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Marysville existiert nicht mehr. Februar 2009 zerstörte ein Buschfeuer den Ort.

MARYSVILLE

Der hübsche Ort Marysville liegt inmitten von Eukalyptuswäldern, farngefüllten Tälern und Hügeln nur 95 km nordöstlich von Melbourne. Somit ist die Region ein beliebtes Ausflugsziel für die Städter und an Wochenenden und zu Ferienzeiten entsprechend überfüllt.

Hauptattraktion der Umgebung sind die Wälder, von zahlreichen Wanderwegen und Panoramastraßen durchzogen. So kommt man hauptsächlich zum Wandern nach Marysville und der kleine Ort mit seinen ca. 800 Einwohnern bietet einges an touristsicher Infrastruktur. Berühmt sind die blühenden und liebevoll gepflegten Gärten und Vorgärten, die bei unserem Besuch im Frühling üppig blühten. Die alten Eichen an der Hauptstraße locken die Besucher mit ihrer Farbenpracht im Herbst hierher. Und im Winter locken nah gelegene Skigebiete wie Lake Mountain, 1.432 Meter hoch mit fantstischem Ausblick über die victorianischen Alpen.

Auch kulturell hat man in Marysville einges zu bieten, von Cafékonzerten im Sommer, dem alle zwei Wochen an einem Sonntag stattfindenen Markt über den "World's Longest Lunch" im März bis zum Marysville Music Festival im Oktober.

1863 wurde Marysville von Goldsuchern gegründet, die in den nahegelegenen Woods Point Goldfields ihr Glück suchten. Gründervater von Marysville war John Steavenson. Er erschloss die Goldfelder im Jahr 1863 durch eine Straße und war offizieller "Assistant Commissioner for Roads and Bridges". Sein Hauptqaurtier benannte er einfach nach seiner Frau Mary.

Heute lebt man vom Tourismus, auch ein Holzschnitzer namens Bruno der hier in "Bruno’s art and sculpture garden" seine Werke ausstellt. Nostalgie und Romantik pflegt man sehr im Ort und lockt so auch viele Hochzeitspaare aus Melbourne zum Feiern und Flittern hierher.

Es gibt einige nette Restaurants und Cafés in Marysville mit lauschigen Gärten und über die örtlichen Unterkunftsmöglichkeiten informiert man sich am besten im "Marysville & Mystic Mountains Visitor Information Centre" - 180-190 Murchison Street. Direkt gegenüber machten wir Rast auf der Terrasse des Cafés und bestellten Sandwitch, Kuchen und Kaffee.

Kaum sassen wir am Tisch, flogen wilde King Parrots neugierig auf die Stuhllehnen und belagerten uns regelrecht. Grüne Jungtiere, einige gescheckte Halbstarke und Vögel mit knallrotem Erwachsenengefieder ließen sich von mir wie Fotomodelle fotografieren. So nah hatten wir die sonst scheuen und sehr hübschen Tiere noch nie gesehen. Kaum verließ ein Gast den Tisch, hüpften sie auf das Tablett und suchten nach Resten.

Der Gunni

Marysville ist berühmt für den Gunni (Turpis maialis cimex), eine Art Wombat mit hirschartigem Geweih, Streifen auf dem Hintern und einem Schwanz. Dieses seltene Tier wurde nur hier in der Umgebung gesichtet.

Den Gunni könnte man ja glatt für eine Erfindung halten, wäre da nicht das örtliche Touristenbüro. In dem modernen Gebäude kann man nämlich eine seltene Kostbarkeit bestaunen: einen echten, ausgestopften Gunni. Präpariert wurde er in einem privaten Projekt von einem Ranger namens Miles Stewart-Howie. Ich habe ihn für Euch zum Beweis fotografiert.

Rund um Marysville haben einige Scherzbolde die in Australien üblichen Warnschilder, auf denen ein Wombat zu sehen ist, ein wenig verändert. Aus dem Wombat wurde mit wenigen Strichen ein echter Gunni und manchmal hat er sogar eine rote Nase. Schließlich wird es in den Yarras im Winter sehr kalt.

Wer mehr Fakten über die Sichtungen des seltenen Tieres wissen möchte, der wird auf dieser Webseite fündig: www.marysvilletourism.com/gunni.htm.

Steavenson Falls

Nur eine kurze Fahrt über die Falls Road von 3 km südöstlich von Marysville und man erreicht einen der höchsten Wasserfälle in Victoria. Alternativ läuft man den Tree Fern Gully Track vom Gallipoli Park in der Murchison Street über 4 Kilometer am Fluss entlang zum gleichen Ziel.

  82 m fällt das Wasser der Steavenson Falls in drei Stufen in ein Becken (oben auf dem ersten Bild zu sehen) und fließt anschließend durch ein üppig grünes Tal. 190 ha Nature Reserve schützen hier die Natur. Im Tal stehen Baumfarne und andere Farnsorten dicht an dicht.

Man fährt bis zum Parkplatz und läuft einige Meter zu Fuß bis zum Aussichtspunkt direkt unterhalb der Fälle. Den schönsten Blick auf alle Stufen hat man unterwegs oder vom gegenüberliegenden Ufer, zu dem eine kleine Brücke führt.

Kommt man am Abend, dann werden die Fälle bis Mitternacht mit Scheinwerfern angestrahlt, der Strom wird vor Ort aus Wasserkraft gewonnen. Das lockt die Possums an, die sich hier an fütternde Menschen gewöhnt haben. Beannt wurden die Fälle nach dem Gründer von Marysville, John Steavenson und auch der Fluss heißt Steavenson River.

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