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GAMMON RANGES

Allgemeines

Die Gammon Ranges sind die nördliche Verlängerung der Flinders Ranges und damit ein Teil der größten Bergkette von South Australia. Doch im Gegensatz zu dem "acessible outback" der Flinders Ranges sind die Wege im Gammon Ranges National Park deutlich schwerer zu befahren. Die Hauptdurchfahrtsstraße im Park ist für alle Fahrzeuge passierbar, während Nebenstrecken nur mit Allradfahrzeugen befahren werden dürfen.

Als wir den Park besuchen wollten hatten wir Pech, denn bei unserer Ankunft in den Flinders wurde er gerade für eine Woche gesperrt. Das passiert mehrmals im Jahr, denn dann werden die zahlreichen wilden Ziegen und Füchse abgeschossen. Die Aktion nennt sich "Pest Control" und ist leider notwendig, um die einheimische und endemische Flora und Fauna zu schützen.

Also verlängerten wir einfach unseren Aufenthalt in den Flinders und besuchten vorher noch die Chambers Gorge und das benachbarte Arkaroola. Als der Nationalpark am Abend um 18 Uhr offziell wieder öffnete, waren wir das erste Auto im Park, abgesehen von den staatlichen Jägern. So hatten wir alle Stellplätze für Buschcamping für uns alleine und freie Auswahl.

Erst beim Verlassen des Parks am Folgetag begegneten uns die ersten Autos anderer Besucher.

Zum ersten Mal wurde die abgelegene Region im Jahr 1947 durchquert. Der ca. 1.000 km2 große Nationalpark schützt heute ein spektakuläres Labyrith aus Schluchten und schroffen, verwitterten Felsen. Das Konzept, die Bergwelt zu schützen, entstand bereits in den 40er Jahren. 1980 kam noch ein großer Abschnitt des Balcanoona Besitzes hinzu, aber erst 1982 wurde der Park in seiner heutigen Form offiziell benannt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1984 folgte noch einmal eine Erweiterung zur aktuellen Fläche.

Wer den Nationalpark besucht, der sollte zuerst zu den Park Headquaters in Balcanoona fahren und sich dort nach den aktuellen Begebenheiten erkundigen. Dort erhält man auch das Permit für den Eintritt und das Camping, wenn man nicht wie wir den Flinders Parks Pass hat. Auf dem Gelände gibt es auch Toiletten und Duschen, eine Wohltat für alle, die einige Tage in der Wildnis verbrachten.

Wer noch keinen Salzsee besichtigt hat kann hier zum Lake Frome fahren. Die Fahrt führt entlang des Balcanoona Creek nach Südosten zum Lake Frome Regional Reserve. Nach 15 Uhr ist die Strecke gesperrt, dann ist hier "Aboriginal Hunting Zone", in der die Ureinwohner noch nach alter Väter Sitte ihrer Nahrung nachstellen.



Flora und Fauna

Zum Teil unzugängliche Landschaft, wilde Bergregionen und tiefe Schluchten prägen die Region. Pflanzen und Tiere sind hier einem extremen Klima ausgesetzt und leben weitgehend ungestört. Ein Problem bilden die nicht-einheimischen Tiere wie Ziegen und Füchse. Sie zertrampeln mit ihren Hufen die dünne Erdschicht und jagen kleine Säugetiere. Daher werden sie in Abständen zum Erhalt der Natur abgeschossen.

Über das Jahr verteilt treten in der semiariden Region sehr deutliche Temperaturschwankungen auf, eben typisch Wüstenklima. Im Sommer ist es sehr heiß und im Winter gibt es teilweise Bodenfrost. Entsprechend artenreich und widerstandsfähig ist die Tierwelt im Park.

Wir sahen zahlreiche Kängurus und Echsen am Straßenrand, die wenig scheu waren und sich gut beobachten ließen. Kakadus gab es verhältnismäßig wenig, aber Emus waren zahlreich vertreten und zogen im November mit ihren Jungen umher.

Im späten Frühjahr blühten noch einige karge Büsche und Blumen, meist hart und ausgeddorrt und dennoch ein hübscher Farbklecks in der trockenen Landschaft.

Italowie Gorge

Am einfachsten erreicht man den südlichen Teil der Gammon Ranges, denn eine zum Teil asphaltiere Straße führt hier schon innerhalb der Parkgrenzen durch den Nationalpark. Von Leigh Creek kommend fährt man durch Farmland, vorbei an der Iga Warta, einer Aboriginal Community, die noch in traditioneller Weise lebt. Sie erlaubt Besuchern, für wenige Tage Teil der Gruppe zu werden, um so einen echten Einblick in die alte Kultur zu erhalten. Es gibt einen Campingplatz mit Hütten und einen Store.

Kurz vor Einfahrt in den Nationalpark durchquert man das Nepabunna Aboriginal Land, dann ist man im Gammon Ranges National Park. Eintritt wird hier beim Durchqueren nicht erhoben. Ca. 45 km fährt man innerhalb der Parkgrenzen und passiert dabei automatisch eine der besonderen Attraktionen: die Schlucht von Italowie.

Am Italowie Gap befindet sich ein großer Buschcampingplatz, die meisten Camper kommen hierher, da die Italowie Gorge der einzige Übernachtungsort in den Gammon Ranges ist, der mit normalen Autos zu erreichen ist. So beginnt hier natürlich auch der beliebteste Wanderweg. Er führt durch die Schlucht, vorbei an senkrecht abfallenden Klippen aus rotem Quarzgestein. Sporadisch wachsen Flusseukalypten, die so genannten Red River Gums, in den Felsspalten.

Weiter geht es zur Rundfahrt auf der 2. Seite

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Gammon Ranges


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