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GUTEN APPETIT

Mit der außen angebrachten Kochgelegenheit und dem danebenliegenen Staufach mit Zugriff auf die Wassertanks bietet der Adventure Camper etwas ganz besonderes: Freude am Kochen. Bei den meisten anderen Campmobilen, die wir besichtigt, begutachtet oder deren Insassen wir beobachtet haben, hatten wir schon beim Zuschauen ein ungutes Gefühl.

So beobachteten wir des öfteren Passagiere, die in gekrümmter Haltung unter Neonleuchten auf den Sitzbänken hockten und missmutig Miraculis und Dosensuppen in sich hinein schaufelten.

Zugegeben, die ganz hart gesottenen Freaks fahren auch im Südwinter ins Red Center, wo es abends ziemlich frisch wird. Im Normalfall aber findet ein Australienurlaub bei gutem Wetter und bei angenehmen Temperaturen statt. Es ist eher zu warm als zu kalt - zumindest dort, wo man einen 4WD-Camper benötigt. So ist es eher angenehm, den lauen Abend vor dem Camper auf der Wiese zu verbringen, oder sich am Morgen von den Strahlen der aufgehenden Sonne wärmen zu lassen.

Dem kommt die außenliegende Küche sehr entgegen. Man hat viel Platz auf der Ablage und dem Campingtisch; man steht sich zu zweit nicht im Weg herum, sondern kann sich gut ausbreiten; Bett und Schlafraum bleiben von Fettspritzern und Bratgerüchen verschont. Man muss ja in jedem Fall in den Schränken und Staufächern alles Notwendige zusammenkramen, hat man aber alle Zutaten herausgestellt, dann kann man mit leichter Hand loslegen.

Als wir einmal besonders hungrig waren, haben wir die Zeit gestoppt: Vom Einparken auf dem Standplatz über das Herausholen der Campingmöbel, das Aufklappen der Küche und dem Anrichten der Tafel vergingen knapp 15 Minuten, bis das Steak in der Pfanne bruzelte. Der Wein leuchtete in den Gläsern, das Bett war sowieso fertig gemacht, und man konnte den Abend bei Kerzenschein genießen.

Natürlich ist es auch möglich, über offenem Feuer zu kochen oder zu grillen. Aber vor das Vergnügen haben die Götter den Schweiß gesetzt, und nur in den seltendsten Fällen findet man vorbereitetes Feuerholz neben den Grillstellen der Campgrounds. Im Gegenteil, manche Gegenden sind gerade am Wochendende so überlaufen, dass im weiten Umkreis kein Feuerholz mehr zu finden ist. Auf dem Weg zu den Gunlom Falls im Kakadu National Park stand schon mehrere Kilometer vor dem Campingplatz ein Schild: collect your firewood here! Das kostet auch alles Zeit, der Camper wird verdreckt, man kann sich leicht verletzen oder Schlangen begegnen - da war uns der Gaskocher doch lieber.

Oft ist offenes Feuer wegen der Trockenheit und Waldbrandgefahrt sowieso verboten...

Einkaufen

Was haben wir uns vor dem ersten Campingurlaub Gedanken ums Einkaufen gemacht: Wir brauchen haltbare Lebensmittel, wir brauchen Konserven, Fisch in Dosen, Corned Beef, Nudeln, Tomatenmark, Fertiggerichte, 5-Minuten-Aufbrüh-Konzentrat - kurzum: Notfallausrüsung.

Viele der gerade aufgezählten Dinge haben wir beim ersten Mal auch gekauft. Die Realität stellte sich doch etwas anders dar als vermutet. Am Ende des Urlaubs hatten wir noch einige Dosen Ravioli und Corned Beef übrig. Kommentar des Autovermieters: So geht es allen!

Wie konnte es soweit kommen? Nun, wir sind wie viele andere auch einfach einer grandiosen Fehleinschätzung aufgesessen. Die knappesten Ressourcen sind im heutigen Outback des motorisierten Touristen nicht die Lebensmittel sondern Wasser und Diesel. Selbst wenn man ein paar Tage in der Wildnis herumfährt mit einigen Schleifen und Umwegen, so ist man selten mehr als eine Tagesfahrt von einem gut sortierten Supermarkt entfernt.

Das zweite Geheimnis heist: Kühlschrank! Mit etwas Geschick konnte man darin Fisch, Fleisch, Aufschnitt und Joghurt für viele Tage unterbringen. Daneben war dann immer noch Platz für angebrochene Barbeceue-Saucen und frischen Fruchtsaft. Natürlich muss man allen freien Raum im Kühlschrank immer mit Socken oder Handtüchern vollstopfen, damit im Gelände nichts umfällt oder der Joghurtbehälter von der Saucenflasche zerschlagen wird (ist uns passiert - eine schöne Schmiererei).

Da man am Abend mit zunehmender Dämmerung natürlich nicht viel Zeit zum Kochen hat - und auch keine Lust zu langwierigen Raffinessen - liegt der Schwerpunkt immer auf kurz Gebratenem. In Australien ist natürlich immer das hervorragende Fleischangebot erste Wahl, auch zum Grillen. Die kurze Zubereitungszeit ist auch für Gemüse und Beilagen wichtig. Zwiebeln und Paprika halten sich lange und sind gute Beilagen zum Fleisch, vermischt mit den unten erwähnten Saucen.

Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Gas. Bei uns gab es eher Nudeln oder Reis, oftmals auch nur Toast, und ganz selten mal Kartoffeln. Die brauchen einfach zu lange.

Es ist einfach herrlich am Abend ganz alleine im Outback zu sitzen, Kerzen und eine Tischdecke auf dem Tisch, eine Flasche leckeren Rotwein trinken aus Rotweingläsern, die wir immer am Anfang des Urlaubs extra kaufen.

Dann gibt es tasmansichen Lachs als Vorspeise, saftiges Känguru, Lamm oder Rinderfilet, Thai Green Curry und zum am Morgen zum Frühstück französische Sauerkirschmarmelade. Toast kommt vom Toaströster und frisch gepressten Orangensaft gibt es im 3-Liter-Kanister stets gut gekühlt aus dem Kühlschrank. Hier sind einige Impressionen:



Unser Tipp

Hier möchte ich einige Produkte vorstellen, die das Kochen im Outback leicht und schnell zum Genuß werden lassen. Genauer: Die fantastische Saucen, die es von verschiedenen Anbietern gibt. Ich meine damit nicht Heinz Ketchup und Miracel Whip, sondern etwas exotischere, typisch australische Dinge:

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