| Weltreisen | Australien | NT | Central | WestMacs | Site-Map | HOME |

| Glen Helen Nature Park |

GLEN HELEN GORGE

Am späten Nachmittag erreichten wir am westlichen Ende des asphaltierten Namatjira Drive schließlich Glen Helen. Die Bezeichnung gilt hier für das Glen Helen Homestead / mit kleinem Campground, die Schlucht nahe der Lodge und für den 368 Hektar großen Nature Park unter der Verwaltung der Conservation Commission of the Northern Territory. Die Unterkunft wirkte ein wenig verlassen um diese Jahreszeit, nur vier Camper standen auf dem öden Park-Platz und ein paar Besucher saßen an der Bar. Dort kauften wir uns ein Eis und warfen einen Blick in das sehr hübsch eingerichtete, gemnütliche Namatjira Restaurant - ein Schmuckstück, nicht zu vergleichen mit den so oft anzutreffenden lieblos möblierten Futterbuden. Es stand Kängurufilet auf der Karte, fast genau so zubereitet wie wir es einen Abend zuvor noch am Camper gekocht hatten: mit Sweet Potatoe Mash und Fruchtsauce. Allerdings zu stolzen Outback-Preisen. Wir haben aber von anderen Australienreisenden gehört, das Essen wäre hier hervorragend und entspräche voll und ganz der Erwartungshaltung, die das Ambiente weckt.

Die Lodge besitzt auch einen Helikopter, den man für Rundflüge über die MacDonnell Ranges mieten kann. Sehr schöne Luftbilder hängen im Eingangsbereich, die wirklich Lust auf einen Flug machen. Wie wir von Bekannten gehört haben, kann man hier sogar ohne Türen fliegen. Ein Traum, den wir uns im Purnululu National Park und in den Abner Ranges am Gulf of Carpentaria schon verwirklicht hatten.

An der Rezeption werden auch komplikationslos die Permits für den Merenie Loop ausgestellt, die man hier bezahlt und gleich mitnimmt. Übernachten wollten wir allerdings in der nahen Redbank Gorge und am nächsten Tag über die Allradstrecke bis zum Kings Canyon fahren.



Glen Helen Nature Park

Vom Ressort und vom Campground hat man besonders im Nachmittagslicht einen beeindruckenden Blick auf die Quarzit-Felswände der nahen Glen Helen Gorge. Sie besteht im Wesentlichen aus einer eindrucksvollen, 100 Meter langen Schlucht mit permanentem Wasserloch. Geschaffen wurde dieses Naturwunder vom Durchbruch des geologisch sehr alten Finke River. Manche der Teiche sind stellenweise bis zu 30 Meter tief und meist von Schilf und Farnen umgeben. Auch wenn sie zu einem Bad einladen: selbst im Sommer ist das Wasser hier sehr kalt.

Für die örtlichen Aborigines, die Aranda, ist das tiefe Wasserloch die Heimat der Riesenwasserschlange. Sie nennen es Yapalpe und der Finke River heisst Larapinta, was so viel wie Schlange bedeutet. Aus der kalten Tiefe dieses Gewässers sollen die ersten gestaltlosen Wesen der Traumzeit hervorgegangen sein und hier war ein beliebter Treffpunkt der Leute aus den westlichen und zentralen MacDonnell Ranges.

Zu Fuß erreicht man das Wasser, indem man dem ausgeschilderten Pfad durch dichtes, hohes Gras und das kiesige Flußbett folgt. Nach einem kurzen Spaziergang steht man dann irgendwann am Wasser und kommt nicht weiter - rechts und links stehen hohe steile Felsen. Am Ufer wächst dichtes Grün und ein paar Wasservögel suchten schnell Schutz zwischen den Stengeln bei unserer Ankunft. Zahlreiche Insekten lassen sich hier gut beobachten, wie sahen auch einige kleine quergestreifte Fische.

Es gibt zwei schöne Felsformationen, die einen fotogenen Rahmen um das Wasserloch bilden. Im Osten Window in the Rock und im Westen scharfkantige, erodierte Gesteinsschichten, die Organ Pipes genannt werden.


Google Map zum Thema

Glen Helen Homestead und Gorge


Größere Kartenansicht

| Weltreisen | Australien | NT | Central | WestMacs | HOME |

Social Bookmarks
wong twitter_de facebook Google