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WANDERWEGE

Es gibt mehrere Wanderwege im Keep River National Park. Je mehr Zeit man sich nimmt, um so mehr sieht man von der Gegend. Leider muss man sich bei 1-2 Tagen Aufenthalt für ein paar Walks entscheiden. Wer nur mal kurz auf dem Weg zwischen Timber Creek und Kununurra einen Abstecher in den Park macht, dem sei der bequeme Rundweg an der Nganalam Art Site empfohlen. Auf dem Weg dorthin über die staubige Straße sieht man auch schon einige der Landschaftsformen des Nationalparks.

Direkt am Gurrandalng Campingplatz beginnt ein teilweise steiler, aber gut ausgebauter Weg, der Gurrandalng Loop. Die 1,5 km sind in geruhsamen 1,5 Stunden zu erwandern. Besonders schön ist dieser Weg am frühen Morgen und am späten Abend, wie so viele Wege in Australien. Dann ist das Licht sehr weich und modelliert die zahlreichen Felsvorsprünge plastisch heraus. Dicke Baobab Bäume stehen in hohem Gras und als Wächter auf den Felsen.

Zuerst geht man durch dichte Vegetation, dann wird es lichter und am Übergang zwischen den oberen und unteren Felshängen ist es feucht. Hier gedeihen malerische Fächerpalmen und verschiedene Akazien. Am Ende der Wanderung erreicht man den Ort Gurrandalng, nach dem Weg und Campground benannt ist. Gurrandalng ist der Name für den hübschen grauen Kranich mit rotem Fleck am Kopf, der in Australien Brolga genannt wird. In der Traumzeit reisten zwei Ureinwohner vom Meer aus in diese Gegend und bauten aus Gräsern und Büschen ein großes Nest. Dann tanzten sie herum und ahmten die Rufe der Kraniche nach, bis sie sich selbst in Brolgas verwandelten. Seitdem heißt der der Ort "Heimat des Brolga".

Auch der 4 km lange Weg durch die ebenso lange Keep River Gorge, 23 km vom Eingang entfernt auf der rechten Seite, ist ein Erlebnis. Im Laufe der Jahrtausende entstand diese Schlucht mit hohen, roten Felswänden. Auf dem Talboden wandert man vorbei an mächtigen Baobab-Bäumen. Das Bild unten entstand am Eingang der Schlucht kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht am schönsten ist. Wenn ein Auto vorbeifährt, dann wirbelt es eine Staubwolke auf, welche die untergehende Sonne noch schöner macht, wie auf dem Foto links zu sehen.

Wir haben leider nur den Anfangsteil dieses Wanderwegs geschafft, dann wurde es zu schnell dunkel und wir mussten noch weiter zum Campingplatz. Die 4 km muss man ja auch wieder zurück. Für Leute mit Zeit und Kondition aber auf jeden fall ein lohnender Weg. Auch hier gibt es einen relativ großen Parkplatz am Ausgangspunkt.

Ausser Schluchten und Felsen gibt es auch Feuchtgebiete im Park. Vom Jarrnam Campground aus führt ein 5 km langer Weg zum Policemans Waterhole. Es soll angeblich ein altes Salzwasserkrokodil in diesem Billabong hausen, die Strecke war uns aber zu weit.

Die Cockatoo Lagoon, irgendwo in der Nähe des Eingangs, haben wir auf dem Rückweg zur Straße zwar gesucht, aber leider nicht gefunden. Sie war auf den Hinweistafeln aufgemalt, aber kein Schild wies den Weg. Da wir schon einige Lagunen besichtigt hatten, verzichteten wir auf einen weitere Suche und fuhren in Richtung Gregory National Park weiter.

Wenn ich mir diese Seite im Nachhinein nochmal durchlese, scheint der Park für uns ein ziemliches Fiasko gewesen zu sein. Das liegt aber daran, dass wir hier zufällig einen halben Tag bedeckten Himmel hatten und außerdem nach 3 Wochen Top End landschaftlich etwas übersättigt waren. Hier muss man sich einfach etwas mehr Zeit nehmen, als wir erübrigen konnten oder wollten, um die Ausstrahlung des Ortes in Ruhe zu genießen.

Bilder


Google Map zum Thema

Policemans Waterhole und Campground


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