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WILCANNIA-BROKEN HILL

Auf der Seite Cobar - Wilcannia habe ich den ersten Teil unserer Reise auf dem Barrier Highway schon beschrieben. Nun folgt die 195 Km lange Strecke von der Stadt Wilcannia am Darling River bis nach Broken Hill.

Kurz hinter Wilcannia trifft man auf den Barrier Highway eine große Abzweigung nach Norden. Diese wird schnell zu einer dirt road, die nach weiteren hundert Kilometern die Opalgräber-Siedlung White Cliffs erreicht. Eine gute Alternative zu Cooper Pedy, ebenso mit unterirdischen Wohnstätten ausgestattet und bei weitem nicht so touristisch, da viel einsamer gelegen. Diesen Abstecher hätte wir gerne gemacht, der Zeitaufwand war uns allerdings mit einem normalen Auto zu hoch.

Wir fuhren weiter auf dem Highway durch die öde Wildnis. Dieses weite, leere und flache Land ist gemeint, wenn der Australier von "Middle of nowhere", "Back of Beyond" oder dem literarisch berühmt gewordenen "Never Never" spricht - das Hinterland eben, zu Deutsch "Arsch der Welt". Bis zum Horizont erstreckt sich das öde Buschland, die Hitze wirkt nach kurzer Zeit betäubend wenn man aus den klimatisierten Wagen steigt. Ein Schatten wie der unter dem abgebildeten Bäumen ist selten zu finden.

Rast

Auch im tiefen Outback muss man öfters mal eine Pause einlegen. Das Fahren ist zwar relativ entspannent, da man meist alleine unterwegs ist und konstant 110 Km/h fahren kann. An einem der wenigen gut ausgebauten Rastplätze kurz vor Broken Hill haben wir dann unseren "Esky" (australisch für Eisbox) ausgepackt und ein ausgiebiges Picknik unter einem schattenspendenden Blechdach gemacht.

Brot, Wurst mit Senf, Joghurt, kalte Getränke und Plätzchen wecken wieder die Lebensgeister. Sehr fotogen ist dabei immer die kleine Tischdecke mit den Schmetterlingen, die ich extra für solche Gelegenheiten aus Deutschland mitgebracht hatte. Natürlich waren wir auch hier alleine. Der Rastplatz verfügte über eine Toilette, einen großen Spielplatz mit Schattendach, diverse Tische und Bänke, ebenfalls mit Schattendach, Gasgrills und Abfalltonnen. Trucks dürfen hier nicht halten, die haben einen eigene Truck-Rastplätze. Am Abend wird der Rastplatz mit Solarlampen erhellt, ein Bild davon findet ihr auch auf der Seite Savety First.

Tiere

Trotz eintöniger Landschaft sieht man unterwegs viele Tiere. Kängurus zeigen sich meist nur bei Dämmerung, in der Mittagssonne liegen sie eher im Schatten der kleinen Büsche und bleiben unsichtbar. Emus kann man viele sehen, die sind resistent gegen die große Hitze und ziehen auch Mittags umher.

Auf einem Rastplatz hatten sich nach dem letzten Regenguss zwei größere Pfützen gebildet, hier tobte das Leben. Viele Vögel kamen zum Trinken hierher und für die unzähligen Schmetterlinge der Umgebung war hier das Paradies. Sie ließen sich von uns nicht stören.

Auch verschiedene Echsen sassen manchmal mitten auf dem Highway, meist waren sie schnell weg, sobald man ausstieg. Am auffälligsten aber waren die Adler. Noch nie habe ich so viele Adler gesehen wie auf der Strecke zwischen Wilcannia und Broken Hill. Große Keilschwanzadler mit einer Flügelspannweite von 2,50 m, die majestätisch am Himmel kreisen. Wenn sie sich niederlassen, auf Aas oder auf Telegrafenmasten, dann sind sie riesig. Ein schöner Anblick, wenn sie sich langsam in trägen Kreisen in den blauen Himmel schrauben, um nach Beute zu spähen. Auch Schwarzmilane sind häufig anzutreffen, auf dem folgenden Bild habe ich einen im Flug erwischt.

Google Map zum Thema

Wilcannia - Broken Hill


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