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WALLS OF CHINA I

Vom Visitor Center aus führt eine gut befestigte Gravel Road zu den berühmten "Great Walls of China". Durch die platte, sonnendurchglühte Ebene fährt man bis zu einem kleinen Parkplatz. Hier gibt es einen Sender und man kann Radio hören: Auf 102.5 FM empfängt man Informationen zum Nationalpark.

Gerade bei dieser langen Anfahrt erkennt man gut, warum die 32 km lange Sanddüne am Ufer des ausgetrockneten Lake Mungo"Great Walls of China" genannt wird: Eigentlich ist die Düne relativ flach und sanft ansteigend. Aber durch die flimmernde Hitze entwickeln sich in dem flachen Becken des ehemaligen Seebodens Spiegelungen wie bei einer Fata Morgana. Dadurch wirkt die Düne aus der Entfernung wie eine senkrechte Mauer aus Stein oder Beton, mit Türmen und Zinnen, doppelt so hoch wie in Wirklichkeit. Auf dem Bild unten mit dem Känguru kann man diesen Effekt sehr gut erkennen.

Rechts und links im flachen Buschwerk des ehemaligen Seegrundes sitzen Kängurus. Bis hier hin kommen auch noch kleine Busse und die Straße ist in beiden Richtungen befahrbar. Am Parkplatz unterhalb der Düne ist der Endpunkt für die vielen Pauschalangebote, die diesen Platz von Mildura aus direkt anfahren.

Ein kleinerer Bus fuhr bei unserem ersten Besuch 1999 auch gerade weg, als wir ankamen, es war Wochenende. Dann waren außer unserem nur noch 4 weitere Autos auf dem Parkplatz, die fuhren aber alle wieder weg, während wir herumwanderten. So kam es, dass wir am Ende ganz alleine waren, an der Hauptattraktion des Parks.

Auch im Jahr 2004 sahen wir, diesmal ab Visitor Center und später am Nachmittag, keine Menschenseele. Wie so oft ein grandioses Gefühl. Näher kommende Besucher kann man von den Dünen schon kilometerweit ausmachen, an der langen Staubfahne, die sie hinterlassen - doch am Horizont regte sich nichts.

Auf der Düne

Über Holzstege nähert man sich den hellen Hügeln, im Hintergrund unten ist der ehemalige Seegrund des Lake Mungo zu sehen, flach und mit Salzbüschen bewachsen. Ein Schild am Anfang der Dünen macht auf das fragile Ökosystem aufmerksam, das man betritt, wenn man den Holzsteg verlässt.

Obwohl es schon später Nachmittag war, konnte man ohne Sonnenschutz, Wasser und Sonnenbrille die gleissende Fläche nicht betreten. Die Hitze war immer noch heftig und wir kamen schnell ins Schwitzen. Die kleinen Büsche und dünnen Bäume, die auf einigen erodierten Hügeln wachsen, bieten nur wenig Schatten.

Der Boden selbst ist aber nicht sehr aufgeheizt, da der Sand sehr hell ist. Hübsche Muster hat die Erosion hinterlassen: Wellen und Löcher, Rinnen und Spalten. Es ist ein Erlebnis, sich in dieser Mondlandschaft zu bewegen. Für Fotografen gibt es unzählige Motive.

Bilder

Ganz ausgestorben ist die scheinbar tote Fläche nicht. Es gibt viele Ameisen und kleine Echsen, die hier ihre Spuren hinterlassen haben. In den Büschen piepen kleine, scheue Vögelchen. Und ab und zu scheucht man eines der Kaninchen auf, die vor allem am Dünenrand ihre zerstörerische Arbeit fortsetzen indem sie sich durch das sensible Ökosystem graben und so zur Versteppung beitragen.

Überall gibt es interessante Motive zu sehen: Büsche, die sich mit bizarren langen Wurzeln im harten Boden festkrallen. Die im dünnen Blattwerk lebenden Vögel, die beim Näherkommen mächtig schimpfen, zeigen sich nur selten und fliegen pfeilschnell davon.

Wenn man eine der höheren Dünen besteigt, kann man auch auf das weite Mallee-Buschland dahinter schauen und einen grandiosen 360° Rundblick genießen. Hier ist der Sand weicher und tiefer.

Besonders schonend für das Ökosystem ist es, wenn man beim Betreten der Düne die schweren Wanderschuhe ausszieht und Barfuß diese einimalige Welt erkundet - so wie es die Ureinwohner schon vor tausenden von Jahren taten.




Weil diese Dünenlandschaft so fotogen ist, habe ich mit weiteren bizarren Bildern noch eine zweite Seite zusammengestellt.

Video zum Thema

Lake Mungo and North-West Victorian National Parks

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