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Mary River N.P.

Der Mary River National Park, im Jahr 2001 eigentlich nur ein geplanter Nationalpark, liegt am Arnhem Highway, 150 km östlich von Darwin. Die Hauptstraße führt weiter zum weitaus berühmteren Kakadu Nationalpark und viele Touristen fahren hier einfach vorbei. Die Mary River Region ist wenig bekannt, manchmal aber schon als Nationalpark ausgewiesen. Auf vielen Karten und Informationsbroschüren steht noch (proposed). Es gibt aber schon Ranger vor Ort.

Der Park erstreckt sich vom Highway aus jeweils etwa 25 km nach Norden und Süden entlang des Mary und McKinley River, wobei nur der Norden mit einigen Tracks, Campgrounds und Lodges erschlossen ist. Noch einmal 40 km weiter nördlich gibt es am Van Diemen Gulf das Stuart Tree Historical Reserve und das Point Stuart Coastal Reserve(Zutritt nur mit Permit zu Forschungszwecken) sowie das Mary River Conservation Reserve, beide wohl nur mit Boot oder Flugzeug zu erreichen. Dazwischen liegt am Mary River noch das Shady Camp einsam am Ende des 4WD-Tracks, weiter geht es nur über Privatgelände zum Wild Plains Safari Camp in den Niederungen der Flussmündung.

Wie alle Parks des tropischen Nordens kann auch die Mary River Region nur in der Trockenzeit gut bereist werden, in der Wet Season tritt der mächtige Fluss über die Ufer und überschwemmt weite Landstriche.

Die Feuchtgebiete bedecken einen großen Teil der Schwemmebenen am Mary River und sie bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten für zahlreiche Tiere, sowohl am Fluss als auch an Süßwasserbillabongs. Einige der ausgeschilderten Billabongs liegen westlich des Flusses und sind vom Highway aus gut zu erreichen.

Sehenswertes

Jeder Reisende kommt kurz vor Bark Hut Inn am Arnhem Highway an der Mary River Crossing vorbei. Hier gibt es eine picnic area, Toiletten und einen guten Zugang nebst Bootsrampe zum Fluss. Organisierte Ausflüge können in der Umgebung gebucht werden, die Bootstouren zeigen das reiche Vogel und Pflanzenleben am Fluss. Krokodile sieht man dabei natürlich auch, schwimmen gehört nicht zu den Attraktionen der Region.

Bekannt ist der Mary River Park für seine guten Angelmöglichkeiten, besonders auf den Barramundi haben es die Petrijünger abgesehen. Am Rockhole und am Shady Camp weit im Norden gibt es Bootsrampen.

Am Brian Creek Monsoon Forest, einige Kilometer von der Wildman River Lodge im Norden des Parks entfernt, führt ein leichter Wanderweg durch typische Vegetation. Am Mistake Billabong kann man von einer Plattform aus das Vogelleben am Teich beobachten. Zahlreiche Wasservögel, Greife und Honigesser trifft man hier bestimmt an.

Übernachten

Für unsere erste Übernachtung auf Australiens Boden entschieden wir uns spontan für den Mary River Park, ein kleiner Campground, der kurz hinter der Brücke über den Fluss am Arnhem Highway ausgeschildert war. Nix dolles, eine Wiese mit Stromanschluss wenige hundert Meter vom Highway entfernt, auf die man seinen Camper stellen konnte. Die Toiletten waren sehr rustikal in einer alten Wellblechscheune, hier gab es noch zwei Schlafräume mit etwa einem Dutzend Feldbetten für die Schafscherer. Etwas modernere Waschgelegenheiten und Solarduschen befanden sich in einem kleinen Anbau. Angeboten wurden ein Stück weiter, neben der Rezeption, auch recht hübsche Cabins, eher schon kleine Appartments sowie ein kleines Restaurant. Ansonsten gab es viel Ruhe, Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und Tagesausflüge auf dem Fluss. Hier ist die Webseite.

