Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2003

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WHALE WATCH I

Große Gruppen von südlichen Glattwalen (Eubalaena Australis) tauchen jedes Jahr regelmäßig vor den Küsten von Valdés auf. Auf spanisch heißen sie Ballena Franca Austral. Bisher hat man bis zu 1.500 Tiere registriert.

Nicht nur der nördliche und südliche Glattwal, sondern auch der Grönlandwal und der Zwergglattwal gehören zur Familie der Glattwale. Der Name stammt von ihrer verhältnismäßig glatten Unterseite. Da sie sehr trotzdem nur sehr langsam schwimmen sind sie früher eine relativ leichte Beute für die Walfänger gewesen. Heute sind alle Glattwale außer dem Zwergglattwal quasi aussterbende Arten.

Alle in argentinischen Hoheitsgewässern auftauchenden Glattwale sind Kraft Gesetzes geschützte Naturdenkmäler. Sie sind vor allem zwischen Juli bis November eine der Hauptattraktion der Region weil sie jedes Jahr wiederkehren um sich in der Bucht von Puerto Pirámides zu paaren. Dort bringen sie auch ihre Jungen zur Welt und ziehen sie im warmen Gewässer groß.

Die friedfertigen Tiere erreichen eine Länge von über 15 Metern bei einem Gewicht von bis zu 50 Tonnen und werden immerhin 70 Jahre alt. Im Golfo Nuevo finden sie ausreichend Nahrung, eine Planktonart namens Krill. In der Bucht von Puerto Pirámides kann man sie besonders gut beobachten. Ihre Sprünge sieht man sogar vom Ufer aus oder man nimnmt an einer der angebotenen Bootstouren teil. Bei Naturschützern sind diese Fahrten allerdings nicht ganz unumstritten, da sich die Boote sehr nahe an die Tiere wagen.

Die Boote

Jährlich kommen über 100.000 Besucher, um dieses Naturschauspiel einmal live zu erleben. Vor allem viele Argentinier, die gerne Urlaub im eigenen Land machen. Aber auch Forscher, Biologen und Naturfotografen haben diesen Teil der Welt schon seit langem für sich entdeckt.

Wir fuhren einfach in den Ort Puerto Pirámides hinein, einige Schilder machten schon auf die Touren aufmerksam, manche Büros waren allerdings geschlossen. Eine Übersicht gibt es nicht, daher gingen wir einfach ins auffälligste Gebäude, das geformt war wie ein großes Schiff (auf dem Bild unten zu sehen) und buchten kurz entschlossen die nächste Fahrt. Die Tour kostete uns pro Person 50 Pesos und dauerte etwas mehr als eine Stunde.

Unten nahmen wir orangefarbene Schwimmwesten auf und gingen hinunter zum Strand. Es gibt verschiedene Boote hier, kleine und größere, moderne und ziemlich alte und verrostete. Unseres, die Pinino VII, sah sehr vertrauenserweckend und groß aus. Man sitzt zwar im Freien, die hohen Rückenlehnen der Stahl-Bänke bilden aber ringsum einen Schutz gegen Wind und Gischt. Während der Fahrt muss man sitzen und sich festhalten, wenn das Boot still liegt kann man aus dem Innenraum heraus an die Reling treten und so sehr nahe an die neugieriegen Wale kommen, die den Kopf direkt daneben aus dem Wasser strecken.

Unser Boot war eines der größten, was bei der langen Dünung auch gut war. In einigen der kleineren Booten müssen die Passagiere nicht nur Schwimmwesten, sondern auch noch Regenumhänge gegen die Gischt tragen. Ein einziger Flossenschlag der riesigen Meeressäuger könnte eines der kleineren Boote sofort auf den Meeresgrund befördern, allerdings ist so etwas bisher noch nie vorgekommen. Die friedfertigen Riesen wurden zwar viele Jahrhunderte lang bejagt, aber trotzdem scheinen sie en Menschen gerne neugierig zu beobachten.

Der Hafen

Der Hafen von Puerto Pirámides besitzt weder ein Pier noch irgendwelche Hafenanlagen - ein Stück Steg an einer Stelle der Felsküste für den ältesten Rostkahn unterschlage ich hier mal. Es ist schlicht eine weite flache Bucht mit Sandstrand und Dünen im Hintergrund, begrenzt von steilen Sandsteinfelsen. In einem anderen Klima würden hier dichte Reihen von Liegstühlen und Sonnenschirme stehen.

Da der Tidenhub in der Bucht sehr groß ist und der Strand sehr flach in Richtung Bucht abfällt, müssen die Ausflugsboot mit riesigen Traktoren auf Anhängern rückwärts ins Meer geschoben werden. Das passiert, wenn alle Passagiere schon im Boot sitzen und es sind je nach Ebbe und Flutstand schon mal über hundert Meter bis das Boot dann endlich Wasser unter dem Kiel hat.

Wir waren die einzigen Europäer an Bord, alle anderen Passagiere stammten aus Argentinien. Trotzdem machte sich die Bootsbesatzung die Mühe, wichtige Anweisungen zur Sicherheit extra für uns noch einmal auf englisch zu wiederholen. Dann ging es endlich hinaus aufs Meer, was wir dort sahen zeigen wir Euch auf der ZWEITEN SEITE.

Google Map zum Thema

Puerto Pyramides


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Video zum Thema

Whale watching Peninsula Valdes

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