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ROAD TRAINS

Ausser der Auslieferung von Treibstoff und Nahrungsmitteln an die Supermärkte sind die Road Trains im weiten Land natürlich unterwegs, um landwirtschaftliche Produkte und Erze aus Tagebauminen einzusammeln. Diese müssen regelmäßig oder saisonweise zu den zentralen Verarbeitungs- oder Exportplätzen gebracht werden, wie zum Beispiel zum großen Viehhof in Darwin. Von dort aus gehen die Rinder zum großen Teil lebendig nach Japan, Singapore und Taiwan.

So sind natürlich auch auf den engsten und welligsten dirt roads viele Road Trains unterwegs. Sie holen das Hornvieh in den Musterungshöfen ab, die weit verstreut auf die riesigen Farmen zu finden sind. Man wundert sich oft, wie die Fahrer das schaffen, wo man doch selbst mit einem guten Allradfahrzeug noch Probleme hat. Ich bin froh, dass uns an einigen kritischen Stellen auf der Gibb River Road oder auf der Victoria River Downs Road keiner dieser Viehtransporter entgegengekommen ist.

Zum Glück sind die Dinger so groß, dass man sie kaum übersehen kann. An Engstellen wie den einspurigen Brücken am Gread Northern Highway auf dem Bild oben muss man nämlich schön Platz machen, wenn einem so ein Transporter entgegenkommt.

Tankstellen

Die Roadhouses, Tankstellen und Airstrips im Outback sind zwingend auf die regelmäßige Belieferung mit Treibstoff angewiesen. Auf dem obigen Bild ist ein "normaler" Road Train an der Tankstelle in Daly Waters zu sehen. Auf den großen Highways im Norden sind aber noch größere Tankzüge als dieser hier unterwegs.

Ein Beispiel für die Ladekapazität: Im Northern Territory transportieren Road Trains Kerosin von Darwin an der Nordküste zum Flughafen am Ayers Rock jenseits von Alice Springs im red center: Jede Tour mit 125.000 Litern in 3 bis 4 Tankaufliegern. Es geht über mehr als 2.000 km - und das zwei mal die Woche bei einem Verbrauch von 120 Liter Diesel auf 100 km.

Auf der Seite overtake habe ich einige hautnahe Bilder von so einem Giganten. Dazu ein paar Details, wie man so ein rollendes Tanklager überholen kann.


McArthur River Mine

Zwischen Cape Crawford und Borroloola liegt etwas abseits vom Carpentaria Highway die McArthur River Mine. Dort wird Eisenerz abgebaut und vom Bing Bong Harbor am Gulf of Carpentaria aus verschifft. Bis zum Hafen sind es etwa 100 Kilometer. Auf diesem Stück ist der eigentlich einspurig ausgebaute Highway schön glatt und zweispurig. Kein Wunder, verkehren hier doch die definitiv größten Road Trains der Welt.

Superstarke Zugmaschinen mit drei angetriebenen Achsen ziehen spezielle Lorenanhänger, die in verschiedenen Kombinationen zusammengestellt werden können. Sattelauflieger, Anhänger mit Deichsel, B-doubles und B-triples ergeben Road Trains mit vier bis zu acht Einheiten.

Auf den Bildern ist ein Musterexemplar mit 5 Einheiten zu sehen.

Die Männer in den Begleitfahrzeugen und am Steuer haben einen riskanten Job. Bremsen oder Ausweichen ist für diese Last-Züge quasi unmöglich. Ihre einzige Waffe ist ein Signalhorn, das man eher an einem Supertanker vermuten würde. Wenn das ertönt, dann macht man sich besser ohne Nachfrage auf in die Botanik, bevor man von 250 bis 400 Tonnen Eisenerz mit 80 km/h von der Straße geschoben wird.

So ging es mir, als ich neugierig in einer Kurve an einem Buschfeuer stehen blieb, um Raubvögel zu beobachten. Ich hatte keine Hemmungen, mit dem Camper für einem Moment ins Feuer zu fahren, um so die Straße frei zu machen, als das Signalhorn immer näher kam...

Anbei ein Standbild mit der schnell hochgerissenen Videokamera. Die schwarzen Punkte im Bild sind kein Dreck auf der Linse, sondern Ascheflocken, die der Wind durch die Luft treibt.

Video zum Thema

Roadtrains Australia promo clip

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