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ALLGEMEINES

Auf vielen Karten und in einigen Reiseführern heißt dieser schöne Nationalpark, wenn er überhaupt Erwähnung findet, immer noch "Mootwingee". Das Land, 130 km nördlich von Broken Hill gelegen, wurde am 5. September 1998 an den Landrat der eingeborenen Aborigines zurückgegeben. Daher heißt der Park heute Mutawintji National Park, benannt nach dem Volk der Mutawintji People.

Diese Rückgabe des Landes an die traditionellen Inhaber ist ein historisches Ereignis. Die formelle Zeremonie wurde mit einem Begrüßentanz eröffnet, gefolgt von den kurzen Reden der lokalen Inhaber und des Premiers Bob Carr. Hier ist die offizielle Website mit den Wortlaut des Pachtvertrages, die Mutawintji Community Home Page. Im Sprachgebrauch der Einheimischen von Broken Hill und Umgebung ist allerdings immer noch Mootwingee gebräuchlicher, ich habe mich hier aber für die neue, offizielle Bezeichnung entschieden.

Die offizielle Websiete zum Nationalpark findet man beim National Parks and Wildlife Service.

Anreise

Allein der 130 km lange Weg von der Outbackstadt Broken Hill in den Norden, für den wir uns beim ersten Besuch im Jahr 1999 extra für einen Tag ein Allradfahrzeug gemietet haben, liefert Material für eigene Seite. Unter On the Road 2 gibt es sehr schöne Bilder von der südlichen Anfahrt, hier möchte ich mich mehr auf den Park konzentrieren.

Im Jahr 2004 kamen wir an diesen wunderschönen Ort zurück, diesmal für 2 Nächte mit einem Allradcamper, um auch ein wenig länger zu bleiben und die Einsamkeit zu genießen

Die trockene und schlechte Piste, die uns aus dem Nordosten von White Cliffs hierher führte, war landschaftlich nicht besonders reizvoll und eigentlich eher langweilig. Tiere sahen wir unterwegs nur wenige, meist waren es wilde Ziegen oder Weidevieh. Erst kurz vor Erreichen des Nationalparks entdeckt man die ersten Kängurus und Kakadus. Auch die Landschaft ändert sich dann, es wird grüner und zerklüfteter. Um so mehr empfindet man Mutawintji dann als Oase im Outback.

Auf manchen Karten ist ein 4x4 Track oben im Norden eingezeichnet, die Abzweigung beginnt angeblich bei Koonawarra. Diese Strecke - die alte Postroute - ist aber gesperrt und wir mussten um den Park herumfahren und die 14 km lange Hauptzufahrt im Westen benutzen.

Die Zufahrt ist normalerweise mit einem normalen Auto zu bewältigen, nur nach Regenfällen sind die Straßen gesperrt und der Park ist weder zu erreichen, noch kann man ihn verlassen. Man sollte sich also immer auf einen unvorhergesehenen, längeren Aufenthalt einstellen, wenn Regen angesagt ist. Da es weder Feuerholz, noch Lebensmittel oder Benzin im Park gibt ist alles selbt mitzubringen.

Flora und Fauna

Die Berge und Täler der Region sind durch Erosion entstanden, die Überreste des Meeresgrunds, der hier vor 400 Millionen Jahren existierte. In den Sedimentschichten der Sandsteinfelsen finden Geologen Fossilien aus dem Devon, eine der wenigen Fundstätten in New South Wales.

Inmitten trockener Ebenen finden sich hier Schluchten mit ständigem Wasser, so war schon in der Vorzeit diese Region beliebt bei den lokalen Aborigine-Stämme. Auch für das seltene yellow-footed rock wallaby (Gelbfuß-Felsenkänguru) ist dieser kleine Bereich ein wertvolles Rüchzugsgebiet und eine Oase in der ariden umgebung. Eine Gruppe dieser vom Aussterben bedrohten Tiere wurde im Jahr 1972 hierher umgesiedelt und nun lebt hier die einzige bekannte Kolonie im Staasgebiet von New South Wales. Leider haben wir hier keines der scheuen Tiere gesehen, anders als in den Flinders Ranges.

Weit verbreitet im Gebiet des Nationalparks sind graue Kängurus und Emus. Auch die Vogelwelt ist mit Keilschwanzadlern, Wanderfalken, Zebrafinken, Falken, Corellas, Apostle-Birds (Gimpelhäher), Magpies und einigen Papageienarten artenreich verteten. In den großen river-red-gums an den Ufern der Flüsse finden sie ein ideales Revier.

Auf steilen Bergenhängen in den Schluchten wachsen Kiefern und auf den Ebenen findet man Mulgabusch.

Erst vor wenigen Jahren wurde in den Schluchten eine interessante Entdeckung gemacht: eine kleine Eidechsenart namens Centralian Ranges Rock-Skink fand man unter den Blättern und Steinen. Das erste Mal, das diese Echsenart in New South Wales registriert wurde und bisher auch die einzige Population. Nur weniger Tiere dieser Art wurden bis heute überhaupt gesehen - leider auch nicht von uns.


Google Map zum Thema

Mutawintji National Park


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Video zum Thema

Outback New South Wales

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