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EUKALYPTEN

Eukalypten gehören zur Familie der Myrthengewächse und es gibt 9 Untergattungen mit ca. 600 Arten im ursprünglichen Verbreitungsgebiet Australien, Neuguinea und Ostindonesien. Eukalypten werden außerhalb dieser ursprünglichen Heimat weltweit hauptsächlich in Holzplantagen für Papier und Sägespäne angebaut oder in Aufforstungsprojekten eingesetzt. Sie sind für die Holzwirtschaft im großen Stil besonders geeignet, weil sie sehr rasch wachsen (150 bis 200 cm Höhen- und 1,5 bis 2 cm Dickenwachstum pro Jahr, Mengenzuwachs 15 bis 30 m³/ha/Jahr), anspruchslos sind und auch in Monokulturen angebaut werden können. Der für die australische Holzwirtschaft sehr wichtige Karri-Baum erreicht in der Krone 76 m, wobei die Stämme bis zu einer Höhe von 60-70 m astfrei sind.

Es ist kein hochwertiges Holz, es wird eher als Faserpatte oder Holzkohle sowie für die Papier- und Kartonpoduktion verwendet. Die Blätter der Bäume enthalten medizinisch verwertbares ätherisches Öl, das Eukalyptusöl, dessen populärstes Anwendungsbeispiel wohl das Hustenbonbon ist.

Der Koala ist das einzige Tier, das sich aussschließlich von den Blättern bestimnmter Eukalyptussorten ernährt. Eukalyptusblätter haben einen hohen Gehalt an toxischen Substanzen wie zum Beispiel Phenol und ätherisches Öl. Was für den Koala noch verträglich ist, kann für uns Menschen tödlich sein. Die ätherischen Öle bewirken aber noch einen anderen Effekt: Sie verleihen nicht nur den Eukalyptuswäldern ihren charakteristischen Geruch, auch ein Koala riecht wie ein Eukalyptusbonbon.

Fluss-Eukalpyten

Die Fluss-Eukalypten sind sehr gefährliche Baume. Mann sollte vor ihnen stets auf der Hut sein, besonders wenn man zur Spezies der Bushcamper gehört, die im Zelt schlafen. Diese Eukalyptenart wächst in ganz Australien als Galeriewald an Bächen und Flüssen. Diese red river gums sind große, knorrige Bäume mit einer weit ausladenen Krone, die Schatten bietet.

Bei heißem Wetter schmeisst der Baum allerdings gerne seine abgestorbenen Äste ab und wird so zur Gefahr für alle, die sich darunter aufhalten. Zeltbewohner werden so oft unsanft geweckt.

Mountain Ash

Der mächtige Mountain Ash oder auch Königs-Eukalyptus ist der höchste Hartholzbaum, was ihm den Namen "Australische Eiche" verlieh, und zugleich die höchste blühende Pfanze der Erde. Er wächst heute nur noch in Victoria und Tasmanien und benötigt für seine Fortpflanzung Buschbrände, sonst wird er von Königsbuchen verdrängt.

Ein Mountain Ash erreicht die stolze Höhe von 50 - 80 Metern, es wurden aber schon Exemplare mit 115 Metern gemessen. Der Stamm wächst sehr gerade und erreicht einen Durchmesser von 3 Metern. Auf dem Titelbild oben aus dem Tarra Bulga N.P. kann man einen Mountain Ash im Vergleich zu einem PKW sehen. Im Yarra Valley östlich von Melbourne gibt es noch prächtigere Exemplare.

Allgemeines

Eukalypten sind sehr große Wasserverbraucher. Sie können bis zu einem gewissen Grad vernäßte Böden "drainieren", in trockeneren Gebieten werden sie so für die landwirtschaftlichen Anbauten zu unerwünschten Konkurrenten um Wasser. Eukalyptuswälder bilden lichte Bestände mit lichtdurchlässigen Kronen. Zum Schutz vor allzu starker Sonneneinstrahlung drehen sie sogar ihre Blätter von der Sonne weg. So entstand der Satz von den "schattenlosen Wäldern Australiens". So ist der Bodenschutz gering, aber die Bildung eines Nebenbestandes fallt oftmals schwer, weil die Wurzelkonkurrenz um Wasser hier eine wesentliche Rolle spielt.

Eukalyptusbäume haben sich an die verschiedensten regionalen Klimabedingungen angepaßt: Geistereukalyptus (white ghost gum) wächst auch in sehr trockenen Gegenden, Schneeukalyptus (snow gum) gedeiht in winterkalten Bergen und der rote Flusseukalyptus (river red gum) an Flussniederungen. Gemeinsam ist allen 600 Arten, daß sie im Herbst nicht ihre dickledrigen, länglichen Blätter verlieren, sondem ihre Borke schälen. So sehen Straßen und Wege in Australien immer unordenlich aus, weil überall diese Borke herumliegt. In Frühling sind die jungen Blätter rotbraun und erinnern oberflächlich gesehen an unseren Herbst.

Infolge des sehr harten Holzes können die meisten Eukalyptusarten Schädlingen wie Temiten und Pilzen und selbst Buschbränden widerstehen. Durch den Gehalt an ätherischen Öle sind sie so gut gegen die Verwertung in der Nahrungskette geschützt, dass sie in Stauseen selbst nach Jahren nicht verwittern, sondern als Skelette im Wasser stehenbleiben.

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