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AN DER KÜSTE

Südlich des Ortes Kalbarri beginnen die so genannten Coastal Gorges, ebenfalls ein Teil des Kalbarri National Park. Über die asphaltierte Straße in Richtung Süden und kurze, gut ausgeschilderte Stichstraßen sind die Felsklippen namens Red Bluff, Mushroom Rock, Rainbow Valley, Pot Alley, Eagle Gorge, Shellhouse Grandstand, Island Rock und Natural Bridge leicht zu erreichen. Auf der Landseite der Küstenstraße liegt ein neues Erschließungsgebiet, mit angelegten Straßen und den ersten Villen, der kommende Boom ist schon abzusehen. Schön ist es nicht und erinnert an die zugebauten, uniformen Villenviertel und "Land Sales" südlich von Perth. Wahrscheinlich wird das in Kalbarri auch ein meist verlassenes Villenviertel für reiche Städter auf Wochenendtrip.

Die Küstenlinie rund um Kalbarri war Zeuge einiger Schiffsuntergänge, man findet hier viele Wracks. So strandete im Jahr 1712 ein niederländisches Schiff namens Zuytdorp an einem Riff nördlich von Kalbarri. 1839 sank das Schiff, auf dem Lieutenant George Grey, der das North West Cape erkunden wollte, in der Mündung des Murchison. Der gute Mann musste zu Fuß zurück nach Perth und dadurch fand er seine Berufung als Entdecker und bereiste später die ganze Küste des mittleren Westens. Die ersten Straßen im Ort wurden nach ihm und der restlichen Besatzung benannt.

Die Küste hier muss wohl eine der schönsten und beeindruckensten Küstenlinien in Australien sein. Die Klippen ragen über 100 Meter weit aus dem Meer, das sich weit unten in mächtigen Brandungswellen am Gestein bricht. Die Formen und Farben der Schluchten und der kleinen Vorgebirge sind bizarr und sehr fotogen. An vielen Stellen gibt es keine Geländer und der Blick nach unten ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Bei manchen Felsnasen erwartet man förmlich einen Abbruch ins tosende Meer.

Wer die Küste nicht nur von Land aus sehen möchte, der kann in Kalbarri verschiedene Touren buchen und das Ganze vom Schiff besichtigen. So wie die Sunset Cliffs and Dolphin Search Tour oder die Spectacular Costal Cliff Cruise. Für Wanderfreunde verbindet ein Küstenwanderweg von 8 Kilometer Länge die Eagle Gorge mit der Natural Bridge.



Abzweigungen

Die Lichtverhältnisse an der Küste sind am Nachmittag am besten. Nachdem wir uns ausgiebig im Rainbow Jungle umgesehen hatten folgten wir der asphaltierten Straße in Richtung Port Gregory und Northampton. Von ihr aus führen dann jeweils die ausgeschilderten kurzen Schotterpisten in den Nationalpark. Die meisten enden schon nach kurzer Fahrt auf einem kleinen Parkplatz, dann läuft man einige Dutzend Meter in Richtung Klippen zu den Aussichtspunkten. Mit einem Trailer sind die meisten nicht zu befahren.

Erster Stopp nach Verlassen der Ortschaft Kalbarri war Red Bluff, ein mächtiger roter Felsklotz. Er ist die höchste Erhebung und man hat von hier aus einen schönen Blick auf die im Süden liegenden Sandsteinklippen. Ihm zu Füßen liegt ein Strand mit Möwen und vielen Anglern. Auf den Felsplatten am Meer haben sich kleine Schnecken und Muscheln angesiedelt.

Die nächste Abzweigung führt zum Mushroom Rock. Vom Parkplatz aus machten wir uns auf den Weg, aber an diesem Tag war es schier unerträglich heiß und hier muss man noch eine ganze Weile durch die Felslandschaft klettern. Insgesamt ist der Mushroom Rock Heritage Trail ein 2 Stunden Wanderweg. Aber all das ertragen bei dieser Hitze, um einen Felsen in Pilzform zu sehen? Wir entschieden uns zur Umkehr, was sich als gut erwies. Denn die nächste Abfahrt zum Rainbow Valley erwies sich als Volltreffer. Hier fanden wir es wesentlich interessanter und kletterten eine ganze Weile in den bizarren Felsformationen herum. Ich habe dabei so viele Bilder gemacht, dass ich über das Rainbow Valley eine eigene Seite angelegt habe.

Die nächste Abzweigung führt nach Pot Alley mit einem schönen Strand und tollen Ausblicken auf die hier typische Küstenlandschaft. Dann folgt die Eagle Gorge, ein breiter Einschnitt in die Steilküste. Wahrscheinlich bekam sie ihren Namen, weil sich hier im Aufwind der steilen Felswände die Adler besonders wohl fühlen. Wir haben leider keinen am Himmel gesehen. Es gibt auch hier einen kleinen Strand, zu dem man herabsteigen kann.


Natural Bridge

Nach weiteren kleinen Abfahrten zu Shellhouse und Grandstrand oder zum Island Rock befindet man sich dann schließlich nach einer im Vergleich zu den anderen Stichstraßen etwas längeren Fahrt vor einem weiteren, sehr oft fotografierten Highlight des Kalbarri National Park: der Natural Bridge. Felsbögen faszinieren die Menschen ja immer wieder, und auch in diesem Urlaub hatten wir schon einige gesehen: bei Sandstone, im Inlands-Teil des Kalbarri National Park und im Süden im D`Entrecasteaux National Park.

Aber hier ist wirklich ein besonders hübscher Bogen zu sehen, der von Wellenbergen und Wind umtost an der Küste dem Wetter und den Wellen trotzt. Man kann von einer Plattform aus die Brücke sehr gut sehen und fotografieren. Durch viele Jahre Wind und Wasserkraft ist der Felsen so ausgespült worden und heute rollen unablässig die Wellen des Ozeans durch das so enstandene Loch hindurch. Auch am Lookout war es trotz Wind sehr heiß und auf dem Weg dorthin sahen wir einige kleine Kängurus müde im Schatten der Büsche liegen. Hätte sich nicht eins davon bewegt, wir wären daran vorbeigefahren ohne sie wahrzunehmen.

Hinter der Natural Bridge endet der Nationalpark und die Straße führt weiter in Richtung Süden bis nach Port Gregory.


Google Map zum Thema

Küste an der Natural Bridge


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