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PUNTA NORTE

Dies ist eine ältere Seite, neuere Infos und Bilder von einem zweiten Patagonien-Besuch im Oktober 2014 findet Ihr auf den Seiten Punta Norte und Sex on the Beach.

Wer eine Rundreise auf der Península Valdés unternimmt, ob organisiert oder auf eigene Faust, der hat die Landspitze von Punta Norte mit Sicherheit auch auf dem Besichtigungsprogramm. Das Reservat am Kap ganz im äußersten Nordwesten, welches am 29. September 1968 gegründet wurde, zieht mit seinem Tierreichtun viele Besucher an.

Kommt man von Punta Delgada, führt die RP 41 zuerst einige Kilometer entlang der Caleta Valdes. Hier sieht man unterwegs schon von einigen Aussichtspunkten Pinguine, zahlreiche Seevögel und Truthahngeier. Auch die trägen See-Elefanten liegen verstreut auf der langestreckten Landzunge. In der Steppe sieht man hier mit ein wenig Glück Guanacos, Nandus und Füschse.

Bevor man Punta Norte erreicht, durchquert man noch das 14.000 ha große Gebiet der Estancia Ernestina. Eine Schaffarm der Familie Copello, die Merionowolle produziert. Man sieht das Haupthaus von der Straße aus. Hier öffnet man sich langsam für den Tourismus und es werden auch einfache Unterkünfte angeboten. Auf dem Gelände der Farm befindet sich ebenfalls eine Pinguinkolonie, die aber nicht leicht zugänglich ist.

Punta Norte ist 87 km von Punta Delgada entfernt. Das Reserva Faunística Punta Norte ist vor allem berühmt durch die große Kolonie von See-Elefanten und See-Löwen. Angeblich soll hier sogar die einzige kontinentale See-Elefanten Kolonie der Erde beheimatet sein, was angesichts des Anblicks der See-Elefanten bei Punta Delgada zweifelhaft erscheint.

Abhängig von der Jahreszeit und auch von Ebbe und Flut kann man hier in dem vorgelagerten Tidenkanal auch Orcas bei der Jagd auf junge Seelöwen beobachten. Wir hatten im November leider kein Glück, die meisten Sichtungen liegen sowieso in den Monaten Februar, März und April.

Am Aussichtspunkt

Erreicht man das Reservat, parkt man auf einem kleinen Parkplatz direkt am Büro der Parkverwaltung. Hier gibt es auch ein kleines Cafe mit Souvenirshop, Toiletten und ein kleines Museum. Dort zeigt man Fotos von Orcas, die Seelöwen attackieren, von Seevögeln und der Seelöwenkolonie.

Direkt am Parkplatz sahen wir einen kleinen Graufuchs, der nicht besonders scheu war. Anscheinend hatte er gelernt, dass es ab und zu Futter gibt und er wartete geduldig auf einen Happen, den ihm einige Besucher zuwarfen. Wir nehmen grundsätzlich davon Abstand Wildtiere zu füttern und haben den kleinen Kerl lieber fotografiert. Anscheinend sieht man hier öfters Füchse aus nächster Nähe, die sich an die Menschen gewöhnt haben, es soll eine ganze Gruppe zutraulicher Füchse geben.

Ein kurzer Pfad führt zu dem Aussichtspunkt mit einem Unterstand hoch auf den Klippen. Unten tummeln sich einige Seelöwen und See-Elefanten an der Wasserkante. Bei Ebbe kommen hier die typischen Gezeitenpools aus dem Wasser, die mit Algen bewachsen sind und Rinnen in Richtung Meer aufweisen. Vögel wie die schwarz-weißen Austernfischer streiten sich lautstark um Beute, die freiliegt wenn sich das Meer zurückzieht.

In der großen Seelöwenkolonie von Punta Norte wurden bis zu 3.000 erwachsene und 1.350 Jungtiere gezählt. Sie leben hier das ganze Jahr. Leider sahen wir nicht besonders viele direkt unterhalb der Wege, die meisten waren wohl gerade auf Futtersuche im Meer, denn wir kamen gegen Mittag an. Mit Fernglas konnte man im Süden noch einige erkennen.

Auch ein paar See-Elefanten lagen träge in der Sonne und schaufelten sich Sand und Kiesel zur Kühlung auf den Rücken. Direkt neben dem Reservat gibt es noch einige Strände mit hohen Dünen.


Google Map zum Thema

Punta Norte


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Video zum Thema

Orca attack La Ernestina

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