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GELDGESCHÄFTE

Die australische Landeswährung ist der australische Dollar (A$), der im Volksmund auch Buck genannt wird. Er ist wesentlich peiswerter als der amerikanische Dollar, was einen Australienurlaub in Punkto Nebenkosten auch erschwinglicher macht.

Achtung: Historischer Absatz! :-) Stand September 2009: 1 Australian Dollar = 0.59579 Euro Die Kaufkraft der DM in Australien bewertet das Statistische Bundesamt, dort wurde errechnet, dass bei einem Kurs von durchschnittlich 1,25 DM für 1 A$ die Kaufkraft der DM bei 1,02 liegt. Australien ist damit nach wie vor eines der wenigen Länder, in denen deutsche Reisende mehr für ihr Geld erhalten als im eigenen Land.

Der Dollar unterliegt allerdings meist starken Schwankungen im Verhältnis zur DM, abhängig vor allem von der wirtschaftlichen Situation in Asien, wohin ca. 60% der Exporte gehen. Der Höchststand war am 7.7.1999 bei 1,28 DM, seinen Tiefstand erreichte er am 15.10.1998 mit 0,96 DM.

Tauschen sollte man erst in Australien, denn der Kurs in Deutschland ist wesentlich schlechter. Ausländisches Geld kann man in Touristenzentren in so genannten Wechselstuben oder als Hotelgast auch in den größeren Hotels umtauschen. Am besten geht man aber zu den Banken, die Öffnungszeiten sollte man allerdings genau beachten. Geöffnet ist Mo.-Fr. ab 9:30, nach 16 Uhr haben alle Banken zu. Am günstigsten ist es allerdings, sich bei einer Bank das Geld auf Kreditkarte zu besorgen - Devisen wechseln kostet nämlich Gebühren, und Kreditkarten bieten die besten Kurse. Mit cash cards oder keycards kann man landesweit die Geldautomaten, die EFTPOS-Maschinen (Electronic Funds Transfer at Point of Sale), benutzen.

Die gängigen Kreditkarten wie Mastercard, American Express, Visa und Diners Club werden gerne angenommen. Am meisten verbreitet sind allerdings Visa und EuroCard/MasterCard, die in Australien "BankCard" heißt. Die anderen Unternehmen haben nicht so eine breite Akzeptanz. Nur in ganz entlegenen Outbackregionen wird "Plastik" teilweise nicht akzeptiert, wohingegen man in Sydney oder Melbourne nach der Ankunft sogar im Taxi vom Flughafen zum Hotel schon mit Plastikgeld bezahlen kann.

Egal ob im Restaurant, im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Motel, es ist völlig normal, und die Zahlung erfolgt meistens schon online und nicht mehr mit den alten Ritsch-Ratsch-Kartendruckern. Das Zauberwort an der Kasse lautet "on credit", d.h. man unterschreibt einen Bon und muss keine Geheimnummer eingeben. Für Kleinbeträge unter 20-30 A$ sollte man aber schon genug Bargeld dabeihaben.

Travellerschecks, ausgestellt auf DM, US$ oder A$, sind ebenfalls problemlos einzutauschen.

Steuern

Angenehm für den Reisenden, im Gegensatz zu den USA: Alle ausgezeichneten Preise sind immer Endpreise inklusive aller Steuern.

Ab Juli 2000 wurde eine landesweite GST (Goods and Service Tax) mit einem Satz von 10% eingeführt. Allein die Diskussionen im Vorfeld, was denn nun genau besteuert werden soll und was nicht, waren sehr verwirrend.

Die GST ersetzt das alte System indirekter Steuern, das ausgewählte Waren bis zu 32% verteuerte. Definitiv ausgeschlossen von der Steuer sind die Kosten für Gesundheit, Erziehung, Kinderpflege, Lokalregierungen, Wasser und Abwasser. Auf frische Lebensmittel, aber auch auf Wein und Bier wird ebenfalls keine "Goods and Services Tax" erhoben.

Alle Einnahmen der GST fließen direkt den Gliedstaaten und Territorien zu. Weitere Neuerungen sehen eine höhere Entschädigung der Rentner und Wohlfahrtsempfänger sowie ein besonderes Drei-Jahres-Umweltschutzprogramm mit Kosten von umgerechnet 1,24 Milliarden DM vor.

