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WINDY CORNER

Nachdem wir kurz Geraldton und Greenough besucht hatten, folgten wir dem Highway weiter in Richtung Süden, quer durch die Greenough Flats. Das nächste Highlight liegt buchstäblich direkt am Wegrand und ist weithin sichtbar in der flachen Ebene mit Weiden und Rindern: die so genannten "Leaning Trees". Hierbei handelt es sich um Red River Gums (Eucalyptus camaidulensis), die sich auf Grund der hier ständig herrschenden südwestlichen Winde fast waagerecht über dem Boden befinden. Denn dieser Wind kommt vom Meer und bringt auch Salz mit, unter der Last der Kristalle haben die Bäume keine Chance und legen sich quer. Die wenigen Exemplare sind teilweise in einem recht beklagenswerten Zustand. Unten auf dem Bild ist das beeindruckenste Exemplar zu sehen, es befindet sich direkt neben dem Highway. Ein schönes Beispiel für die Kraft des Windes in dieser Region, dem Shire of Greenough, die zu den windigsten Orten in ganz Australien zählt.

Natürlich macht man sich diese Kraft auch in dieser Region für die Energiegewinnung zu Nutze. Wir hatten auf den Karten von Geraldton ein Ausflugsziel entdeckt, ein Wasserloch mit Picknickplatz namens Ellendale Pool und fuhren dort hin, auf der Suche nach einem idyllischen Übernachtungsplatz. Der Weg führte über die Walkaway-Nangetty Road und vorbei an der Alinta Wind Farm, 35 km südöstlich von Geraldton Hier stehen Western Australias neuste Windräder, 54 Stück, die zu den weltweit Größten zählen und die das hier ständig wehende Lüftchen in Energie umwandeln. In den kühleren Monaten weht der Wind hier mit 20-25 km/h, von Oktober bis März erreicht er Geschwindigkeiten bis zu 35 km/h. Die Windräder sind 78 Meter hoch und die Rotoren haben einen Durchmesser von 41 Metern. Sie erzeugen elektrischen Strom mit 90 Megawatt Leistung für Perth und den Südwesten, genug für 60.000 Haushalte. Betrieben wird die Windfarm von Renewable Power Ventures (RPV) und rundum grasen Rinder auf den Weiden. Es gibt einige Informationstafeln oben auf dem Hügel an der Viewing Area, von der aus man einen weiten Blick ins Land und über die Windfarm hat.



Ellendale Pool

Rund 45 km und nur eine gute Stunde Fahrzeit von Geraldton und 20 km östlich von Walkaway entfernt befindet sich ein idyllisches Fleckchen inmitten von trockenem Farmland am Greenough River. Die Anfahrt erfolgt über asphaltieret Straßen, nur die letzten 5 km sind Gravel Road. Der Ellendale Pool mit einer orangeroten malerischen Felswand und einem großen Wasserloch ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Leute aus der Stadt. Die kleine Schlucht wurde vom Greenough River gebildet und am Grund soll es sogar Quellen geben. Wie tief der Pool ist wurde bis jetzt nicht vermessen.

Die Anfahrt ist recht langweilig und erst kurz vor Ankunft sieht man Wasser, alte Red River Gums, grüne Wasserpflanzen am Ufer und einige Vögel. Vor dem Pool befinden sich einige Picknickplätze und 4 Gasgrills, ausserdem ein Spielplatz für Kinder und Toiletten. Campen ist hier auch erlaubt, das kostet 5 AU$ und ein Ranger kommt zum Kassieren vorbei. Allerdings lädt der Pool hier leider nicht zu einem Bad ein, große Warnschilder stehen am Ufer. Denn wenn das Wasser allzu warm wird, dann leben Amöben im Wasser, welche die gefährliche Meningitis, Hirnhautentzündung, übertragen. Obwohl einige Kinder bei dem mäßig warmen Wetter im Wasser schwammen, reizte uns hier nichts zum Baden. Da auch die Picknicktische und die schönsten Campingstellen schon weitgehend besetzt waren und es erst Mittag war, beschlossen wir nach einer ausgiebigen Rast weiter in Richtung Süden zu fahren. Die nächste Nacht wollten wir dann in einem kleinen Ort am Meer verbringen, ähnlich Horrocks, und fanden Leeman. Doch dazu mehr auf der Seite Turquoise Coast. Auf der Rückfahrt zum Highway kamen wir noch an der kleinen, historischen Kirche von Walakaway vorbei, die auf dem letzten Bild zu sehen ist.




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