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GULF-SAVANNAH TRACK

In Roper Bar befindet man sich an dem dortigen Shop am letzten Vorposten der Zivilisation. Hier kann man noch ein Eis schlecken und den Tank nachfüllen, bevor man die nächsten 350 Kilometer ohne solche Möglichkeiten zurücklegt. Der Gulf-Savannah Track (GST) führt die Nathan River Road unasphaltiert bis fast nach Borroloola und bietet eine Menge Landschaft, Staub und Einsamkeit. Besonders schwierig ist die Straße in der Trockenzeit nicht zu befahren, nur für einige Flussüberquerungen muss man ab und zu mal den Allradanrieb zuschalten.

Die Landschaft ist abwechsungsreich und schön, nur viele größere Tiere bekommt man hier nicht zu sehen. Eigentlich waren wir vom vorhandenen Wildlife etwas enttäuscht, da gibt es im Süden bei Broken Hill wesentlich mehr zu sehen. Hier in der Gulf Region sind es meist nur Insekten und Vögel, ab und zu hüpft mal ein kleineres Wallaby herum. Einen Dingo und ein paar Wildpferde haben wir auch noch gesehen und ein totes Schwein lag auf der Straße. Der Gegensatz von extremer Trockenheit August und Überflutungen in der Regenzeit schränkt die Möglichkeiten für die Tierwelt ziemlich ein.

Zu unserem Erstaunen trafen wir auf dieser Gravel-Road sogar ein australisches Paar mit einem großen Winnebago-Camper, trotzdem würden wir vom Befahren der Strecke mit einem normalen Fahrzeug abraten. In der Regenzeit ist hier sowieso kein Durchkommen, erst Ende Mai wurde die Straße kurz vor unserem Eintreffen wieder geöffnet. Wir hatten also Glück und waren relativ kurz nach dem Grader dort - dieser ist die Strecke aber nicht komplett abgefahren. Einige Stellen waren sehr zerfahren und vor mehreren Flussdurchquerungen gab es tiefen Sand oder Matsch. Große Bodenfreiheit, dicke Reifen und ein breiter Radstand sind an vielen Stellen schon von Vorteil.

Hodgson River

Da wir spät am Morgen erst nach einem ausgiebigen Bad und einer Wanderung in Mataranka in Richtung Roper Bar losgefahren sind, haben wir uns schon nach knapp 200 Kilometern einen Platz zum Übernachten gesucht. Nur 21 Kilometer hinter der Abzweigung bei Roper Bar durchquert man die Furt des Hodgson River. Etwa 200 Meter hinter der Furt führt auf der rechten Seite ein schmaler Track in den Busch und zurück in Richtung Fluss. So beschlossen wir, unsere erste Nacht im Outback in dieser Region an geeigneter Stelle am Ufer des Flusses zu verbringen. Wir bogen ab und folgten wir dem Weg, der schon nach wenigen hundert Metern schlechter wurde und nur noch als Fahrspur zu erkennen war. Er führte durch abgebrannte, öde Flächen und vorbei an Grasssteppe und Eukalypten. Um einigen Auswaschungen und Erosionsrinnen auszuweichen ging es zeitweilig immer weiter vom Fluss fort und dann wieder zurück.

Der Track wurde immer schlechter, der Fluss war nicht zu sehen. Ab und zu verzweigte sich die Fahrspur, je nach Straßenschäden hatten sich die Benutzer dieses Weges immer wieder mal eine bessere Route durch den Busch gebrochen. Aber es war ein guter Einstieg, um das Fahren mit Allradantrieb zu üben. An einem trockenen Bachbett mit steilen Ufern, das von tief ausgewaschenen Fahrspuren gekreuzt wurde, waren wir nah dran aufzugeben und an dieser Stelle zu übernachten.

Doch mitten in der Einöde kam uns doch tatsächlich ein Fahrzeug entgegen, in dem zwei Frauen und einige Kinder sassen. Sie staunten unseren Camper an, bejahten unsere Frage nach dem Fluss und einer guten Camp-Möglichkeit und sagten nur: "Just follow our tracks". Also wagten wir uns trotz Schräglage durch das Bachbett und fuhren weiter, bis wir nach 3,5 langen Kilometern Rocky Bar Crossing erreichten, wo tiefe Spurrillen (siehe unten) und die Dämmerung unserere Fahrt endgültig stoppten. Dazu mehr auf der nächsten Seite.

Google Map zum Thema

Wir fuhren die Verbindung vom Ender der beiden gelben Linien...


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