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FLORA UND FAUNA

Alle Arten tropischer Lebensräume des Nordterritoriums findet man im Kakadu National Park. Die meisten Touristen kommen wegen dieses Artenreichtums, der leider gerade während der schlechtesten Reisezeit am deutlichsten wird. Im Gebiet des Nationalparks herrscht tropisches Monsunklima, mit einer Regenzeit von November-April, in der 90% des jährlichen Niederschlags fällt. Dann spriesst das Grün und zahlreiche Vögel bevölkern die Feuchtgebiete, denn die Region ist im grenzüberschreitenden Flugverkehr ein sehr wichtiges Brut- und Durchzugsgebiet für Wasservögel. Von den trockenen Sandsteinplateaus stürzen in der Regenzeit rauschende Wasserfälle und täglich entladen sich Gewitter am Himmel.

Viele der im Park lebenden Pflanzen und Tierarten müssen noch erforscht werden. Etliche Arten sind endemisch und kommen nur hier vor. Leider hat der Park, wie so viele andere Gebiete in Australien auch, stark unter eingeführten Arten zu leiden. Als Paradebeispiel für die Zerstörung durch Invasoren steht der Wasserbüffel, der im Jahr 1829 aus Indien importiert wurde. Die sich schnell vermehrenden Tiere zertrampelten die empfindliche Vegetation im Schwemmland und öffneten Trampelpfade zum Meer. So konnte bei Flut Slazwasser in das empfindliche Ökosystem der Sümpfe eindringen. Nach langen, intensiven Jahren des Bejagens ist der Nationalpark heute wieder büffelfrei. Nun droht eine neue Invasion, die sich langsam von Osten nähert: die giftige Aga Kröte (Bufo marinus).

Die einst zur Schädlingsbekämpfung eingeführte Kröte erfüllte ihre Aufgabe gar nicht: Die Kröte war am Tag aktiv, die Schädlinge nachts - oder umgekehrt, daß weiß ich nicht mehr so genau. Dafür frass die Kröte alles, was ihr über den Weg lief, mit Vorliebe alle ansonsten die Schädlinge bekämpfenden Eidechsen. Ein Desaster!

Unter australischen Hausfrauen kursiert ein Tip, um ihre Babys beim Krabbeln im Garten vor der giftigen Kröte zu schützen: Jede Kröte mit WC-Reinger töten!

Inzwischen ist der Siegeszug der Kröte ein Musterbeispiel für Darwins Evolutionslehre: Im Umfeld der Kröte überleben nur jene Räuber, die sich anpassen. So gibt es eine Schlangenart, bei der die genetische Neigung zu großen Köpfen ausgestorben ist, nur noch Schlangen mit kleinen Köpfen pflanzen sich fort. Grund: Bei kleinen Köpfen kann die Schlange nur Kröten fressen, die noch nicht ganz ausgewachsen sind und somit weniger Gift enthalten.

Bei intelligenteren Tieren wird gelernt: Magpies und Raben haben gelernt, die fiese Kröte mit einem geschickten Schnabelschwung auf den Rücken zu werfen und dann die Bauchseite auf zu hacken. Damit umgehen sie die Giftdrüsen auf dem Rücken.

Aber auch die Kröten verändern sich. Die Wanderungsfront erobert Jahr für Jahr neue Gebiete mit frischen Nahrungsquellen. Wer schneller laufen kann ist im Vorteil, er besetzt eher das neue Gelände. Daher gibt es in vorderster Front Kröten, die auf schnelles Hüpfen spezialisiert sind. Sie bewegen sich pro Jahr drei bis vier mal so weit wie vor einigen Jahrzehnten.

Flora

Es gibt 4 wichtige Vegetationszonen im Kakadu National Park:

Ein Drittel aller im Top End vorkommenden Pflanzenarten findet man im Kakadu National Park, 1.257 verschiedene hat man schon gezählt. Botanisches Herzstück des Parks ist die Yellow Waters Lagoon bei Cooinda: Wasserlilien und Seerosen sowie die selten gewordenen Lotusblüten sind von Mai bis Juni hier zu finden.

Fauna

Der Kakadu National Park weist eine Statistik der Superlative auf: Ein Drittel aller australischen Vogelarten lebt hier, 280 verschiedene wurden erfasst, darunter Störche, Ibisse, Reiher, Milane, Brahmenenweihen, Eisvögel, Stinte, Schlangenhalsvögel, Brolgakraniche, Spaltfußgänse, Blatthühnchen, Löffler, Komorane, Finken, Kakadus und Seeadler.

75 Reptilienarten, am bekanntesten sind aus dieser Familie wohl die großen Leistenkrokodile, der Wsserwaran, die Schlangenhalsschildkröte und die Kragenechse. Nicht minder reich ist die Tierwelt unter Wasser: 55 Fischarten, das ist ein 1/4 aller Fischarten Australiens, gibt es in den Seen und Flüssen, die großen Barramundis sind begehrt bei den Anglern. Mehr als 60 Säugetierarten, darunter 25 Fledermausarten leben im Park. 22 Froscharten, 4.500 Insektenarten und über 200 verschiedene Ameisenarten sorgen ebenfalls für reges Leben.

Es werden auch heute immer wieder neue Tierarten entdeckt, wovon viele nur im Kakadu National Park vorkommen. Zu den gefährdeten Arten zählt das zu den Seekühen rechnende Dugong und die Australische Gespenstfledermaus.

Die besten Chancen für die Tierbeobachtung hat man am frühen Morgen und am späten Nachmittag, wobei die Vögel am frühen Morgen kurz nach Sonnenaufgang am aktivsten sind. Empfehlenswert ist, sich vor dem Besuch ein Vogelbestimmungsbuch zu kaufen, hier ist eine Liste.


Video zum Thema

Crocodile Shows Its Teeth - Kakadu National Park

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