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WOMBAT

Die Wombats (Vombatus ursinus platyrrhinus) sind nagetierähnliche Beuteltiere, weil ihre Schneidezähne ebenso wie bei anderen Nagern ständig nachwachsen und deshalb durch ebenso ständige Abnutzung geschärft werden. Ihre Körperform ist gedrungen mit einem angedeuteten, rudimentären Schwanz, der Kopf ist kräftig ausgeprägt und dick, die Gliedmassen relativ kurz und stark mit jeweils 5 Fingern, bzw. Zehen.

Der Nacktnasenwombat ist ein bis zu einem Meter langes, 20-25 cm hohes und 25-30 kg schweres Tier, enge verwandtschaftliche Verbindungen gibt es unter anderem zum Koala. Der Wombat bewohnt die Gebirgslandschaften und Hügelländer in Tasmanien und Südostaustralien und sein Revier sind Wälder und gebüschbewachsene, felsige Gegenden.

Diese knuffigen Plumpbeutler leben hauptsächlich in bis zu 30 m langen unterirdischen Gängen und sie ernähren sich von Wurzeln und Pflanzen. Die Lieblingsbeschäftigung des Wombats ist das Graben, wozu die Vorder- und Hinterfüße ideal geeignet sind. Den Tag verbringt er zusammengerollt in einer Schlafhöhle, erst in der Dämmerung verlässt er diese zur Nahrungssuche.

So sieht man selten einen Wombat am Tag herumlaufen, wenn wir einen sahen, dann waren wir meist zu langsam mit der Kamera und der Wombat schnell weg und in seinem Bau verschwunden. Höchstens ein unscharfes Wombat-Hinterteil ist mir als Schnappschuss gelungen. Deshalb auf dieser Seite Bilder aus dem Healesville Sanctuary bei Melbourne, in dem neben verschlafenen Erwachsenen 2004/05 auch ein Jung-Wombat namens Jana lebt - ein flinker, munterer und niedlicher Pelzknubbel mit scharfen Krallen.

Besonderheiten

Wombats sind Einzelgänger. Ihre Angewohnheit, immer auf direktem Weg zu ihrem Ziel zu gehen, macht sie bei Farmern nicht sehr beliebt. Zäune werden dabei nämlich einfach niedergewalzt oder untergraben und Felder zertrampelt.

Nur zur zur Paarungszeit leben Männchen und Weibchen zusammen. Als waschechtes Beuteltier haben die Wombats natürlich auch einen Beutel, aber der öffnet sich nicht wie bei den relativ aufrecht laufenden und springenden Kängurus am Bauch nach oben, sondern für einen Vierfüßler passend nach hinten. Denn sonst würden sich die Tiere beim Graben ihrer Gänge selbst den Beutel voll Sand schaufeln.

Der kleine Ort Marysville in den Yarras bei Melbourne hat eine eingene Legende. In der Umgebung sahen wir viele Wombathöhlen, leider haben wir dort nicht übernachtet und tagsüber ließ sich keines der Tiere auf den Straßen und den Wiesen sehen.

Im Visitor Center ist allerdings der seltene Gunni ausgestellt, ein wombatähnliches Tier mit Hörnern. Unten auf dem Bild ist er zu sehen, leider durch eine spiegelnde Glasscheibe fotografiert. Sogar Verkehrsschilder rund um den Ort weisen auf ihn hin. Mehr zu diesem seltenen Tierchen kann man auf der Seite von Marysville Tourism nachlesen.

Feinde

Der größte Feind des Wombat, wie überall in der australischen Tierwelt, ist natürlich der Mensch in der Erscheinungsform als Autofahrer. Wie sahen manches Mal ein überfahrenes Tier am Straßenrand, welches wie ein totes Wildschwein aussah, das war dann wohl immer ein toters aufgedunsenes Wombats. Jungtiere und Babys können in so einem Fall bis zu zwei Tage im Beutel der Mutter weiterleben, also sollte bei einem Unfall immer der Beutel untersucht werden, um ein eventuell vorhandenes Jungtier zu bergen - siehe Jana. Janas Mutter wurde überfahren, das Jungtier aber aus dem Beutel gerettet und im Sanctuary mit der Flasche groß gezogen.

Menschen brachten vor vielen Jahren auch Hunde ins Land. Die sind neben den Dingos nun ebenfalls Feinde der Wombats. Kommt ein Angreifer, so flieht der Wombat blitzschnell in seinen Bau und verbarrikadiert den Eingang mit seinem dicken Hinterteil. Dieses wird nämlich von einer extrem harten Hornplatte bedeckt, in die sich jeder Feind chancenlos verbeissen kann, ohne den Wombat ernsthaft verletzen zu können.

Hier gibt es noch eine Sounddatei mit Wombatlauten.


Video zum Thema

Eye of the Wombat

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