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| Die letzten Kilometer |

ANFAHRT TEIL 2

Nach dem ersten Teil der 4x4-Strecke Richtung Davenport Range N.P. wird es plötzlich nasser und der Weg ist mit Wasser bedeckt. Teilweise nutzt man das Flussbett des Frew River als Wegstrecke. In der Trockenzeit war dies kein Problem, mehrere hundert Meter fuhren wir durch recht flaches Gewässer mit allerdings recht groben und holprigen Findlingen im Untergrund. Sieht auf den ersten Blick beängstigend aus, aber die Reifen waren nur knapp zur Hälfte im Wasser. In der Regenzeit ist spätestens hier dann gespenrrt und kein Weiterkommen. Die folgenden Bilder zeigen die Wasserdurchfahrt und den typischen Bodenbelag der Strecke.

Der Parkbereich umfasst die traditionellen Ländereien der Warumungu, Alyawarre und Kaytetye People. Man findet noch alte Feuersteinsteinbrüche auf dem Gelände. In der neueren Geschichte kamen dann die Missionare um Seelen zu retten. Später kamen die Siedler mit Vieh und zuletzt ab dem Jahr 1916 die Bergleute, die hier am Frew River und den Nebenflüssen Wolfram, Gold, Kupfer, Wismut und Zinn fanden. Besonders Wolfram, das zum Härten von Stahl benutzt wird, erzielte bis zum Ende des zweiten Weltkriegs gute Preise. Es wurde zur Waffenproduktion benötigt und war sehr begehrt. So arbeiteten im Jahr 1938 bis zu 200 Männer in diesem abgelegenen Bereich, darunter auch viele Chinesen, Russen, Deutsche, Afghanen und auch die örtlichen Aborigines der Alyawarr, Warlpiri, Warumungu, Kaytetye, Pitjantjatjarra und Arrernte fanden hier Arbeit und auch Schutz.

Doch eine strenge Dürre und hohe Sommertemperaturen bewirkte einen Kollaps der Hauptwasserversorgung. Der Mangel an Wasser trug zur Verschlechterung der Gesundheit der Bergleute bei. Sie drohten, den Bereich zu verlassen und bekamen zur Beruhigung einen mit einem Pedal angetriebenen Morseapparat, um bei Bedarf den Doktor aus dem fernen Tennant Creek zu Hilfe zu holen. Im Jahr 1968 wurde die Mine dann endgültig geschlossen, heute fährt man daran vorbei und sieht überall noch die rostenden und verrotteten Hinterlassenschaften in der Landschaft herumliegen. Die alten Gebäude der Hatches Creek Mine sind eine wichtige Orientierungshilfe, wer es bisher geschafft hat, der hat das Gröbste hinter sich, denn die weitere Strecke nach Norden ist etwas besser ausgebaut.



Die letzten Kilometer

Kurz nach der Mine beginnt auf der Linken Seite der 17 km lange Frew Rivver 4WD Loop Track, für den man ca. 2 Stunden braucht. Er endet ebenfalls wie die von uns befahrene "normale" 4wd-Straße am Old Policestation Waterhole. Doch die aufgestellten Schilder mit der Aufschrift "For expirienced 4W-Drivers only" und "Not suitable for trailers" hielten uns mit unserem 4WD-Motorhome vom Befahren ab. Die Australier schreiben so was nicht zum Spaß, der enge Weg ist für wackelige Camper wohl weniger geeignet, sondern etwas für Freaks mit einem zweiten Wagen, niedriger Dachlast und Winde. Bis hierher hatten wir auch noch kein anderes Auto gesehen. Dafür aber eine größere Horde wilder Esel, die unseren Camper teils neugierig und teils misstrauisch betrachteten. Mehr zu diesen Tieren auf der Flora und Fauna Seite.

Die Landschaft ändert sich ständig und irgendwann kommt man an zwei Häusern und dem Bull Creek Bore vorbei, die auf der rechten Seite liegen. Dann hat man es bald geschafft. Noch ein paar Kilometer bis zur gut ausgeschilderten Abzweigung zum Old Policestation Waterhole. Geradeaus führt die Straße 34 km nach Epenarra. Dort war die Überflutung, die eine Anfahrt auf der nördlichen Strecke unmöglich machte. Zum Waterhole sind es ab Kreuzung noch 9 km.



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