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KONKURRENZ

Wenn man irgendeinen Australienkatalog aufschlägt, dann hat man schon Mühe, keine Angebote für die Bushcamper von Britz zu finden. Ein Österreicher hatte vor mehr als 15 Jahren nicht nur als erster die Idee, einen guten Geländewagen und ein Campmobil zu kreuzen, sondern er machte gleich eine Serienfertigung davon. Darauf gründete sich ein erfolgreiches Familienunternehmen, welches in diesem Bereich zumindest für die deutschsprachige Kundschaft quasi marktbeherrschend wurde. Britz gab und gibt es auch in Neuseeland und Südafrika.

Angesichts der guten Geschäfte tauchten bei mehreren Anbietern verschiedene Nachbauten auf. Die von Britz nach zwei Jahren Laufzeit ausgemusterten Landcruiser erlebten bei einigen Billiganbietern einen zweiten Frühling. Der Bushcamper, hier aus mehreren Perspektiven abgebildet, wurde zum Inbegriff des 4WD-Campmobils.

Mittlerweile ist Britz an Maui-Camper verkauft worden, und die Qualität des Service scheint sehr nachgelassen zu haben. Wir haben einige der ehemaligen Mitarbeiter getroffen, der alte spirit ist dahin. Maui arbeitet hart daran, den alten Ruf wieder aufzubauen, vielleicht hatte der Niedergang von Britz auch einfach etwas mit der im Laufe der Jahre erreichten Grösse zu tun. Wir haben auch zufriedene Kunden getroffen, aber in verschiedenen Reise-Newsgroups klagt so mancher Reisende über defekte Fahrzeuge, mangelndes Zubehör, eine nervige Aufpreispolitik und desinteressiertes Personal.

Leider g+ilt dies so ungegfähr seit 2005 auch für den Konurrenten Apollo, nachdem NQ Camper pleite gegangen ist. Da haben wir selbst Erfahrung mit gemacht, der Service war vor Wechsel des Managements um Klassen besser. Bedingt durch die hohe Zahl an vermietungen werden die Autos schneller herausgegeben und aus Mangel an Zeit und Ersatzteilen schlechter gewartet.

Bushcamper

Nun ist ja bekanntlich unter den Blinden der Einäugige König, so verhält es sich auch mit dem Buschcamper. Trotz der großen Stückzahl hat die Konstruktion ihre Schwächen, von denen die Australier, welche besonders in den ersten Jahren unseren Adventure-Camper bestaunten, ein Klagelied zu singen hatten.

Der verwendete Toyota Landcruiser ist ein sehr bewährtes Fahrzeug, eckiger Maschinenbau, wartungsfreundlich und mit Möglichkeiten für diverse Anbauten wie Punpe, Winde, Bullbar, Schnorchel und so fort. Ein 6-Zylinder Diesel mit 4,5 Litern Hubraum sorgt für ordentliche Durchzugskraft, ist dafür aber auch entsprechend durstig. Aber es gibt ja eingebaute Zusatztanks.

Problematisch gegenüber einem normalen Geländewagen mit Zelt ist der eigentliche Camper-Aufbau, der ja für das praktische Wohlbefinden sorgen sollte. Hier die eingebauten Schwachpunkte, von denen uns berichtet wurde und von denen wir uns per Augenschein überzeugen konnten:

Wir sahen die Benutzer dieser Gefährte dann im Urlaub auch öfters in ihrem Camper hocken und ihr Essen in Schlafzimmer zubereiten und verspeisen, während wir die Nachtluft und den Sternenhimmel genossen und außen kochen konnten. Wenn man also einen Buschcamper mietet, so sollte man auf jeden Fall einen Campingtisch und Stühle für draußen mitmieten. Eine mobile Kochgelegenheit ist auch nicht übel, auch auf die Unversehrtheit der Fliegengitter und der internen Batterie muss man bei der Übernahme genau achten.

Sonstige

Ein Fahrzeug, dass man in Deutschland so kaum kennt, ist der so genannte Ranger. Auf der Basis eines 4WD-Isuzu Lastwagens findet man ein recht luxuriöses Campmobil mit reichlich Platz für 4 Personen. Der Wagen fährt sich halt wie ein Laster unter 7,5 Tonnen, schafft es aber dennoch ohne Probleme über die Gibb River Road.

