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DUDLEY PENINSULA

Wer mit der Sealink-Fähre von Cape Jervis nach Penneshaw die 18 km durch die Backstairs Passage kommt, der landet automatisch auf der Halbinsel Dudley. Von hier schaut man hinüber aufs Festland, mit dem bloßen Auge sind die Windkraftwerke an der Spitze der Fleurie Península zu erkennen. Die meisten Touristen reisen direkt von Penneshaw weiter ins Inselinnere und lassen die Halbinsel oft aus. Dabei gibt es hier eine ganze Menge zu sehen. Einen Überblick verschafft man ich am besten vom Prospect Hill, der höchsten Erhebung.

Vom Mt.Thisby Lookout lässt sich gut die Landenge von der Hauptinsel hinüber zur Dudley Peninsula erkennen und der Blick geht ebenfalls zur Pelican Lagoon und über die Halbinsel. Bei klarem Wetter sieht man sogar Mount Lofty in den Adelaide Hills, etwa 100 km entfernt. Hier, am Fuß der steilen Stufen, halten natürlich auch die Reisebusse.

Wer sich auf der Halbinsel außerhalb der Rennstrecke zwischen Penneshaw und Mt.Thisby bewegt, der ist meist von Massen verschont.

Penneshaw ist ein verschlafenes Nest, das sich nur zu Ankunft- und Abfahrtzeit der Fähe füllt. Eindrucksvoll sind hier die kleinen Pinguine (Fairy Penguins), die jeden Abend in der Dämmerung vom Fischfang im Meer zu ihren Nistplätzen zurückkommen. Ganz in der Nähe der Anlegestelle und nahe dem Penneshaw Caravan Park kann man sie putzigen Tiere gegen Eintritt von einem hölzernen Boardwalk aus beobachten.

Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einem wunderschön gelegenen Campingplatz im Lachmar Conservation Park. Leider war das Wetter zu kalt für einen Strandspaziergang, aber die Dünenlandschaft war sehenswert und in den Büschen rund um unseren Stellplatz hüpften viele leuchtend blaue Fairy-Wrens herum.

Den südlichen Teil der Halbinsel erschließen nur zwei Stichstraßen, größte Attraktion ist Cape Willoughby im Osten mit seinem schönen, weißen Leuchtturm.


Cape Willoughby

Cape Willoughby ist der älteste Leuchtturm auf Kangaroo Island, er wurde im Jahr 1852 aus Granit und Sandstein erbaut. Damit war er der erste in South Australia und der 17. in ganz Australien. Der Bau des Turmes hat 2 Jahre gedauert und die Arbeiter lebten während dieser Zeit in Zelten und trotzen dem hier oft sehr ungemütlichen Wetter.

17 km fährt man von Penneshaw nach Cape Willoughby. Kurz bevor man das Ziel erreicht kann man noch eine kleine Stichstraße abbiegen und für eine Weinprobe bei der Dudley Winery halten. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Hier, am östlichsten Punkt von Kangaroo Island, wehte ein kräftiger Wind.

Matthew Flinders entdeckte Kangaroo Island im Jahr 1802 und nannte die Region Cape Theta. Der Name wurde zwischen 1810 und 1814 in Cape Willoughby geändert, so auch der Leuchtturm, welcher früher Sturt Light hiess. 1974 wurde hier das Licht automatisiert. Im Jahr 2003 wurde es dann durch ein stärkeres auf einer vorgelagerten Insel ersetzt.

Bei unserer Ankunft wurde das Visitor Center gerade geputzt und wir konnten keine Führung mitmachen mitmachen und auch keinen Kangaroo Island Pass kaufen. Also erkundeten wir das Areal rund um den Leuchtturm alleine, man muss nur an den Unterkünften der Leuchtturmwärter vorbei, die heute als Unterkunft an Touristen vermietet werden.

Der weiße Turm ist beeindruckend, 20.5 m hoch, mit 1.37 m dicken Wänden am Fuß, 89 cm Meter sind es noch an der Spitze. Leider hatten wir bedeckten Himmel. Mit blauem Hintergrund häte der Turm sicherlich besser gewirkt. Das Mauerwerk selbst führt zu einer erstaunlichen optischen Täuschung: Die Rundung ist kein gerader Kegel, sondern scheint Teil einer stehenden Ellipse zu sein. Egal aus welcher Richtung man blickt, man denkt immer, der Turm sei schief oder nicht ganz zentrisch gemauert.

Ein wenig unterhalb des Leuchtturms kann man eine felsige Steilküste bewundern, die kleine Bucht, in der sich die Wellen brechen wird Devils Kitchen genannt. An den Felsen findet man eine Menge Schnecken und auch knallgelbe Flechten. Einige Walknochen liegen dekorativ auf dem Gelände.

Eine kleine Wetterstation befindet sich ebenfalls auf dem Gelände in einem kleinen Schuppen, der 1923 erbaut wurde. Seit 1881 gibt es von hier Wetteraufzeichnugen: Hier das aktuelle Wetter am Leuchtturm

Noch mehr Infos zum Leuchtturm:

auf www.lighthouse.net.au/lights/SA/Cape%20Willoughby/Cape%20Willoughby.htm

sowie www.environment.sa.gov.au/parks/cape_willoughby/

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