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WINDFARM

Die Western Power Wind Farm in Albany ist eine der neusten und größten in Western Australia, weitere findet man zum Beispiel auch in Esperance oder an der Westküste. Sowohl von der Stadt aus, als auch von der weiter südlich gelegenen Flinders Peninsula ist die Windfarm gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Man sollte eine Fahrt hierher auf keinen Fall verpassen, denn nicht nur die Turbinen sind sehenswert, sondern auch die Küste und die Vegetation zwischen den riesigen Stromerzeugern. Das Besucherzentrum mit informativen Tafeln, einem Parkplatz und Toiletten befindet sich nur 12 km außerhalb des Stadtzentrums, 80 Meter hoch über dem Meer mit einem fantastischen Weitblick.

Die Turbinen sind relativ neu, der Bau der Windfarm wurde im August 2000 begonnen und im Juli 2001 beendet. Die offizielle Eröffnung fand im Oktober 2001 statt. Insgesamt sind es 12 Stück, die von den ständigen Südwinden angetrieben werden. Es handelt sich um moderne ENERCON E66 Turbinen aus Deutschland mit 1800 kW, die von der australischen Enercon Power Corporation errichtet wurden. Hier sind Bilder vom Bau zu sehen. Das ganze Projekt hat AU$ 45.0 Millionen gekostet.

Jede Turbine steht auf einem 65 Meter hohen Turm aus Stahl und die drei Rotorblätter sind jeweils 35 Meter lang. Damit sind sie die größten, die man damals kaufen konnte und mit Sicherheit noch die größten in der südlichen Hemisphäre mit einem 70 Meter Durchmesser. Ach ja, falls es jemanden interessiert: die Farbe der Turbinen ist "Papyrus White" (RAL 9018), was hervorragend mit dem Grün der Umgebung harmoniert. Und natürlich mit dem wunderbaren, blauen Himmel den wir bei unserem Besuch sahen.

Mit der Windfarm werden heute 75% des Stromverbrauches von ganz Albany produziert. Die ganze Anlage läuft vollautomatisch und die Turbinen sind für jede Windrichtung und Windgeschwindigkeit so ausgelegt, dass sie maximale Energie erzeugen. Schon bei einer Windgeschwindigkeit von 7 km/Std. springen sie an, bei schon 50 km/Std. ist der maximale Output erreicht. In Albany kann es starke Stürme geben, ab einer Windgeschwindigkeit von 130 km/Std. stoppen die Turbinen. Gleichzeitig hat man hier noch einen extra Blitzschutz eingebaut, denn auch Gewitter sind hier relativ häufig.



Rundwege

Die Windfarm ist für Publikumsverkehr rund ums Jahr an jedem Tag geöffnet, es gibt einige schöne Wege, die unter den Turbinen hindurchführen. Alles ist hübsch gemacht, mit Bänken neben und Kacheln im Fußweg, die als bunte Motive einheimische Fora und Fauna zeigen. Infotafeln zu den Turbinen, zur Küstenvegetation und zu den lokalen Aboriginal-Legenden findet man am Wegrand. Von den höchsten Stellen aus hat man einen wunderschönen Blick über die Küste. Es gibt eine Verbindung zum Bibbulmun Track, der lange Wanderweg führt hier entlang der Küste und endet in Albany.

Es ist nicht verkehrt, ihm ein wenig zu folgen, denn an der Steilküste hat man wunderbaren Meerblick auf die ankommende Brandung, die hier mit großer Wucht an dunklen Klippen weiß zerschellt. Überall sind Bänke aufgestellt, von denen aus man zur richtigen Jahreszeit, im Winter, die vorbeiziehenden Wale beobachten kann.

Das Grün zwischen den Turbinen wurde nach dem Bau neu gepflanzt, um die darunter liegenden Sanddünen zu befestigen. Hier haben sich zahlreiche kleine Vögelchen eingenistet, die man mit Glück auch beobachten kann. Beim Näher kommen verschwinden sie blitzschnell im dichten Buschwerk.

Uns haben die Küstenlandschaft und die Windfarm sehr gut gefallen und nur vom höchsten Aussichtspunkt aus hat man einen Blick auf die Ausläufer der Stadt Alabany, sonst sieht man keinerlei Häuser. Ein schönes Plätzchen für ein Picknick oder eine kleine Wanderung.

Wer mehr wissen möchte: Eine Übersicht über Windfarmen in Western Australia.



Video zum Thema

Albany Wind Farm

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