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UM BORROLOOLA

Bis zum Jahr 1886 gab es keinerlei Ansiedlung zwischen Roper Bar und dem kleinen Hafen Burketown weit in Queensland. Dann kam der Goldrausch im Kimberley und auch diese entlegene Region profitierte davon. 954 Kilometer im Südosten von Darwin und 380 Kilometer abseits des Stuart Highway findet man heute den Ort Borroloola mit ca. 900 Einwohnern. Auf traditionellem Aboriginal-Land im Jahr 1865 gegründet sind heute etwa zwei Drittel der Bevölkerung verschiedenen Ureinwohner-Stämmen zugehörig. Viele davon leben in kleinen Communities rund um die Stadt. Eine Besonderheit von Borroloola ist, dass sehr viele unterschiedliche Kulturen wie die Yanyuwa, Mara, Karawa und Kurdanji People hier zusammenleben.

Die Yanyuwa und Mara sind Salzwasserleute und haben ihren Lebensmittelpunkt auf den Sir Edward Pellew Islands und an den Flüssen McArthur und Wearyan. Die Kurdanji und Karawa werden als Festlandleute klassifiziert und leben eher auf dem Land zum Süden und östlich der Stadt.

Über den Namen streitet man noch, für die einen heißt Borroloola "Tee-Baum", für andere "Ort der Paperbarks" oder "frisches oder laufendes Wasser". Manche sagen, dass es einfach der Name der hier lebenden Leute für diesen Bereich ist und nichts Bestimmtes bedeutet.

Der Ort liegt am MacArthur River, einem der größten Flüsse in der Golf-Region, und ist hauptsächlich für die Fischfangindustrie und Freizeitangler von Bedeutung. Borroloola dient als Servicestation für die Fischfangflotten, die im Golf operieren. Fischerei und Minen sind die Arbeitgeber der hiesigen Bevölkerung und die Stadt sieht sauber und gepflegt aus. Ein großer Laden im Zentrum versorgt den Ort mit allem, was man so braucht und hier ist auch meist die erste Station aller Reisenden.

Baden sollte man in den umliegenden Gewässern nicht, denn es leben Salzwasserkrokodile im MacArthur River. Bei Überschwemmungen in der Regenzeit können sie sich über weite Gebiete verbreiten und bevölkern dann in der Trockenzeit auch weit vom Fluss abgelegene Billabongs. Aber das Angeln ist hier Volkssport Nr.1. Gibt es doch den schmackhaften Barramundi in den Gewässern rund um die Stadt. So kommen viele Australier hierher und es gibt ein Angebot an Campingplätzen in der Stadt.

Einmal jährlich an Ostern findet ein großer Angelwettbewerb statt, die so genannten Borroloola Fishing Classics im King Ash Bay Fishing Club. Diese Veranstaltung führt viele Besucher in die ansonsten einsame Gegend.

1984 wurde die Stadt durch den Zyklon Tracy dem Erdboden gleichgemacht. Eines der wenigen Gebäude, die erhalten blieben ist die alte Polizeistation von 1886, heute ein kleines Museum. Jedes jahr treten in der Regenzeit die Flüsse über die Ufer, beschädigen Straßen und fluten das Land. Im Frühjahr 2001 war es besonders schlimm, hier sind einige Bilder.

Caranbirini Conservation Reserve

Wir verließen Borroloola auf dem asphaltierten Carpentaria Highway in Richtung Cape Crawford. Bis zur McArthur River Mine ist er gut ausgebaut und man hat die Gelegenheit, die längsten Roadtrains der Welt zu bestaunen, die von hier aus über die Bing Bong Road zum Hafen fahren.

Ein Tipp ist der Besuch des Caranbirini Conservation Reserve, 46 km südlich von Borroloola. Eine Stichstraße führt einen Kilometer vom Highway ab, die dirtroad ist mit einem Gatter verschlossen, das man nach der Duchfahrt wieder schließsen muss. Wir waren hier am Nachmittag ganz alleine, die Anzahl der Parkplätze und Picknickspots lässt aber auf einen regen Besucherandrang, zumindest am Wochenende, schließen.

Nur wenige Gehminuten vom Parkplatz liegt ein wunderschönes Billabong mit Seerosen und es gibt zahlreiche Vögel zu Beobachten. Verschiedene Rundwege führen vorbei an bizarren und fotogenen Sandsteinformationen. Alles ist schön beschildert und zurechtgemacht. Wir haben aber leider nur einen Kurzbesuch gemacht und sind noch vor dem Abend weiter nach Cape Crawford gefahren.

Später haben wir uns ein wenig geärgert, dass wir uns in diesem Reservat nicht mehr Zeit für ausgiebigere Wanderungen genommen haben. Gelohnt hätte es sich bestimmt. Das Bild unten zeigt die Felsformation mit dem weißen "dreamtime spot" von außen, hinter dem Kamm gibt es nach dem Wanderplan am Parkplatz ein verschachteltes Gewirr von Felsen und Felstürmen ähnlich wie in den Bungles oder im Hidden Valley bei Kununurra.

Google Map zum Thema

Borroloola


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Video zum Thema

Aboriginal "Mandiwala" Initiation Ceremony in Borroloola

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