Für Touristen bedeutet die Steuer schlicht eine 10%ige Erhöhung der Kosten vor Ort, vor allem für Unterkunft, Restaurants, Touren, Benzin, einen Mietwagen oder Inlandsflüge. Insbesondere alle Serviceanbieter sind erbittert, da sie nun mit der Mehrarbeit für ein kompliziertes Anrechnungsverfahren in Anspruch genommen werden.

Trinkgeld

Noch vor einigen Jahren waren Trinkgelder eher unüblich, ähnlich wie in der nahen Südsee, wo auch traditionell kein Trinkgeld angenommen wird. Bei gutem Service ist es heute aber durchaus üblich, diesen - wie in Europa - durch ein Trinkgeld nach eigenem Ermessen zu honorieren. Es gibt jedoch keine "Verpflichtung" für Tips wie in den USA.

In den Hotels und Restaurants kommt kein Bedienungszuschlag auf die Rechnung. Meist erntet man erstaunte Blicke, wenn man die Summe auf mehr als den nächsten Dollar aufrundet, gefolgt von Dankesbekundungen, die zeigen, dass Trinkgelder hier nicht so selbstverständlich sind. In den großen Städten sind die Servicekräfte natürlich in dieser Hinsicht verwöhnter als auf dem Land.

Alltagskosten

Genaue Preise anzugeben ist schwierig, dazu ändert sich sowas viel zu schnell. Der wöchentliche Durchschnittslohn aller Vollzeit-Arbeitnehmer lag 1996 bei $687. Männer verdienten durchschnittlich $727.60, Frauen $613.50. Gut verdienen zum Beispiel qualifzierte Kräfte im Bergbau ca. $1.100 - wesentlich weniger bekommen Arbeitnehmer in der Hotel- und Restaurantbranche mit etwas über $400.

Etwa 75 Prozent der Australier wohnen in den eigenen 4 Wänden. Je dichter man in einem Stadtzentrum wohnen will, je teurer wird Haus oder Wohnung. Wer aber in den Suburbs oder in Kleinstädten glücklich ist, muss mit 100.000 bis 200.000 A$ für ein normales Haus mit 3-4 Schlafzimmern rechnen. Das Haus steht dann meist auf einem 500 bis 1.000 qm großen Grundstück. Nebenkosten für Gemeideumlagen, Strom, Gas und Wasser sind niedriger als in Deutschland - teilweise sogar erheblich niedriger. Überall in Kleinstädtchen bieten mehrere Immobilienmakler in ihren Schaufenstern Häuser mit Bild und Beschreibung zum Verkauf an. Es ist immer interessant, hierauf einen Blick zu werfen. In kleinen Landgemeinden ist man schon ab 50.000 A$ dabei

Neue Autos sind in etwa so teuer wie bei uns, Luxuskarossen werden durch einen saftigen Steueraufschlag noch deutlich teurer. Es ist also kein Problem, auf dem Lande mehr Geld in einen luxuriösen 4-Wheeler als in das Haus zu investieren.

Durch lange Lieferwege und fehlendem Wettbewerb sind auf dem Land Benzin, Lebensmittel und industriell hergestellte Dinge des täglichen Bedarfs meist ein Drittel teurer als in den Großstädten und den stadtnahen Berreichen. Falls man größere Anschaffungen vorhat, lohnt sich in Australien durchaus ein Weg von mehreren hundert Kilometern als Einkaufstripp. Das gilt auch, wenn man eine Reparatur am Wagen hat.

Den Touristen interessieren in erster Linie wohl die anfallenden Nebenkosten, die im direkten Zusammenhang mit seinem Urlaub stehen. Bei Übernachtung, Essen und Trinken schwanken die Preise natürlich sehr, abhängig von den persönlichen Ansprüchen - wie überall auf der Welt. Generell ist vieles allerdings eher etwas preiswerter als bei uns.

Postkarten an die Lieben daheim sind billig und schnell. Ein Standardbrief innerhalb Australiens kostet auch nur 45 Cents - trotz 20-facher Fläche gegenüber Deutschland. Wie machen die das, oder warum ist es hier bei uns wohl so teuer?

Video zum Thema

Show me the money

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