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WINDJANA GORGE

Nur 20 Kilometer östlich der Gibb River Road liegt der Winjana Gorge Nationalpark. Meist wird der Park als zur Gibb River Road gehörend erwähnd, allerdings verlässt man die bekannte Straße an einer Abzweigung nach Osten, die Straße heißt hier Fairfield Leopold Downs Road und führt noch 150 km weiter nach Fitzroy Crossing. Ich nehme die Sehenswürdigkeiten entlang dieser Nebenstrecke aber trotzdem noch in die Auswahlseite zur Gibb River Road auf, da sie für die meisten Besucher dazugehören.

Dort, wo der Lennard River die Napier Range durchschneidet, entstand vor langer Zeit die Windjana Gorge. Mehr Infos zum fossilen Korallenriff, das diesen Teil der Welt entstehen ließ, findet man auf meiner Seite zur Geikie Gorge.

Wir erreichten den Park mit knapper Not wenige Minuten vor Sonnenuntergang, so bekamen wir gleich einen guten Eindruck von der Majestät dieser Landschaft. Die steilen Felswände erglühen feuerrot und bieten so einen unvergesslichen Anblick. Ich hatte gerade noch Zeit, einige Fotos zu machen, bevor die Sonne verschwand und damit auch das warme Licht.

Beste Reisezeit sind auch hier die Monate April - Oktober, in dieser Zeit ist im Nationalpark auch ein Ranger stationiert. Wir hatten im Juni keinerlei Schwierigkeiten, die Strecke hierher zu bewältigen. Am Ende der Trockenzeit wird die Piste allerdings immer trockener, staubiger und wellblechartiger. In der Regenzeit sind alle Nationalparks in der Umgebung geschlossen, so auch die Windjana Gorge.

Geschichte

Die regionalen Aborigines nennen sich Bunaba people und tief in ihrem Denken ist die Legende verwurzelt, nach der die Windjana Schlucht durch die Regenbogenschlange Ungeroo geformt wurde.

Als das Kimberley in den Jahren um 1880 erschlossen wurden, entstand in der Nähe der Schlucht das Lillimilura Homestead. Die Ruinen können noch besichtigt werden und sind ausgeschildert.

Ein Aborigine namens Jandumurra, von den Weißen Pigeon gennannt, ermordete 1894 einen weißen Polizisten. Dieser hatte 15 Aborigines gefangen und in Ketten Richtung Derby getrieben.Pigeon befreite seine Landsleute und wurde fortan von den Weißen als Verbrecher gejagdt. Für seine Landsleute war er ein Held, ein Freiheitskämpfer gegen die weiße Unterdrückung. Es galang ihm, sich durch List und Geschick lange zu verstecken. Erst drei Jahre später wurde er am Eingang des Tunnel Creek gestellt und erschossen.

Im gleichen Jahr entdeckte ein Geologe in der Windjana Gorge die Knochen vom diprotodon australis, einem ausgestorbenen, wombatartigen Tier. Für Fossiliensammler sind die Kalsteinwände mit Ablagerungen aus dem Devon eine Fundgrube.

Camping

Nur wenige Gehmintuen vom den steilen Felswänden entfernt befindet sich ein schöner Campingplatz vor grandioser Kulisse. Besonders schön sind die senkrechten Felsen im Hintergrund, wenn sie von der Abendsonne beschienen werden.

Der Campingplatz hat eine abgetrennte eigene Zone für Generatoren und verfügt über Toiletten, Feuerstellen und kalte Duschen. Ein wahrer Luxus nach einer schweißtreibenden Wanderung. Der nette Ranger macht am Abend seine Runde und kassiert die Gebührvon 9 AU$ pro Person. Darin ist ein kurzer Plausch inbegriffen, das kann sehr witzig werden, so ein Gespäch, vor allem beim Thema Krokodile.

Vom Campingplatz aus führt ein kurzer Weg zum Eingang der Schlucht. Mehr zur Wanderung in der Schlucht und zur Tierwelt findet Ihr auf der ZWEITEN SEITE.

Video zum Thema

Windjana Gorge - Tunnel Creek Fitzroy Crossing

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