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WANDERUNGEN

Es gibt einige sehr schöne Wanderwege im Park, für die man sich auf jeden Fall Zeit lassen sollte. Da wir 1999 nur einen Tagesausflug ab Broken Hill gemacht haben und nicht mit Campingausrüstung auf dem Homestead Camping Ground geblieben sind, haben wir uns beim ersten Besuch für den einfachen Old Mutawintji Gorge Walk entschieden.

Der Western Ridge Walk beginnt direkt gegenüber vom Campingplatz und ist besonders am Abend zum Sonnenuntergang empfehlenswert. 2-3 Stunden sollte man für die 6 Kilometer lange Strecke einplanen und reltiv fit sein, denn es geht zuerst steil bergauf. Oben angekommen blickt man hinunter auf die Ebene und direkt in den Sonnenuntergang, wenn unten im Tal und am Campground längst schon die Schatten herrschen.

Bleibt man bis zum Sonnenuntergang oben, dann wird es schnell dunkel und man muss auf jeden Fall eine Taschenlampe für den Rückweg mitnehmen.


Homestead Gorge

Beim zweiten Besuch hatten wir zwar mehr Zeit und blieben 2 Nächte auf dem Campground. Allerdings war es wieder November und dem entsprechend auch wieder sehr heiß, so war die Lust auf schwierige Wanderungen auch nicht allzu groß. Die Sonne knallte vom strahlend blauen und wolkenlosen Himmel und ohne Kopfbedeckung und Wasservorräte sollte man sich bei diesem Wetter nicht allzu weit vom Camper entfernen.

Am frühen Morgen wurden wir von den kleinen Kakadus im Nachbarbaum geweckt und brachen gleich nach einem üppigen Frühstück auf. Wir wanderten vorbei an den leicht zugänglichen Malereien der Aborigines weiter hinein in die Homestead Gorge.

Der Weg ist am Anfang wunderbar schattig, führt durch ein schmales, sandiges Flussbett und durch lichten Wald. Ab und zu kreischen ein paar einsame Kakadus in den Baumwipfeln und nur das Zwitschern der Vögel hört man in der Stille. Es gibt viele Insekten zu Beobachten: Käfer, Libellen und allerlei Schwirrtiere in der Luft. Ausserdem passierten wir eine Stelle, an der ein Dutzend Raupen zu einem Knäuel zusammen an einem Ast hingen.

Im ersten Moment haben wir dieses Knäul sogar mit einer großen Spinne verwechselt: Die Raupen bewegten sich rythmisch, um sich so Luft zuzufächern, abwechselnd spreizten sich die Hälfte der Körper aus dem Knäul heraus, und die andere Hälfte ballte sich zusammen. Das sah ruckartig und sehr bedrohlich aus und wir machten einen weiten Bogen um die Tiere, die rechts auf dem Foto zu sehen sind.

Auf der linken Seite der Schlucht führen einige Stufen zu einer kleinen Galerie. Hier sind an den Felsen ebenfalls einige Malereien der Ureinwohner zu sehen. Die Stelle ist ausgeschildert.

Die Felswände am Rand sind steil und mit kleinen Bäumen bewachsen. Mach einigen Metern erreicht man eine Abzweigung. Hier führt ein Wanderweg durch einen schmalen Spalt weiter halblinks zum steilen Rockholes Loop Walk, wir folgten der breiteren Schlucht, die hier einen Knick nach rechts macht. Die Felswände rücken immer näher und sind hier sehr eindrucksvoll. Schwer vorzustellen, das Kängurus diese steilen Hänge herunter kommen.

Je weiter man in die Schlucht vordringt, um so mehr Tümpel und Teiche sind vorhanden, der Untergrund wird felsiger und das Waser kann nicht mehr so schnell versickern. An einem Wasserloch machten wir Rast, ein idyllisches Plätzchen mit viel Grün drumherum. Irgendwann hat man dann das obere Ende der Schlucht erreicht, es gibt nur noch eine schmale Spalte mit einem großen Wasserloch davor.

Eine natürliche Sackgasse, hier ist der Weg zu Ende. Michael kletterte noch die sehr steilen Felswande entlang, um einen Blick über die Felsbarriere zu werfen, wo es aber eher nichts zu sehen gab. Dann liefen wir den gleichen Weg zurück und machten auf dem Campingplatz in der Mittaghitze erst einmal ausgiebig Siesta und nahmen eine erfrischende kalte Dusche.

Google Map zum Thema

Ende der Homstead Gorge


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