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ALLGEMEINES

Die MacDonnell Ranges sind die am besten zugänglichen Bergketten in Zentralaustralien mit der Stadt Alice Springs im Zentrum. Das Gebirge ist eines der ältesten der Welt und besteht aus stark verwittertertem Rotgranit. Das 2 Milliarden alte Vulkangestein erhielt seine Form vor ca. 300 Millionen Jahren, als sich die Erde kraftvoll auffaltete und ein 3.00 Meter hohes Gebirgsmassiv schuf. Seitdem nagen die Flüsse am Fels und fräsen Schluchten hinein. Die heutigen Berge sind nur noch die erodierten Reste.

Die Range verläuft rund 400 km in Ost-West-Richtung mit Höhen von 500 bis 1.500 Meter. Der Mount Liebig mit 1.524 m und der Mount Zeil mit 1.510 m sind die höchsten Erhebungen. Unterteilt in die Eastern MacDonnells und die Western MacDonnells bietet die Region eine Fülle an Wanderrouten, Möglichkeiten zum Schwimmenm im Sommer, Naturbeobachtungen und Picknickplätzen.

Typisch für die MacDonnell Ranges sind die roten Felsen, die häufig von steil eingerahmten Tälern und Schluchten unterbrochen werden. Hier finden sich auch die permanenten Wasserlöcher mit teilweise extrem kalten Wasser. Sie bieten Badespaß für die Städter am Wochenende und lebenswichtiges Wasser zum Überleben der Tiere aus dem ariden Umland.

Viele Orte sind heilige Stätten der lokalen Aborigines und teilweise in deren Besitz oder in gemeinsamer Verwaltung innerhalb des Western MacDonnell Ranges Nationalparks. Dieser Nationalpark wurde erst im Jahr 1992 gegründet. Die Regierung des Northern Territory kaufte damals insgesamt 170.000 ha Landanteile von fünf umliegenden Rinderfarmen auf, um die Sehenswürdigkeiten der Region in einem Block zusammen zu fassen.

Während die westlichen MacDonnell Ranges von den meisten Reisenden meist im Schnelldurchlauf erkundet werden, gelten die östlichen MacDonnell Ranges noch als Geheimtipp mit idyllischen Campingplätzen und einer Reihe bemerkenswerter geographischer und geologischer Formationen. Die Flüsse und Bäche, die von der Bergkette nach Süden in Richtung Simpson Desert fließen, haben einige tiefe Schluchten geformt, bei unserem Besuch im Mai 2006 war es hier allerdings wesentlich trockener mit weniger Wasserlöchern als in den westlichen MacDonnell Ranges. Dem entsprechend gab es weniger Wildlife, aber auch weniger menschliche Gesellschaft.


Larapinta Trail

Als Alternative für das Fahren auf dem asphaltierten Namatjira Drive bis zur Glen Helen Gorge gibt es für fitte Menschen eine schöne Art, die Western MacDonnell Ranges zu erkunden: seit April 2002 führt ein Weitwanderweg namens Larapinta Trail ab Alice Springs über 223 km bis ans Ender der westlichen Bergkette zum 1.380 m hohen Mount Sonder. Einige Abschnitte dieser Bushwalking-Route sind schon seit mehreren Jahren geöffnet, man kann natürlich auch Teile begehen. Es gibt 12 Sektionen, die jeweils 1-2 Tagestouren umfassen. Der Trail ist im Sommer längere Zeit gesperrt, weil es dann zu heiß ist...

In jeder Schlucht und an jedem Parkplatz findet man ausführliche Informationen auf Tafeln zum regionalen Streckenabschnitt. Insbesondere in den kühleren Monaten von April bis kommen Wanderer aus aller Welt hierher. Übernachten muß man unterwegs im eigenen Zelt, eine Infrastruktur gibt es nicht - abgesehen von einigen solarbetriebenen Notruf-Sendern. Auch für genügend Wasser und Lebensmittel muss jeder Reisende selbst sorgen.

Hier ist die offizielle Webseite vom Trail und auf der privaten Seite von David Houlder finden sich einige Fotos vom Trail.

Flora und Fauna

Abgeschirmt vor äußeren Einflüssen, hat sich um die Wasserlöcher herum eine einzigartige Pflanzenwelt gebildet, wie man sie sonst nirgendwo in Australien findet. In den geschützten Schluchten mit ständigem Wasserangebot gedeiht eine reiche Vegetation. River Red Gums können bis zu 40 Meter hoch werden und säumen die Flußläufe. Geisterbäume, Ghost Gums, krallen sich mit den Wurzeln dekorativ auch im kleinsten Felsspalt fest. Die sind wunderbare Fotomotive. Die korrigen, bis zu 20 Meter hohen Coolibahs mit ihrer dunkegrauen Borke, schmalen Blättern und kleinen, weißen Blüten kennt man namentlich aus der inoffiziellen Nationalhymne der Australier: Waltzing Mathilda.

Auch zahlreiche Gräserarten, Misteln und Begoniengewächse zieren neben gelbblühenden Akazien die Schluchten. 27 verschiedene Pfalnzenarten können sich im ariden Zentrum halten, meist sind es mittelgroße Büsche. Bei Dürre werfen sie ihre Blätter ab und lassen die geschützten Samen für viele Jahre ruhen, bis es Feuer und/oder Regen gibt.

Auch Tiere finden in den MacDonnell Ranges ihre Nische zum Überleben in der ariden Umgebung. Die letzten Überlebenden der Central Rock-Rat (Zyzomys pedunculatus) soll es hier noch geben. Das Schwarzfuß Felsenkänguruh (Black footed Rock Wallaby) hat eine eigene Rasse herausgebildet und mit etwas Glück kann man die kleinen Tiere beobachten. Sie sitzen oft reglos und somit sehr gut getarnt im roten Geröll und sind eigentlich nur zu entdecken, wenn sie sich bewegen.

Wer hier campt, der hört im Dunkeln die fiependen Geräusche der zahlreich vetretenen Fledertiere bei der Jagd. Auch Reptilien sieht man häufig auf Wanderungen, sie ernähren sich von der hohen Insektenpopulation und von kleinen Vögeln. Warane, Glattechsen und Agamen sind hier tagaktiv, im Winter halten sie allerdings ein Schläfchen und sind nicht zu sehen. Laut machen die Kakadus, Honigesser und Tauben auf sich aufmerksam. An Rast- und Parkplätzen sitzen oft die neugierigen Raben und sie ziegen wenig Scheu vor den menschlichen Besuchern.

Google Map zum Thema

Western MacDonell Ranges


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Video zum Thema

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