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ALLGEMEINES

Der Name Nitmiluk stammt von den Ureinwohnern, den Jawoyn-Aborigines. Eine ihrer Traumzeitlegenden handelt von der drachenähnlichen Gestalt Nabilil, die mit Wasser unnd unter den Arm geklemmten Feuerstöcken das Land bereiste. Das bösartige Wesen gab der Schlucht den Namen Nitmiluk und kam dort um. Aus dem verschütteten Wasser entstand der Katherine River, der die heute hier lebenden Tiere entstehen ließ.

So entstand laut Legende die Katherine Gorge, die heute wieder den Namen Nitmiluk trägt und Teil eines 180.352 ha großen Nationalparks ist. Das Land ist im Besitz der Aborigines, die es an die Landesregierung zurückverpachtet haben. Der Nitmiluk National Park teilt sich in zwei Hauptgebiete: Katherine Gorge und Edith Falls.

Nur 30 km auf einer gut ashphaltierten Straße von der Stadt Katherine entfernt erreicht man das Besucherzentrum und den angrenzenden Campingplatz an der Katherine Gorge. Viele Tagesbesucher übernachten auf Grund der Nähe auch im Ort Katherine selbst. Ich würde aber eher zu dem Platz direkt am Parkeingang raten, einem voll ausgestatteten Travel North Caravan Park.

Auch an den weiter nördlich gelegenen Edith Falls gibt es einen schönen Campingplatz mit eigener geteerter Zufahrtsstraße vom Stuart Highway aus. Beide Plätze verfügen selbstverständlich über Duschen und Toiletten. An der Katherine Gorge gibt es auch Stromanschlüsse und das nahe gelegene Besucherzentrum lockt mit einem schönen Terrassencafe oberhalb des Katherine River - leider ohne Schlucktblick. An den Edith Falls sind befristet Generatoren erlaubt und es gibt einen kleinen Kiosk mit Imbiss, auch die Möglichkeit zu einem ein Bad im nahen Pool macht den Platz attraktiv.

Mehr zu den Schluchten der Katherine Gorge und zu den Edith Falls findet Ihr auf den anderen Seiten zu diesem Nationalpark.

Flora und Fauna

Weil die Schluchten das ganz Jahr über Wasser führen sind sie eine Oase für viele Pflanzen und Tierarten. Ein dichter Grünstreifen säumt die Ufer, bis auf die allersteilsten Stellen. Hier sieht man Papierrindenbäume, Schraubenpalmen und Süßwassermangroven, die vielen Tierarten Schutz bieten. Oberhalb der Schlucht erstreckt sich das Arnhemland-Plateau mit trockener Vegetation aus Spinifexgras, Sandpalmen und kleineren Eukalyptusarten.

Verschiedene kleinere Känguruarten leben im Park, unter anderem Flinkwallabies, Antilopenkängurus und Bergkängurus. Sie kann man man am besten am Abend auf dem Campingplatz beobachten, manche hüpfen nur wenige Meter entfernt vom Camper durch die Dunkelheit. Sie betteln aber nicht um Futter - füttern verboten - sondern genießen das kurzgeschnittene und gut bewässerte Grass des Campingplatzes. Eines lag noch im Dunkeln auf dem Rasen direkt vor dem Besucherzentrum und futterte unermüdlich.

Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn viele der über 160 hier lebenden Vogelarten lassen sich gut beobachten. Reiher und Schlangenhalsvögel sieht man vom Wasser aus, ebenso wie viele fliegende Juwelen, die in der Uferzone leben und nach Insekten jagen wie Azurfischer und Rainbow-Bee-Eater. Schon am Besucherzentrum lassen sich Honigesser wie die auffälligen Blauohren beobachten, das folgende Bild entstand dort. Bei den Jungvögeln ist der blaue Kopfschmuck noch Grün. Am Campingplatz trifft man die kleinen, laut piependen schwarz-weißen Drosselstelzen.

An der Anlegestelle der Tourboote hat sich je nach Jahreszeit eine Kolonie von Flughunden in den Baumwipfeln breitgemacht. Dies verkürzt die Wartezeit mit Beobachtungen der hängenden, fiependen und flatternden Schar, die versucht, zu Ihrem Tagesschlaf zu kommen. Leider stinkt es dort auch ziemlich.

Im Wassser des Katherine River leben viele Fischarten, darunter der große Barramundi. Ein gutes Nahrungsangebot und Sandbänke sichern hier auch das Überleben des Süßwasserkrokodils. Besonders am frühen Morgen kann man die scheuen Tiere sichten, bevor die Touristenhorden kommen. Auch der große Mertens-Wasserwaran ist ein ständiger Bewohner der Schluchten.

Wandern im Park

Die meisten Besucher sehen den Nationalpark vom Wasser aus, aber ein dichtes Netz an Wanderwegen erschließt auch weite Teile für Wanderfreunde und vermitteln andere Eindrücke der Landschaft. Die Wanderwege sind mit einem blauen Dreieck auf weißem Grund markiert, die Zeichen sind meist sehr gut sichtbar. Alle Wege beginnen beim Besucherzentrum. Sie führen in 1-5 Stunden hinauf auf das Plateau mit einigen Aussichtspunkten am Rande der Schluchten.

Alle Wanderer, die mehrere Tage mit Übernachtung unterwegs sind, benötigen ein permit und müssen sich im Visitor Center bei den Rangern an- und wieder abmelden. Hut, Sonnenschutz, feste Schuhe und 2 Liter Wasser minimum pro Person und Tag sind erforderlich für alle Wanderungen. Zwischen September und Dezember ist es extrem heiß, diese Monate sind für Wanderungen nicht sehr geeignet. Ausserdem kann es auf der Hochebene noch gut 10°C heißer sein als am Fluss.

Am beliebtesten ist der Butterfly Gorge Walk, 7 km lang ist der einfache Weg, für die man 2 bis 3 Stunden braucht. Er führt über einen Nebencanyon des Katherine River, in dem viele Schmetterlinge in den dunklen Ecken sitzen, bis hin zu den schönsten Stellen des zweiten Schluchtabschnitts.

NamekmZeit returnHärteWas ist zu sehen?
Barrawei Walk / Lookout Loop3,72MediumLookout am Anfang der Schluchten
Windolf Walk8,43,5MediumPats Lookout, Aboriginal Zeichnungen
Butterfly Gorge124,5HardButterfly Gorge, Schmetterlinge
Lily Ponds19,86,5DifficultAm Bach entlang zum Wasserfall
Smitt Rock23,68,5DifficultDunlop Swamp, Felsinsel in Schlucht
Eighth Gorge33,22 TageDifficultZu den oberen Schluchten
Jawoyn Valley392-3 TageDifficultGalerien mit Felszeichnungen, Schluchten
Edith Falls Walk665 TageExtremMehr dazu auf dieser Website!

Wem das Wandern nicht so liegt, der kann sich auch mit einem Helikopter über das Schluchtensystem fliegen lasssen. Das Flugfeld ist kurz vor dem Besucherzentrum auf der linken Seite, Rundflüge werden das ganze Jahr über angeboten.

Google Map zum Thema

Nitmiluk Nationalpark


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Video zum Thema

Katherine Gorge - Ranger in Nitmiluk National Park

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