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ROCK ART

Im Grampians National Park gibt es zahlreiche Felsenmalereien der hier lebenden Aboriginals, der Kooris. Rund 5000 Jahre lang lebten die Ureinwohner in der Region, bis 1835 die ersten weißen Siedler kamen. An mehr als 100 Stellen in den Bergen sind gut erhaltene Felszeichnungen entdeckt worden. Viele dieser so genannten "Shelter" sind heilige Stätten und nicht öffentlich zugänglich. Einige kann man allerdings auch besichtigen, allerdings liegen sie oft weit ab von den üblichen Touristenrouten die durch den Park führen.

Im nördlichen Teil des Nationalparks nahe Mt.Stapylton befinden sich gleich zwei solcher Stätten ziemlich nah nebeneinander: Gulgurn Manja Shelter und Ngamadjidj Shelter.

Wir kamen bei unserem dritten Besuch aus dem Norden in die Grampians. Über Horsham, der Stadt mit den überdimensionierten Wollballen als Wahrzeichen in ihrer Mitte, fährt man auf die A 8 und biegt dann nach rechts auf die C 222 ab. Noch prägt Landwirtschaft und Weidevieh die Landschaft, doch schon bald erkennt man auf der linken Seite die schroffen Felswände des Mount Zero.

Über die Plantation (Gravel)Road gelangt man links zum großen Stapylton Campingplatz. Wir hatten Glück und es war nicht besonders voll, so fanden wir noch ein idyllisches Plätzchen weit ab von anderen Campern. Für Gruppen gibt es ausgewiesene Zonen, ebenso für Zelte. Picknicktische, Wasser und Toiletten runden das Angebot ab. Duschen gibt es hier nicht.

Am Abend kamen zahlreiche Wallabies aus dem Grün und knabberten an den niedrigen Farnbüschen. Auch von Zäunen ließen sie sich nicht ablenken und wir sahen viele Mütter mit ihren Joeys. Die Abendsonne lässt die nahen Felswände in tiefem Dunkelrot erstrahlen und wir genossen die Geräusche der Natur beim Abendessen mit Tasmanischem Lachs und einer leckeren Flasche Wein.

Vom Campground läuft man noch ca. 100 Meter über einen einfachen Loop Walk zum nahen Ngamadjidj Shelter. Ngamadjidj heißt übersetzt "Weiße Person". Dort kann man die durch ein Gitter geschützten Zeichnungen an den Felswänden bewundern.

Den Gulguru Manja Shelter am nahen Mount Zero haben Kinder verziert, das kann man an den Handabdrücken abschätzen.



Im Westen

Zwei weitere bedeutende Fundstätten von Zeichnungen liegen in den westlichen Grampians, sie heißen Billlimina und Manja Shelter und befinden sich in der Nähe des Buandik Campingplatzes.

Wir erreichten diese Stätten über abendteuerliche 4x4 Tracks von Halls Gap aus. Einfacher ist es von der A 200, dem Henty Highway, auf dem Weg von Cavendish in Richtung Horsham auf die Billywing Road abzubiegen.

Zum Manja Shelter muss man noch ein gehöriges Stück laufen, der Weg ist aber einfach begehbar, teilweise wurden Holzplanken verlegt. Es war sehr heiß bei unserem Besuch und dem entsprechend durchgeschwitzt kamen wir dann an den großen Felsen mit den Zeichnungen an.

Die Gitter vor den Felsen sind hier etwas einfacher als in den nördlichen Grampians. Die Zeichnungen sind hier sehr üppig, man sieht Hände und Menschen. Teilweise sind die Darstellungen schwer zu erkennen, dafür sind die Felsen selbst auch sehr schön bunt.

Wir waren hier ganz alleine unterwegs. Viele Besucher gibt es hier nicht, wie sich am ausliegenden Gästebuch ablesen lässt.

In der Nähe liegt noch der so genannte Billimina Shelter, der Weg startet am Campingplatz und man kommt auch an einem kleinen Wasserfall vorbei, den Jardwadjali (Buandik) Falls. Am Ziel befindet sich ebenfalls ein großer Felsüberstand am Gebirgshang. Er war einst nur den Männern der Stämme zugänglich und die 4000 Jahre alten Zeichnungen hier zeigen Menschen, die sich an der Hand halten.


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Campground


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