Am Ende unseres Urlaubs sind wir leider gerade in die australischen Ferien geraten. Den Lichfield N.P. empfanden wir nach drei eher einsamen Wochen davor als ziemlich überlaufen. Für unsere letzte Übernachtung mit dem Camper hatten wir uns etwas Ruhigeres vorgestellt und sind vom Lichfield aus über Bachelor quasi direkt nach Osten gefahren. Eine rauhe Schotterstraße bietet hier eine gute Abkürzung zwischen den zwei Highways fast bis zur Mary River Crossing. Allerdings muss man dabei den Adelaide River durchqueren - 4WD only, sonst säuft man ab. Direkt hinter dieser Flussdurchquerung liegt links im Gebüsch ein kleines Billabong: Eine gute Stelle zum Übernachten. Da ringsumher Farmland ist konzentriert sich hier am Fluss das Wildlife.

Uns zog es aber noch ein Stück weiter zum größeren Fluss. Ein paar Kilometer jenseits der Brücke über den Mary River findet man am Highway den Bark Hut Inn, - ein roadhouse mit Motel und gegenüber den Annaburroo Billabong - einen großen Süßwasserteich mit Farm und Tieren, ein wenig wie für Ferien auf dem Bauernhof. Auch das war uns alles zu voll.

21 km östlich vom roadhouse schließlich zweigt die Straße in den Nationalpark nach Norden ab und wird nach 8 weiteren Kilometern zur Staubpiste. Wieder 8 km weiter liegt die Rangerstation und nach links geht es dann 19 km zurück bis ans Ufer des Mary River. Wenn man an der Station den großen gelben Radlader stehen sieht, dann weiß man, warum die Staubstraße hier so wunderbar geebnet ist. Nach einem Gewitter würde man vermutlich bis an die Achsen im Schlamm versinken.

Eigentlich ist der 2001 noch kostenlose Campingplatz Couzen's Lookout Camping Area im Nationalpark, direkt am Mary River, ein echter Geheimtipp: Ruhig, leicht zu erreichen, bietet er einen herrlichem Blick auf den Fluss. Fabelhafte Sonnenuntergängen sind vom nahen Lookout zu beobachten und es gibt eine reiche Tierwelt.

Die Stellplätze liegen weit vom nächsten Nachbarn entfernt, es gibt eine sehr saubere und moderne Toilettenanlage, jeder Stellplatz hat eine Feuerstelle mit Grill, ein Holzpodest als Sitzgelegenheit und einen Zugang zum Fluss. Nach ca. 100 Metern erreicht man den Mary River. Hier sieht man Angler beim Barramundifischen mit ihren Motorbooten hin und her fahren, Ausflugsboote tuckern vorbei (siehe Fotos oben) und man kann Krokodile und Wasservögel beobachten. Das Tier unten auf dem Bild lag weit entfernt am gegenüberliegenden Ufer. Aber auch in der Nähe des Campingplatzes sollte man sich nur sehr vorsichtig dem Flussufer nähern...

Alles wunderbar, wenn, ja wenn nicht die blutrünstigen Moskitos wären. Diese Biester haben uns an unserem letzten Abend im Camper noch einmal so richtig von oben bis unten zerstochen. Draußen Sitzen bei Dämmerung war trotz Feurer so gut wie unmöglich, obwohl wir nun schon seit Wochen Vitamin B geschluckt hatten und uns mit den empfohlenen Moskitomitteln eingeschmiert hatten. Während man noch ausholte, um einen Moskito auf dem Unterarm zu erschlagen so setzte sich schon ein zweiter Angreifer daneben!

Noch am nächsten Morgen drängelte sich ein Dutzend gieriger Blutsauger auf der Aussenseite des Fliegengitters neben unserem Bett in der Hoffnung uns erreichen zu können. Ein paar Unermüdliche haben uns trotz Sonnenschein dann auch noch beim Frühstück überfallen. Trotzdem eine tolle, urwüchsige und sehenswerte Landschaft.

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Mary River


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Video zum Thema

Mary River Habitats

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