Der Aufbau ist durch einem geräumigen Kriechtunnel mit der Fahrkabine verbunden, zwei Passagiere reisen hinten rechts und links auf zwei Einzelsitzen mit. Damit man genug Stehhöhe bekommt, hat das Dach an der Rückseite Scharniere und wird vorne hochgeklappt, ein halbes pop-top-roof. Leider wird dieses Auto nicht mehr angeboten.

Im Northern Territory und in Western Australia kann man sich auch einen kleineren, geländegängigen Camper von Trailmaster mieten. Die Offroad-Variante nennt sich dort Bushranger, unten auf den beiden Bildern ist einer zu sehen. Das Foto entstand auf dem Campground am Aileron Roadhouse. Verglichen mit dem ADventure Camper von Apollo fehlen die externen Staufächer und die außen angebrachte Kochgelegenheit, der Gaskocher ist lose im Fahrzeug und wird bei Bedarf auf den Boden oder auf einen der üblichen Liege-Tische auf den Campgrounds gestellt.

Wer es preiswert, einfach und ohne Allrad mag, der kann sich einen Wicked Camper mieten. Damit werden sich alle Blicke auf dem Campground bei der Einfahrt automatisch dem Neuankömmling zuwenden. Die Teile sind nämlich wunderschön bunt und immer auffällig. Unten auf den Foto ist ein besonders hübsches Exemplar zu sehen.


pop-top-roof

Wo gute Umsätze winken will die Konkurrenz natürlich nicht nur zugucken. So entwarf Hertz ein alternatives 4WD-Mobil, wahlweise auf der Basis des Mercedes-Geländewagens als auch des Toyota Landcruiser. Statt eines festen Aufbaus aus Glasfaser entschied man sich hier für ein so genanntes pop-top-roof. Das sieht dann so aus wie bei unserem Adventure-Camper oder bei vielen größeren australischen Wohnwagen. Zwischen dem festen Dach und dem Wagen unten gibt es rundum einen Streifen aus Segeltuch mit Fenstern und einen Federmechanismus zum Anheben und Absenken. Im abgesenkten Zustand sieht man wie auf dem Bild nur eine Naht mit Dichtung und rundrum 4 Klampen zum Fixieren des beweglichen Daches.

Diese Konstruktion ist leichter als der original Bushcamper und hat weniger Luftwiderstand. Das Bett oben bietet mehr Komfort und die Klimatisierung ist besser. Dafür ist die Liegefläche etwas kürzer und die anderen Probleme des Bushcamper scheinen auch nicht besser gelöst. Ein ähnliches Fahrzeug bietet wohl auch Kea an.

Dachzelt

Gesehen haben wir selten eins in Australien, aber beworben wird es von manchen Vermietern und Anbietern von Campingartikeln: Das rooftop-tent. Gemeint ist eine Art Klappzelt, welches mit wenigen Handgriffen auf einem stabilen Untergestell aufgeklappt wird. Das Untergestell dafür ist wie ein Dachgepäckträger oben auf einen normalen Geländewagen montiert. Das Zelt ist vom Boden aus mit einer integrierten Leiter zu erreichen. Eine Anschauung davon bekommt ihr hier.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Konstruktion ist nur 50 -60 Kg leicht und hat wenig Luftwiderstand. Die Geländefähigkeit des Wagens steht ohne Einschränkungen zur Verfügung. Der Wagen kann um einges billiger sein, da der Vermieter quasi keinen Aufwand treiben muss. Leider sieht man damit meist nur Australier umherfahren.

Die Nachteile sind ebenso klar: Da der Vermieter mit dem Ausbau im Wageninneren kaum Aufwand getrieben hat, entwickelt sich das Auto im Laufe eines Urlaubs zum organistatorischen Schlachtfeld. Der einzige unverrückbare Platz ist im Kühlschrank.

Kommentare

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Video zum Thema

All Seasons Campervans Australian RV -Hi-Top Bed set-up

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