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ORD RIVER

Den besten Überblick auf die gewaltigen Ausmaße des Ord River hat man vom Flugzeug aus. Der mächtige Fluss wältzt sich durch die trockene Landschaft und Bäume sehen daneben aus wie Spielzeug. Von Kunanurra aus kann man einen 45 Minuten langen Flug über das Ord Valley buchen. Dabei sieht man eine Reihe von atemberaubenden Wasserfällen, das Bewässerungsgebiet, die Ord Irrigation Area, die zerklüfteten Carr Boyd Ranges und natürlich immer wieder den spektakulären Fluss Ord River. Mit 190 AU$ für die Dreiviertelstunde schon fast ein unverschämt teures Vergnügen.

Die Aufnahmen dieser Seite stammen von dem Flug in die Bungle Bungles, den wir von Kunanurra aus buchten, sowie von einer Brücke über den Fluss, die man auf dem Weg zum Lake Argyle passiert. So bekommt man hier auch einen Eindruck vom Fluss.

Künstliche Bewässerung

Hier im nördlichen Western Australia wird schon 1967 der erste Abschnitt eines gigantischen Bewässerungsprojektes eröffnet. 30 Farmen mit insgesamt ca 12.000 Hektar Land werden bewässert. 1972 wird der Ord River Dam fertig gestellt, der den riesigen Lake Argyle mit 740 km² Wasseroberfläche aufstaut.

Eine Bewässerungslandwirtschaft wie hier an der Packsaddle Irrigation Area nahe Kununurra, in der sich auch die sehenswerte Zebra Rock Gallery befindet und die auf dem oberen Bild zu sehen ist, kann sich eigentlich nur erfolgreich von einem schon vorhandenen leistungsähigen Zentrum aus entwickeln. Diese Vorraussetzung gab es am Anfang des Projekts hier aber noch nicht, denn die Stadt entstand erst später. Wie wichtig die Einbindung in eine vorhandene oder ausbaufähige Infrastruktur ist, zeigt nun dieses doch weitgehend fehlgeschlagene Bewässerungsprojekt hier am Ord River. Von außen sieht man davon wenig, auf den Feldern herrscht reges Treiben.

Seit 1972 kann man hier eine Veränderung beobachten, die in den Nachbargebieten mit herkömmlicher landwirtschaftlicher Ausrichtung bei den früheren Zählungen auch sichtbar wurde, nämlich die Konzentration der Bevölkerung in den wenigen Versorgungszentren und eine Abnahme im Umland.

Der ursprüngliche Zweck des Bewässerungsprojektes war es, Baumwolle anzubauen. Doch der Baumwollanbau inklusive Insektenbekämpfung war so kostenintensiv, dass man unter Druck der Weltmarktpreise schließlich Konkurs anmelden musste. Die ganze Baumwollindustrie war dann 1974 zusammengebrochen. Man versuchte es in der Folgezeit mit allerlei anderen Anbauprodukten, was aber in allen Fällen zu katastrophalen Ergebnissen führte.

Durch Absatzkrisen bei den Produkten der Bewässerungslandwirtschaft, vor allem in den durch Zölle abgeschirmten Ländern der EU, befinden sich heute viele Bewässerungsgebiete in einer wirtschaftlich sehr kritischen Phase, das merkt man auch am Ord River. Für die bisherigen Produkte wie Obst und Gemüse, hauptsächlich Melonen, müssen neue Märkte gesucht und neue Produkte angebaut werden. Dies zeichnet sich am Ord River schon deutlich ab in der verstärkten Hinwendung zum Reisanbau und Zuckerrohr.

Google Map zum Thema

Ein Stückchen Ord River


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