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ALPINE N.P.

Der Alpine ist mit 6.440 km² der größte Nationalpark in Victoria, er entstand erst im Jahr 1989. Davor gab es in dieser Gegend mehrere, kleinere NPs, die damals zusammengefasst wurden. Er liegt nordwestlich von Melbourne und erstreckt sich entlang der Great Dividing Range. Die Hauptzugänge sind von Süden aus via Heyfield, Bairnsdale, Bruthen, Buchan oder Orbost. Von Westen entlang des Hume Highway oder Maroondah Highway via Mansfield.

Hier findet man Australien höchste Berge, Victorias höchster ist der Mount Bogong, und angrenzend befinden sich noch weitere Nationalparks wie der Mt. Kosciusko in New South Wales. Die Kette von Parks in den Höhenlagen der australischen Alpen ist von großer Bedeutung für Australien und seine Land- und Viehwirtschaft. Die Flüsse in Victoria entspringen meist aus Quellen und dem Schmelzwasser der Alpenregion und so gelangt Wasser in die trockenen Landesteile und Wasserkraftwerke erzeugen Strom.

Von September bis Dezember blühen im Park die Wildblumen. Von Juni bis September ist die Schneewahrscheinlichkeit am höchsten. Reisezeit ist somit eigentlich das ganze Jahr über. Allerdings muss man hier mit Vorsicht reisen und vorher Erkundigungen über den Straßenzustand einholen, denn starke Winde oder sogar Schneestürme können jederzeit aufkommen und das Wetter kann sich schlagartig ändern, wie in Bergregionen üblich.

Wenn man Pech hat, ist die Straße auch aufgrund der Wetterverhältnisse gesperrt, deutlich zu erkennen an geschlossenen Schranken im Tal. Zur Sicherheit: Den Schneereport von Victoria gibt es hier:

snowreport.vic.gov.au

Tiere und Pflanzen

Die Tier und Pflanzenwelt im Park hat sich dem kalten Klima angepasst. Zwischen 1.400 und 1.700 m.ü.M. wächst der Scheeeukalyptus mit seiner sehr bizarren Rinde, weiter unten prägen Berg-Eukalypten und Alpin-Eukalypten das Landschaftsbild. Ab 1.800 m führen kurze Vegetationsperioden, Kälte, Wind und Schnee zu Zwergwuchs. Wenn im Frühjahr die Wildblumen blühen, dann lohnen sich Wanderungen ganz besonders.

Viele Säugetierarten wie Wombats, Schnabeligel und Possums sowie über 200 Vogelarten bewohnen den Alpine N.P. und die angrenzenden Parks. Auch der seltene Bergschlafbeutler findet hier ein Zuhause.

Wege

Sehr populär für Australier ist der Park natürlich im Winter, auf einem Kontinent, auf dem Schnee so selten ist. Wer verbindet schon Langlauf und kleine Abfahrten mit Australien? Wir sind im Sommermonat Februar dort gewesen, einige zerfahrene Pisten kündeten wie in den europäischen Alpen vom Treiben der Hals- und Bein-Brecher.

Wo die Straßenmarkierungen von weiß in gelb wechseln und die Randmarker von weiß in rot, so bedeutet dies: Hier sind im Winter Schneeketten mitzuführen. Weiter oben sind die Straßen mit hohen roten Pfählen markiert und mit Hinweißchildern: "Keep left of Poles" - damit man nicht unversehends in den Abgrund fährt. Auf meinem Bild oben aus Mt. Hotham sind sie zu erkennen. Das lässt ungefähr erahnen, wie hoch der Schnee liegen hier kann.

Die Strecken, die man mit dem Auto durch den Park fährt, sind lang und kurvenreich. Man sollte auf jeden Fall genug Zeit einplanen.

Es gibt auch unzählige Wanderwege, die allerdings zum Teil Tage in Anspruch nehmen und über das Plateau führen. Bushwalking ist hier sehr populär, eine gute Website zu diesem Thema ist diese zum Thema:

The Australian Alps Walking Track

Einige Orte mit Unterkünften für den großen Geldbeutel befinden sich im Park, im Sommer war es dort allerdings öde und leer. Mt. Hotham, Falls Creek und Mount Buller sind in Australien bekannte Namen für Wintersport.

Great Alpine Road

Autofahrer werden meist den Great Apline Highway befahren, um so bequem zum Alpine Nationalpark zu gelangen. Auch wir sind von Lakes Entrance die landschaftlich sehr schöne Strecke über Ensay, Swifts Creek und Omeo gefahren. Beim Wintersportort Dinner Plain kommt man dann in den Nationalpark und bei Harrietville verlässt man ihn wieder in Richtung Bright.

Die Strecke zwischen Mt. Hotham und Harrietville ist mörderisch, große Höhenunterschiede müssen in endlosen, weiten und engen Serpentinen bewältigt werden. Die Kurverei zieht sich über 15 km - spätestens hier ist man froh, wenn man einen Automatikwagen gemietet hat.

Google Map zum Thema

Alpine Nationalpark


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