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AROONA VALLEY

Das Aroona Valley ist wohl neben der Brachina Gorge das bekannteste Tal in den Flinders. Die Region wurde vor allem durch einen Maler bekannt, nach dem sowohl die umliegenden Berge als auch der bekannteste und längste Wanderweg des Kontinents benannt wurden. Der deutschstämmige Maler Hans Heysen (1877-1968) kam von Hamburg nach Australien und seine wunderschönen Landschaftsgemälde genießen auf dem roten Kontinent einen sehr guten Ruf.

Seine Lieblingsmotive waren die Adelaide Hills und die Flinders Ranges, zwei australische Landschaften von großer Schönheit, die er auf einzigartige Weise in seinen Gemälden wiedergab. Die Stimmung und die Farben des Outback konnte er mit Leinwand einfangen. Von seinem Wohnort Hahndorf aus unternahm er viele Reisen in die Flinders, das Aroona Valley hat ihn ganz besonders fasziniert.

Wenn man einige seiner Bilder kennt, dann sieht man die Motive auch heute noch in der Landschaft des Tals. Manchmal kann man sogar erkennen, wo der Maler Heysen gestanden hat als das Bild entstand. Viel hat sich hier seitdem nicht verändert, die Region liegt geschützt im Herzen des Flinders Ranges Nationalpark.

Im Tal

Das malerische Tal liegt geschützt zwischen den dominierenden Heysen Ranges im Westen und den ABC Ranges in Norden. Der Name stammt aus der Sprache der einheimischen Adnyamathanha People und bedeutet übersetzt so viel wie "Platz der Frösche", was auf ausreichende Feuchtigkeit hindeutet.

Wer möchte kann hier auf einem der Campingplätze übernachten. Es gibt zwei Plätze, einmal in der Mitte des Tals den Koolamon Campingplatz auf der rechten Seite und einen am Ende bei den Aroona Ruins. Beide haben moderne Plumpsklos und Wassertanks.

Hier gibt es zwar eine ganze Menge Stellplätze, als wir an einem Nachmittag im November kamen war allerdings weit und breit kein Mensch zu sehen. Nur die Fliegen und der Wind waren sehr lästig und so entschieden wir uns, noch einmal eine Nacht in der Brachina Gorge zu verbringen, um den Gelbfuß-Felsenkängerus mit der Kamera nachzustellen. Von der Lage her und der Platzaufteilung hat uns Koolamon besser gefallen, da es hier mehr alten Baumbestand gibt, allerdings sind auf dem Platz an den Aroona Ruins 2004 viele Bäume neu gepflanzt worden.

Im Aroona Valley begegneten uns auch einige graue Kängurus und viele Emufamilien zogen durch die grasige Ebene am Talgrund. Das restliche Potential der Natur konzentrierte sich im wesentichen auf die Fliegen...

Es gibt zahlreiche Wege, die zu kleineren Spaziergängen oder anstrendenden Wanderungen einladen. Man kann ein Stück den Heysen Trail entlanglaufen, der die Ruinen am Talende passiert. Weitere Wege führen 7 km zum Red Hill Lookout oder zum Trezona Bohrloch im Quellgebiet des Brachina Creek.

Die Ruinen

Am Ende des Tals bzw. an der Parkgrenze erreicht man die Ruinen der Haywards Head Station von 1850, die direkt neben einer permanenten Quelle lag. Hier ist die Straße zu Ende und es geht nur noch zu Fuß weiter. Am Parkplatz befindet sich eine restaurierte Hütte, die aus Kiefernholz erbaut wurde. Im Jahr 1925 diente sie als Outstation für den Oraparinna Run. Hier beginnen eine Menge Bushtrails, auch der Heysen Trail führt gleich hinter dem Haus über die Wiese.

Abgeschlossen ist hier nicht, man kann im Haus herumlaufen, den Schatten genießen und die Licht- und Schattenspiele im Inneren. Rechts ist der Kamin zu sehen. Leider haben einige Zeitgenossen hier im Inneren auch ihre Bierdosen entsorgt. Unten auf den Fotos ist die Hütte ebenfalls zu sehen.

Ein wenig weiter links führt ein kurzer Gehweg einen Hügel hinauf zu den Ruinen. Wie do oft in Australien üblich sind hier nur noch wenige Steinhaufen zu erkennen. Ebenfalls noch vorhanden ist die Quelle, die Leben im Outback erst möglich machte. Sie ist heute mit Holz und Gitter abgedeckt, damit niemand reinfällt. Oben ist ein Foto der Quelle, das Wasser ist an der Oberfläche schmutzig. Die Betreiber dieser Station waren drauf aber angewiesen und zuerst sehr erfolgreich. Allerdings nur bis Mitte der 1860er Jahre, als sie dann schließlich an einer langen Dürreperiode scheiterten und die Station aufgeben mussten.

Rund um die Ruinen graste ein Emuvater mit seinen Jungen und beäugte uns misstrauisch. Schilder mit alten Bildern und historischen Tatschen berichten über längst vergangene Zeiten und man hat einen schönen Blick über wiesen mit lila Blumen auf die Heysen Range.

Hier ist sind zwei interaktive Panoramen der Heysen Range bei Aroona:

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