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FLORA UND FAUNA

Wenn man am Abend rund um den kleinen Ort Halls Gap spazierengeht, hört man mit etwas Glück eine Menge unbekannter und unheimlicher Geräusche: Frösche, die sich anhören wie ein Weidewächter, kämpfende Possums, grunzende Koalas und träumende Kakadus. Die Natur ist hier allgegenwärtig und eine Menge Tiere lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Besonders zahlreich im Ort vertreten sind die Kängurus auf den üppigen, grünen Wiesen und die Kakadus in den alten Bäumen in der Ortsmitte.

Der bis zu 1.168 m hohe Gebirksstock ist mit seinen verschiedenen Landschafts- und Vegetationstypen ein wichtiges Rückzugsgebiet für Flora und Fauna, in der Umgebung gibt es nur intensiv genutztes Farmland. Es gibt ca. 35 Säugetierarten und rund 200 Vogelarten im Nationalpark. Die meisten Vögel sind Waldbewohner wie zum Beispiel die Kookaburras, die Rosellas und in den steilen Felswänden nisten Wanderfalken.

Wie wichtig der Park in ökologischer Hinsicht ist, wird deutlich dadurch, dass etwa ein Drittel aller in Victoria vorkommenden Pflanzen- und Tierarten hier heimisch sind. Die zahlreichen Wildblumen im Frühling machten den Park in ganz Australien bekannt.

Koalas

Unter den 35 Säugetierarten ist der Koala bestimmt das beliebteste. In der Umgebung von Halls Gap lebt eine große Anzahl wilder Koalas. Tagsüber kan man die durch ihr graubraunes Fell gut getarnten Tiere auf den gar nicht so dichten belaubten Eukalyptusbäume kaum entdecken, wir hatten kein Glück bei unseren drei Besuchen.

Aber nachts verraten sie sich meist selbst: Mit einer Taschenlampe ausgerüstet folgt man den weithin hörbaren Grunzlauten und wartet, bis die Tiere im Lichtschein auftauchen. Es gibt auch geführte Abendspaziergänge mit einem Ranger, die man in Halls Gap buchen kann und die die nachtaktive Tierwelt näherbringen. Im Informationszenrum bekommt man Auskunft über Plätze, an denen Koalas eventuell zu sehen sind. Eine Garantie, auch wirklich einen zu sehen, bekommt man allerdings nicht.

Kakadus

Das Besondere an Halls Gap sind die riesigen Schwärme von Nacktaugen- und Gelbhaubenkakadus. Der Lärm am Abend ist unbeschreiblich, wenn sie sich laut kreischend um die besten Schlafplätze zanken. Riesige Schwärme dieser Vögel sitzen dann vor allem im Ortszentrum auf den höchsten Bäumen.

Weiße Pärchen und Gruppen fliegen auch tagsüber laut kreischend durch das Tal, ein schöner Anblick, wenn sie sich vom stahlblauen Himmel farblich abheben. Einige Tiere fliegen zur Nahrungssuche gar nicht mehr weg, sie finden genug Fressbares im Ort und sind es gewöhnt, von den zahlreichen Tagesbesuchern gefüttert zu werden.

Wenn man nachts spazierengeht, kann man einige Kakadus in den Bäumen sogar leise schnarchen hören.


Kängurus

Wer noch keine Kängurus zu sehen bekommen hat, der ist ebenfalls in Halls Gap richtig. Hier kann man an jeden Gast eine Känguru-Seh-Garantie vergeben. Es gibt das Westliche Graue Riesenkänguru, das Östliche Graue Riesenkänguru, Rotnackenwallabys und Sumpfwallabys.

Vor allem in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung grasen große Herden im Tal und lassen sich von überall her gut beobachten. Man kommt sehr nah heran, nur die Weidezäune stoppen die Annäherung. Das wissen die Kängurus auch und bleiben meist sitzen. Sogar im Ort hüpfte in der Dämmerung eine Mutter mit Kind ohne Scheu an uns vorbei. Auch auf dem Campingplatz sitzen dutzende von Tieren auf dem Rasen und lassen sich beim Fressen nicht stören.

Noch mehr Bilder mit den putzigen Hüpfern findet Ihr auf meiner Seite über Zumstein.


Flora

Mehrere Arten von Eukalypten dominieren die Hartholzwälder der Grampians. In den höheren Lagen wächst die endemische Art der Grampians Gums. Im Victoria-Tal stehen Wälder aus Fluss-Eukalypten auf dem wasserhaltigen, fruchtbaren Schwemmboden. Auf den kargen Feldern findt man blaugrüne Zypressenarten und auf trockeneren Sandböden stehen unzählige Grasbäume. Davon gab es besonders viele an den Hängen des Mt.Abrupt. Akazien und Teebäume runden das Gesamtbild ab..

Bekannt im ganzen Land sind die Grampians allerdings wegen ihrer Wildblumenblüte im Frühjahr. Die Hauptblütezeit ist Ende August bis November, wir haben noch die letzten Blüten gesehen. Einige Pflanzen blühen hier aber auch im Winter. In allen Jahreszeiten haben die Grampians für Wanderer und Vogelbeobachter ihren Reiz.

Video zum Thema

Cockatoos @ Halls Gap

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