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ROPER HIGHWAY

Südlich von Mataranka und dem Elsey Nationalpark geht es vom Stuart Highway aus in Richtung Osten. Man und führt 182 km durch eine einsame Gegend bis zu dem kleinen Ort Roper Bar. Wir sind in der Trockenzeit im Juni hier gefahren, eine wunderbare Zeit, um die abgelegne Region am Golf von Carpentaria zu erkunden. In der Regenzeit ist hier oft kein Durchkommen, da viele Flüsse durchquert werden müssen. Bevor man hier reist, sollte man unbedingt die Einheimischen nach den Wegverhältnissen befragen oder online in den NT Road Report schauen.

Nicht nur Angler träumen von einem Besuch in dieser Region, aber gerade sie kommen sehr gerne hierher. Australische Männer lieben schließlich den Angelsport und die Gewässer hier sind berühmt für ihre großen und wohlschmeckenden Barramundis, die mit blinkendem Köder vom fahrenden Motorboot aus gefangen werden. Einige abgelegene Angelcamps findet man hier und da in der Nähe der Flussmündungen in den Golf. Sonst trifft man nur auf wenige Touristen hier und wenn, dann sind es meist Australier, die mit einigen Monaten Zeit und einem Alldradfahrzeug mit Campingausrüstung ihr Land bereisen. Schwimmen gehört nicht zu den Attraktionen dieser Gegend, da in den Flüssen die gefährlichen Salzwasserkrokodile lauern.

Unterwegs

Der Roper Highway ist noch das letzte Stückchen Zivilisation bevor man ganz in der Wildnis landet, denn er ist noch zum größten Teil asphaltiert. Die letzten 40 km vor Roper Bar wird er dann zu einer staubigen Gravel Road, was sich auf den nächsten 400 km auch nicht mehr ändert.

Doch am Roper Highway findet man immerhin noch den Luxus einger Rastplätze, einer ist unten auf dem Bild zu sehen. Sie sind mit einem Schattendach und Pickniktischen ausgestattet, man findet Mülltonnen und einen Wasssertank, Brennholz und eine Feuerstelle. Daneben jede Menge Einsamkeit und Hitze. Ausser Vögeln und Insekten lässt sich hier tagsüber kein Tier sehen.

Der oft geflickte Highway erfreut einen auch mit nur einer einzigen Fahrspur, das macht aber nichts, da man sehr selten Gegenverkehr hat. Wenn, dann kann man immer noch auf den breiten Schotterstreifen am Rand ausweichen. In einsamen Gegenden sehen viele asphaltierte Straßen so aus.

Roper Bar

Der Ort Roper Bar liegt 606 km von Darwin entfernt und ganze 312 km östlich von Katherine. Der Roper River wurde von Ludwig Leichhardt im Jahr 1845 erforscht. Leichhardt überquerte den Fluss an der ersten felsigen Untiefe die höher lag als der Tidenhub und benannte die Stelle nach John Roper, einem Mitglied seiner Expedition.

1870 wurde auf dem Roper River die Flussschiffahrt mit Schaufelraddampfern aufgenommen. Sie brachten Proviant und Waren zu den Männern, die hier im Outback an der Telegraphenleitung arbeiteten. Roper Bar ist eigentlich gar kein Ort und besteht aus einer Polizeistation, einem ganz einfachen Hotel und dem bekannten Roper Bar Store mit Tankstelle und Campground.

Wer hier einen winzigen Laden erwartet, mit einem neugierigen Besitzer, der den seltenen Fremden wie einen Bruder willkommen heißt und ausfragt, der wird enttäuscht wieder abreisen. Die Leute in der Region sind eher wortkarg und schenken Fremden keine besondere Beachtung. Der Store ist für australische Verhältnisse schon ein mittelgroßer Supermarkt mit riesigen Kühltheken für Eis und Fleisch und einem großen Angebotan bunter Kleidung und Fischereizubehör. Hier bekommt man fast alles was man braucht, zu etwas erhöhten Preisen versteht sich. Der Aufschlag für Diesel war 40% gegenüber Darwin, zum Tanken muss man sich im Laden erstmal die Schlüssel zum Entriegeln der Zapfpistole holen.

Von Roper Bar fährt man die nächsten 400 km Richtung Süden nun auf Gravelroad und unsere Erlebnisse in der Region füllen noch einige Seiten.

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Roper Bar


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