugzeug. Ein beliebtes Fotomotiv für die argentinischen Touristen. Etwas abseits kann man noch eine hübsche kleine Kirche besichtigen.

Alles in allem war der Besuch hier eher frustrierend, die Abzweigung hätten wir uns eigentlich sparen können. Passionierte Vogelbeobachter sollten schon ihr Zeis-Spektiv mit Stativ und mehr als einem Meter Brennweite dabei haben.

Video zum Thema

Isla de los Pájaros - Península Valdés

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