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| Murray Downs |

ANFAHRT TEIL 1

Warum wir zweimal die gleiche Strecke zu den Davenport Ranges gefahren sind, und nicht wie zuerst geplant auf dem Hinweg über die nördliche Zufahrt, habe ich schon auf der Allgemeinen Seite beschrieben.

170 km aus Richtung Tennant Creek kommend erreicht man südlich der Devils Marbles die Abzweigung, die nach Ali Curung führt. Ihr kann man folgen, um dann später in Richtung Murray Downs weiterzufahren.

Ali Curung hieß früher Warrabri, liegt im Warrabri Aboriginal Land Trust und bedeutet so viel wie Hunde-Land. Hier leben gemeinsam seit dem Jahr 1956 ca. 500 Aboriginal People von verschiedenen Stämmen (hauptsächlich Warlpiri, Warumungu, Kaiditch and Alyawarr), die allerdings keinen Besuch ohne ein Permit wünschen. Es ist laut aufgestellter Schilder offiziell verboten, die schmale, asphaltierte Zufahrtstraße zu verlassen und auch der Verkauf und Genuss von Alkohol ist in der Region gegen Strafe verboten. Fotos der Community kann man sich im Internet anschauen, denn wenn man das Ende des Asphalts erreicht hat, dann verbietet ein großes Schild den Zutritt. Es sei denn man hat sich vorher beim Central Land Council in Alice Springs eine Genehmigung ausstellen lassen. Es gibt in Ali Curung eine Wetterstation, einen Polizeiposten und das Aleheyarenge Art Center für Frauen.

Auf unserer Fahrt kamen uns ein paar Autos entgegen und wir haben freundlich gewunken. Angehalten haben wir nicht und wenn man die Dächer und Antennen von Ali Curung sieht, dann steht man vor den "no entry" Schildern und biegt rechts ab auf eine recht gut ausgebaute Erdstraße, die um den Ort herumführt.



Murray Downs

Nach Ali Curung geht es weiter durch ein Gate auf das riesige, 5.604 km² große Gelände der Murray Downs Station. Noch ist die Straße breit und recht glatt und gut befahrbar. Ab und zu sind tiefere Reifeneindrücke zu sehen, wo Road Trains mit Rindviechern zu früh nach der Regenzeit zu lange auf der matschigen Straße auf einer Stelle gestanden haben. Die Abzweigung zur Station taucht irgendwann auf der linken Seite auf, von der Straße aus sahen wie aber nur trockene, rote Erde, tiefe Fahrspuren und einen streunenden Hund. Die Station wurde im Jahr 1881 gegründet. Hier ist die ganze Geschichte der Station, die 210 km südöstlich von Tennant Creek liegt.

Einge Zeit jenseits der Station geht es - der Davenport N.P. ist ausgeschildert - wieder links ab, direkt nach der Abzweigung geht es durch ein weiteres Gate. Dann fährt man knapp 40 km durch den Busch, die Straße wird immer schlechter und ein 4x4 Fahrzeug mit hohem Radstand ist hier die Bedingung zur Weiterfahrt. Ein weiteres Gatter muß geöffnet und geschlossen werden, dann ist man im Davenport Range National Park. Bei dieser Aktion scheuchten wir leider zwei Mitchell Kakadus auf, die sich laut kreischend entfernten.

Irgendwo haben wir gelesen, dass dieser Weg auch Taylor's Creek Track genannt wird. Und man hat tatsächlich über viele Kilometer das Gefühl, ständig durch ein Fußbett zu fahren. Es gibt große Steine, auf denen keine Fahrspur erkennbar ist und man wird ziemlich heftig durchgerüttelt. Das Geschüttel nimmt kaum ein Ende und irgendwann erreicht man dann das Errolola Rockhole. Ein Dingo flüchtete, als wir mit lautem Motorgebrumm einen steilen Abhang hochkeuchten. Kurz danach verlässt man das Parkgelände wieder und durchfährt wieder Aboriginal Land. Solange man auf der Straße bleibt, ist alles in Ordnung. Wer hier den Weg verlassen möchte, der braucht ein Permit.


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