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ESSKULTUR

Die Küche Australiens entwickelte sich erst mit dem Zustrom von Einwanderen aus verschiedenen Ländern zu der heutzutage erfrischend abwechslungsreichen Form. Regionale Unterschiede sind dabei eigentlich nicht auszumachen, ganz Australien bietet alles - abgesehen von den durch die jeweiligen Unterschiede in der Bevölkerungsdichte eingeschränkten Angebote.

Zur Zeit der ersten Besiedelung kamen überwiegend Engländer und Iren auf den Kontinent. Der Speiseplan bestand damals aus den von ihnen eingeführten und gut transportierbaren Zutaten wie Hammelfleisch, Kartoffeln, Kürbis und Weizen. Die englische Küche, die ja nicht gerade als Gourmet-Küche gilt, beherrschte rund 200 Jahre lang die Esskultur.

Nach dem 2.Weltkrieg kam mit den Einwanderern aus dem Baltikum und den Mittelmeerländern endlich Abwechslung in die bis dahin langweilige englische Küche. Aber typisch englische Gerichte wie Pies und Fish & Chips findet man auch heute immer noch im ganzen Land. Gerade was Pies betrifft, sind die Australier wahre Künstler, die sollte man hier unbedingt einmal probieren. Allerdings ist heute - vor allem in den großen Städten - eher ein vietnamesisches, libanesisches oder italienisches Restaurant zu finden als ein Lokal mit typisch britischen Speisen.

Ein weiterer Einwanderer-Zustrom aus Asien Mitte der 70iger Jahre brachte wieder neue Abwechslung. Zutaten wie Koriander und Ingwer sowie das Kochen mit dem Wok verbreiteten sich schnell. Heute findet man überall asiatische Restaurants, nicht nur in den Großtädten. Oft ist in kleineren Städtchen das örtliche China Restaurant neben dem allgegenwärtigen Hotel das einzige Restaurant, das auch am Abend geöffnet ist.

Junge, kreative Köche beherrschen die Kunst, verschiedene Gerichte aus allen Teilen der Welt mit großem Geschick zu variieren und zu kombinieren. So werden köstliche neue Speisen kreiert. Das gilt aber oft nur für die größeren Städte oder Regionen, wo auch die Australier gern Urlaub machen. In Vorort-Pubs, Roadhouses und in sehr entlegenen Gegenden ist abgesehen vom Camping-Kocher eine fast-food-Bude, Hausmannskost oder ein ordentlicher Fleischbatzen oft die einzige Möglichkeit für eine warme Mahlzeit.

Barbie

Nein, Barbie ist in Australien keine blonde Puppe, sondern die Abkürzung für Barbeque. Australier lieben verniedlichende Abkürzungen - und sie lieben Ihr Barbie. Es scheint mit Abstand die liebste Freitzeitbeschäftigung zu sein, saftige Steaks im Kreise von Freunden und Familie zu grillen. Zahreich sind die Geschäfte, die Zubehör anbieten.

Damit man diesem nahrhafen Freizeitspaß nicht nur im eigenen Garten frönen kann gibt es überall Sitzgelegenheiten und öffentliche Grillplätze, oft sogar Gas-Barbecues mit Münzbetrieb. Ob in einem National Park oder im Dort-Park der zahlreichen kleinen Ortschaften, ob von der Parkverwaltung oder vom örtlichen Lions-Club betreut: Die Grillplätze sind stets sauber und gepflegt und nette Gesellschaft ist fast immer garantiert. Selbst für das nötige Brennholz wird mancherorts gesorgt. Würzig mariniertes Fleisch, leckere BBQ-Saucen und Beilagen gibt es in jedem Supermarkt günstig an der Fleischertheke oder abgepackt zu kaufen.

Bush Tucker

Die ursprüngliche Nahrung der Aborigines findet inzwischen wieder zunehmende Beachtung, experiementierfreudige Küchenchefs haben die Zutaten der Aboriginal-Küche wiederentdeckt. Bush Tucker heißt in der wohlwollenden Übersetzung soviel wie Busch-Fressalien oder Busch-Leckerei. Aber so appetitlich wie der Name sind die Zutaten, die unter dieser Bezeichnung einsortiert werden, oftmals nicht. "Busch-Essen" ist schlicht und einfach alles, was wild wächst bzw. was gejagt oder gesammelt werden kann. Allerlei Echsen, Schlangen, dicke Maden, Witchetty-Raupen oder Opossums gehören ebenso dazu wie die Nüsse der Pandanuspalme und Früchte wie Buschtomaten oder wilde Pflaumen.

Viele der Nahrungsmittel sind allerdings erst nach fachkundiger Zubereitung eingeborener Köche und mit viel Überwindung der Vorurteile für den menschlichen Magen bekömmlich. Das sind zum Beispiel die fetten Maden, die zwischen den Wurzeln ganz spezieller Büsche leben. Roh schmecken sie ölig, etwas eklig wie alte Butter. Erst gegrillt oder althergebracht in heißer Asche geröstet werden sie zu einer echten Delikatesse. Andere wiederum, die aus totem Holz hervorgelockt werden müssen, kann man direkt so aus der Hand essen...

Hier ist eine schöne Website mit Bushfood Menue Ideas, einer riesigen Rezeptesammlung.

Tja, leider bekommt man die Zutaten nicht so einfach, bestellen kann man aber hier Australian Native Gourmet foods from the Bush

Was ist eigentlich...

Video zum Thema

Shrimps on the Barbie

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