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REDBANK GORGE

Obwohl es in Glen Helen am Ressort wenig voll und doch recht nett war, hatten wir uns entschlossen, noch ein paar Kilometer weiter zu fahren. Hier lockt die wilde Redbank Gorge, sie erstreckt sich in der reizvollen Landschaft unterhalb des Mount Sounder. Wir hofften kurz vor Sonnenuntergang auf ein paar Schwarzfuß Rockwallbies und einen netten Bushcampingplatz. Die 20 km bis zur Abzweigung sind breite Gravel-Road und gut zu befahren.

Die 10 km lange Zufahrt ist schon wesentlich holperiger, schon gleich zu Begin machen ein paar Schwellen quer zur Fahrtrichtung klar, daß man hier nicht mit einem einfachen PKW hineinfahren sollte. Schon bald durchfährt man ein Flussbett und passiert die Woodlands Camping Area. Hier haben wir uns erst einmal den Lageplan angesehen, um uns die Möglichkeit eines Ausweichplatzes für die Nacht zu merken. Weiter geht die holprige Fahrt, die nächsten Kilometer haben es in sich und ohne Allrad kommt man nicht weiter.

Auf der rechten Seite liegt ganz oben auf der Hügelkette und mit einem tollen Ausblick auf die Umgebung ein weiterer Campground. Hier standen aber schon eine Menge Camper und wir beschlossen nach dem Besuch der Schlucht wieder zurück zur Woodlands Camping Area zu fahren. Die letzten Meter vom kleinen Campground bis zum Parkplatz vor der Schlucht sind dann noch ein wenig rauer. Sehr steil geht es erst herunter ins Tal, dann wieder hinauf und über ein paar üble Auswaschungen um ein paar Kurven bis zum Parkplatz. Campen ist hier verboten.

Vom Parkplatz aus führt ein halbstündiger Fußmarsch zur 40 m tiefen Schlucht. Es kamen uns direkt am Anfang noch zwei Wanderer entgegen und dann waren wir ganz alleine unterwegs. Die Redbank Gorge ist recht eindrucksvoll, an ihrer schmalsten Stelle nur wenige Meter breit mit einigen ständig gefüllten Wasserlöchern. Dort wurden wir allerdings gleich von einigen Moskitos überfallen und hielte uns lieber fern vom Wasser fern. Darin sollen aber Fische, Lurche und Frösche leben. Die Felsteiche sind im Winter auch sehr kalt und die Wasserqualität der kleineren Tümpel war nicht besonders gut.

An die schmalen Stellen hinten in der Schlucht kommt kaum die Sonne hin. Wir folgten dem Fußweg, der zu Begin noch gut zu erkennen ist, bis er sich im felsigen Bachbett fast verliert. Sand, Felsen, Steine, Wurzeln, Äste - der Pfad wurde recht unwegsam, aber wir wollten wenigstens noch bis zur ersten Wasserstelle. Und so etwas nennen die Australier einen "nice family walk"!

Auf einem Felsen hinter dem ersten Wasserloch machte ich kurz Rast, während Michael weiterging. Nach ein paar Metern ein überraschter leiser Ausruf, dem ich schnell folgte: Zwei der seltenen Felswallabies (Black-footed Wallabies) waren zum Fressen von den steilen Felshängen heruntergekommen in die schattige Schlucht. Den Geräuschen nach vermuteten wir sie erst irgendwo in der Felswand, aber der Schall wurde reflektiert und so entdeckten wir die zwei Wallabies schließlich nur wenige Meter von uns entfernt.

Vorsichtig näherten wir uns den gut getarnten kleinen Hüpfern, die sich intensiv mit den wild wachsenden kleinen Melonen beschäftigten. Daher kamen wir gegen den Wind und im Schutz einiger Felsen ziemlich nah heran und konnten die Tiere in aller Ruhe beobachten. Eines hatte sogar noch ein Jungtier im Beutel. Leider wurde es immer dunkler. Zum Fotografieren reichte schnell das Licht nicht mehr und wir wollten noch vor Ende der Dämmerung am Campground sein. Also machten wir uns schweren Herzens wieder auf den Rückweg. Wir hätten dort noch stundenlang sitzen wollen.


Woodlands Camping Area

An der Woodlands Camping Area angekommen fährt man im Uhrzeigersinn die Stellplätze ab. 15 Parkbuchten für Camper mit Holztischen, Bänken und kostenlosem Gasgrill stehen hier zu Verfügung, idyllisch mitten in einem lichten Wald und felsigem Gelände gelegen. Eine schöne Aussicht hat man hier zwar nicht, dafür war es aber auch nicht so voll und windig wie auf dem anderen Campground und am nächsten Morgen hat man ein paar Kilometer gespart, bevor man die 250 km der Mereenie Loop Road in Angriff nimmt.

Auf Anhieb fanden wir noch ein freies Plätzchen, in einiger Entfernung vom nächsten Nachbarn. An diesem Abend brauchten wir Gaskocher, Tische und Stühle nicht, sondern wir deckten den vorhandenen Holztisch ein und nutzten den kostenlosen Gasgrill zum Kochen. Schon bald brutzelte das Lammgulasch für ein indisches Curry in der Pfanne. Doch schon kurz nach dem Essen trieb uns die Kälte in den Camper unter unsere warmen Decken.


Google Map zum Thema

Redbank Gorge


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